Der Südtiroler Philipp J. Pamer hat mit seinen 26 Jahren bereits einiges auf die Beine gestellt. Er studierte szenische Regie in München, und lieferte mit "Bergblut" bereits ein äußerst beachtliches Kinodebüt ab!
Hintergrund der Geschichte bildet das von Franzosen und Bayern besetzte Tyrol zu Zeiten Napoleons. Der junge Franz tötet bei einem Streit auf dem Augsburger Markt einen französischen Soldaten. Zusammen mit seiner Frau Katharina flüchtet er in die alte Heimat Tyrol. Auf dem Hof der Eltern wird Katharina aber nicht gerade warmherzig empfangen, und vermisst ihre eigene Heimat. Franz hingegen zieht mit seinem Bruder unter Freiheitskämpfer Andreas Hofer in die Schlacht gegen die Besatzer. Sie sind siegreich, aber Katharina will Franz mit aller Macht aus dem Kriegsgeschehen heraushalten. Als sie dafür vom Hof verstoßen wird, ist sie auf sich allein gestellt, und muss ihre einst große Liebe verlassen.
Mehr möchte ich zur Story nicht schreiben. Pamer gelingt hier ein absolut authentischer Film, der vordergründig natürlich die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten herausstellt, aber die damalige Zeit sehr genau zeichnet, und vor allem durch die Ausstattung einiges hermacht. Auch an Darstellern verpflichtete Pamer echte Tiroler, welche fast ausnahmslos Dialekt sprechen, was wiederum der gesamten Produktion zu Gute kommt. Wer nicht so sehr dialektsicher ist, kann deutsche Untertitel zuschalten, was einiges erleichtern dürfte. Für einen so jungen und unerfahrenen Regisseur definitiv ein ganz großer Wurf, und man darf gespannt sein, wie sich seine weitere Laufbahn entwickeln wird.
An Extras bietet die DVD neben herausgeschnittenen Szenen noch einen Blick hinter die Kulissen, sowie einige Goofs.