Kurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte zu Weihnachten
"Es ist am Tag des Heiligen Abends gewesen und schon viele Jahre her. Damals machten sich zwei Kinder auf den Weg zu ihren Großeltern ..." So beginnt die Erzählung von Konrad und Sanna, die sich auf dem Rückweg im winterlichen Gebirge verlaufen und die Heilige Nacht in der Einsamkeit der Berge und Gletscher verbringen. In die Erschöpfung und Angst hinein strahlt ihnen ein seltsames Licht vom Himmel. Und als die Kinder gefunden und in das Dorf zurückgebracht sind, weiß Sanna: "In dem goldenen Licht am Himmel, da hab ich heute Nacht das Christkind gesehen." Klar und einfühlsam erzählt Barbara Bartos-Höppner die Erzählung von Adalbert Stifter nach, die Renate Seelig in ihrer einzigartigen Weise illustriert.
Über den Autor
Barbara Bartos-Höppner, 1923-2006, war seit 1956 als freie Schriftstellerin tätig und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Sie schrieb Kinder- und Jugendbücher, aber auch Historisches und Belletristik. Mit Schnüpperle hat sie eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinderbuchfiguren geschaffen. Sie lebte bis zu ihrem Tod in Nottensdorf an der Niederelbe.Renate Seelig wurde im Mai 1938 in Bielefeld geboren und studierte an den Kunsthochschulen Kassel und Hamburg Textilentwurf. Seit 1971 arbeitet sie als freie Mitarbeiterin bei Werbeagenturen, und bei mehreren Kinderbuch-, Schulbuch- und Zeitschriftenverlagen. Sie lebt heute in Frankfurt und ist stolze Mutter von zwei Söhnen, für die ihre ersten Zeichnungen entstanden. Daraus entwickelte sich schließlich das erste Kinderbuch, dem noch zahlreiche weitere Werke folgten.Adalbert Stifter, geb. 1805 in Oberplan/Böhmerwald), war der Sohn eines Leinewebers und Flachshändlers. Nach der Gymnasiumszeit im Benediktinerstift Kremsmünster studierte er ab 1826 die Rechte in Wien, ohne aber eine Schlußprüfung zu absolvieren. In den 1830er Jahren bewarb er sich mehrmals erfolglos um Anstellungen als Lehrer und verdiente dann seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer. Nachdem ihm 1840 die Veröffentlichung der Erzählungen 'Der Condor' und 'Feldblumen' erste Erfolge gebracht hatte, lebte er bis 1850 als freier Schriftsteller. Nach den Märzunruhen von 1848 in Wien zog sich Stifter nach Linz zurück, wurde zum Schulrat ernannt, 1853 von der "Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst und historischen Denkmale" zum Konservator für Oberösterreich bestellt.
1865 trat Stifter, wohl seit 1863 unheilbar erkrankt, durch lästige Verwaltungsarbeit und finanzielle Bedrängnis verbittert, in den Ruhestand. Nach einem Selbstmordversuch starb er 1868 in Linz.