Nun ist es soweit, ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und gestern habe ich nochmal mit meinem Mann Rücksprache gehalten, wie er es empfunden. So ist mal wieder eine Rezension entstanden, die in Zusammenarbeit mit ihm - also zwei Meinungen, die aber ziemlich identisch sind, liegen der Rezension zu Grunde.
Inhalt und Gliederung:
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Es handelt sich um Band 2 mit 40 Kapiteln.
Der Autor zeigt auch hier wieder, wie im ersten Band sein Leben verbunden mit den Bergen der Welt auf, er schreibt über Erlebnisse im Zusammenhang mit den Bergen und seinen Dreharbeiten zur bekannten Sendung "Bergauf Bergab", er zeigt aber auch sehr persönliche Details auf.
Mit seiner Frau gemeinsam übt er z. B. das Hobbie des Gleitschirmfliegens aus, und auch hier lässt er den Leser an seinen Erlebnissen und Gefühlen teil haben.
Magerer beschreibt zahlreiche seiner Wanderungen und Besteigungen. Wie z. B. auch die des Olymp in einem Kapitel.
kurze Leseprobe an dieser Stelle:
Frühling in Griechenland. Roter Mohn links und rechts der Straße, großflächig, ungewöhnlich und ungewohnt. Ich bin Stier, wie halte ich es aus? Die griechischen Farben sind Blau und Weiß. Wer denkt schon an Blutrot, wenn er vom blauen Meer und weißen Wolkentürmen umgeben ist. Griechische Lämmer tun es; denn sie werden zum wichtigsten Fest des Jahares reihenweise geschlachtet.
1. Mai im Parnassgebirge. Unser Führer und Gastgeber Damianos Vassiliades und seine Familie feiern griechisch-orthodixes Oster mit ihren Freunden ---
Man sieht hieran, dass man vieles Interessante am Rande erfährt, nicht nur die groben Erklärungen einer Bergtour, wie in einem Sach- bzw. Wanderbuch, sondern Infos und Details rund um die Völker in der Bergwelt und die Empfindungen, die Magerer genossen hat.
Er schreibt sehr zu Herzen gehend und faszinierend, verwendet sehr viele erklärende bildhafte Adjektive, sodass man super in die Geschichten eintauchen kann.
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meine Meinung zum Buch:
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Ich finde, dass dieses Buch als Anschluss an den ersten Band die Geschichten rund um Hermann Magerer sehr gut abrundet. Auch hierin erfährt man wieder sehr viele interessante Tipps rund um die Bergwelt, wie sie der Autor erlebt und wie man sie selbst erleben kann.
Ein Leben, welches untrennbar mit den Bergen in Verbindung steht, aber welches auch seiner Familie gewidmet ist.
Die Gratwanderung zwischen Bergfanatismus und "normalem" Leben kam für mich sehr gut rüber.
Magerer schreibt sehr flüssig und spannend, man ist vom Buch und deren Inhalt gefangen, erfährt sehr viel Gefühle und Gedanken vom Autor und kann sich aber trotzdem sein eigenes Bild machen zum Thema. Er schreibt kritisch und leidenschaftlich und lässt aufhorschen. Er schreibt oftmals auch ironisch, aber mit vielen Hintergedanken, die es dem Leser möglich machen, dass man sich seine eigene Meinung bilden kann.
Ein Leben mit dem Berg, auf dem Berg und ein Leben zu Füßen der Berge. Was dies zu bedeuten hat, das versteht man, wenn man diesen und den ersten Band gelesen hat.
Berge sind irgendwie mystisch und so schreibt Magerer auch teilweise, aber auch wiederum ernüchternd sachlich. Dieses Schwanken zwischen Geschichte, Abenteuer und Realität finde ich klasse bewältigt.
Ich bin vom Buch und dem Menschen, der hinter dem Buch steckt, begeistert. Er hat es geschafft, dem Leser zu zeigen, wie wahnsinnig schön die Bergwelt ist, wie man sie sehen kann, wenn man sich darauf einlässt.
Er schreibt aber nicht nur die positiven Seiten auf, sondern zieht auch kritisch Resümee.
Ich empfehle dieses Buch wärmstens, nicht nur, aber auch, weil es mit vielen Lebensweisheiten untermalt ist.