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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse,
Von
Rezension bezieht sich auf: Bergkristall (DVD)
Vorweg sei gesagt: ich kenne das Buch Adalbert Stifters nicht, da ich es mir vor Jahren zwar angeschafft hatte, aber feststellen mußte, dass mir die Lektüre mehr Kraft abverlangte, als ich dafür zu geben bereit war.Vilsmaiers Film hat mich allerdings in seiner spannenden Handlung, seinen grandiosen Bildern, Bildkompositionen überaus beeindruckt. Die Inszenierung ist alles andere als kitschig. Auch die Höhlenszene war nicht kitschig, - auf mich wirkte sie mystisch, verträumt, wunderbar, hinweisend auf das Märchen, dem die Handlungen der Kinder folgen. Am meisten aber beeindruckte mich die Handlung an sich: zwei verfeindete Bergdörfer und Menschen, die in dieser Verfeindung aufgerieben werden, - kein Mensch erinnert sich mehr, woher die Verfeindung rührt, es fragt auch keiner danach. Längst hat sie sich verselbständigt und ist zum Selbstzweck geworden. So fordert sie immer neue Opfer. Zur Besinnung kommen die vom Hass Verblendeten erst durch ein tragisches Schicksal und die entwaffnende Liebe zweier Kinder. Zur Beschämung aller Erwachsener. Dem Buch Stifters folgend, analysiert Vilsmaiers Film die Grundstruktur von Konflikten, die um ihrer selbst willen fortdauern und in denen es keine Gewinner, sondern nur Verlierer gibt. Man muss nicht an den Nahost-Konflikt denken, um festzustellen, dass "Bergkristall" eine zeitlose Aussage hat und nach wie vor hochaktuell ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Tolle Geschichte, grandiose Kulisse, aber schlecht gespielt,
Von hilbili (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Bergkristall (DVD)
Joseph Vilsmaier ist eigentlich ein grandioser Regisseur, der das feine Gespür hat, aus dem verrufenen deutschen Film doch noch etwas zu machen und lieferte bereits mit Filmen wie "Stalingrad", "Herbstmilch" oder (vor allem) "Schlafes Bruder" grandiose Meisterwerke deutscher Schaffenskunst ab. Doch mit "Bergkristall" will ihm das leider nicht so ganz gelingen, was aber nicht unbedingt an ihm selber liegen mag.Denn was Vilsmaiers Regiearbeit angeht, und seinem Gespür für visionär wuchtige Bilder, klappt auch beim "Bergkristall" alles hervorragend. Die Kulissen sind von Anfang bis Ende atemberaubend, vor allem die tiefverschneiten Berge fängt Vilsmaier mit einer Klasse ein, die einen nur staunend zurück lässt. Des weiteren sind die Kostüme sehr aufwändig und das Leben in den Bergen des 18. Jahrhunderts, glaubwürdig und realistisch in Szene gesetzt. Zudem kann auch die Geschichte als solches vollauf überzeugen. Die großartige Novelle von Adalbert Stifter wurde nahezu 1:1 auf Zelluloid gebannt und ist auch im Film wunderschön und spürbar. Abgerundet werden die positiven Details zudem von einem wunderschönen und in jedem Moment passenden Soundtrack, den man sich auch außerhalb des Films immer wieder gerne anhört! Schade allerdings, dass es auch von einigen negativen Punkten zu berichten gibt. Da wären als aller erstes die schlechten Darstellerleistungen. Vilsmaiers Frau Dana Vávrová legt hier leider eine der schlechtesten Leistungen ihrer gesamten Karriere ab. Und ihre beiden Töchter, darunter hauptsächlich Josefina Vilsmaier als Töchterchen "Sani", haben leider überhaupt kein Talent zum schauspielern, genauso wie François Göske, der den Bruder Konrad spielt. Und auch alle anderen Darsteller machen ihre Sache eher schlecht als recht, mit Ausnahme von Theaterstar Daniel Morgenroth als Vater Sebastian. Er ist so ziemlich der Einzige, der vollauf überzeugen kann. Zum anderen wurde leider auch das Drehbuch immer wieder etwas arg durch die Kitschmühle gedrängt. Drehbuchautor Klaus Richter lässt die Geschichte vom Bergkristall leider immer wieder stark ins Kitschige abrutschen (z. Bsp. in der Eishöhle) und lässt die Charaktere zudem Dialoge sprechen, die mitunter doch etwas arg an den Haaren herbeigezogen wurden und eher stelzig als glaubwürdig wirken. Somit bleibt "Bergkristall", unterm Strich, ein, sowohl was die Geschichte betrifft als auch auf visioneller und akustischer Basis, höchst anspruchsvoller und sagenhafter Heimatfilm, der aber aufgrund der schlechten Darsteller, dem übertriebenen Kitsch und stelzigen Dialogen dennoch leider nicht ganz das geworden ist, was man von einem Vilsmaier erwarten kann, obwohl dieser allein eigentlich beste Arbeit ablegt! Schade! Zur DVD sei gesagt, dass sie den Film in wunderbarer Qualität wiedergibt und auch einige nette Extras zu bieten hat! Freunde von trauerlichen Weihnachtsgeschichten und visionell überzeugenden Heimatfilmen dürfen getrost zugreifen. Alle anderen sollten sich den Film aber lieber vorher erst einmal ausleihen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
gut,
Rezension bezieht sich auf: Bergkristall (DVD)
Ein sehr zu Herzen gehender Film. Und nicht nur zur Weihnachtszeit sondern auch zwischendurch kann man ihn ansehen. Sehr empfehlenswert.
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