Entfernungsmesser gibt es viele - aber nur recht wenige vereinen eine derartige Reichweite mit einem kompakten Gehäuse zu einem Preis, den man als Gelegenheitsnutzer auch noch bezahlen will. Geliefert wird das Gerät, eine Bedienungsanleitung (nur eine DIN A4-Seite: Aber ausreichend), ein Reingungstuch, eine Trageschlaufe zum einschlaufen und eine passgenaue Corduratasche mit Gürtelschlaufe. Die Tasche ist aus recht dünnem Cordura - dafür aber innen zusätzlich mit weichen Stoff ausgekleidet. Man könnte so zwischendurch seine Brille reinstecken ohne das diese verkratzt.
Die Bedienung ist intuitiv und generell einfach. Die Einstellmöglichkeiten decken drei Lichtverhältnisse ab und sollten für jedes Wetter und jedes Tageslicht ausreichend sein. Die Anzeige ist umschaltbar von Yards auf Meter und zeigt zur gemessenen Entfernung auch noch mittels Grafik die erreichte Messgenauigkeit an sowie die vorgewählte Einstellung: Rain, Refl und >150. Rain soll bei Regen und schlechten Lichtverhältnissen gewählt werden, Refl bei nebligem/stürmigen Wetter und >150 für Entfernungen über 150 Meter und "normalem" Wetter, bzw. Lichtverhältnissen. Zudem warnt das Display im Falle einer schwachen Batterie. Das ist übrigens eine CR2, 3 Volt-Batterie, die rechts ins Gehäuse eingesetzt wird. Das "Batteriefach" ist zugleich der Batteriehalter und mit einer Münze ein- und auszuschrauben (Feingewinde plus Dichtung).
Die beiden Bedienknöpfe liegen griffgünstig "unter" der Gummi-Ummantelung des Gerätes. Das Gehäuse ist schwarz-grau gummiert, liegt gut in der Hand und bleibt wegen vorhandener Trageschlaufe auch in der Hand. Es gibt keine Möglichkeit das Gerät auf einem Kamerstativ festzuschauben: Eine Bohrung mit Schraubgewinde fehlt. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Nur die Verstellung der Okkularmuschel hat mich anfangs irritiert: Das Teil lässt sich sehr leicht drehen (und damit auch wieder dejustieren) und hat keine Skalierung zum bequemen wiederfinden des eigenen Wertes. Damit muss man leben oder sich eine improvisierte Skala ausdenken. Ich habe dazu auf dem Einstellring (schwarzer Kunststoff) auf 12 Uhr einen Punkt mit einem Edding gesetzt. Den könnte ich bei Bedarf wegwischen.
Beim Test auf bekannte Entfernungen zwischen 50 und 400 Metern hat das Gerät absolut präzise gemessen. Das ging jeweils so schnell, dass ich mit dem Auge noch nicht einmal alle angezeigten Werte überflogen hatte.
Als "Geheimtipp" habe ich die Rezension überschrieben, weil das Gerät unter anderen Markennamen zu höheren Preisen auch zu haben ist.
Drauf steht übrigens nicht "Berger + Schröter" sondern "Eurooptics". Die beiden O-s in der Mitte bilden dabei ein Fernglas.
Ich kann das Gerät empfehlen.