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Benzin aus Sand
 
 
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Benzin aus Sand [Gebundene Ausgabe]

Peter Plichta
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Langen/Müller (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784428339
  • ISBN-13: 978-3784428338
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 819.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Plichta
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Peter Plichta will die Welt retten. Der promovierte Chemiker, Apotheker und nunmehrige Privatgelehrte will eine neue Energiequelle erschließen, durch die Treibhausemissionen und Atomkraftwerke für immer obsolet wären.

Die Grundlagen für diese Überlegungen klingen simpel: In riesigen Sonnenenergie-Anlagen in der Wüste wird aus Sand der neue, universell einsetzbare Treibstoff Silanöl produziert, der Autos, Kraftwerke und sogar Raumschiffe antreiben könnte. Und das Beste daran: Statt giftiger Abgase würde schlimmstenfalls Kunstdünger aus den Auspuffen und Schornsteinen bröseln.

Benzin aus Sand ist jedoch kein trockenes Chemie-Sachbuch. Über weite Strecken ist es eine bunt zusammengewürfelte Chronik der modernen Chemie, ein leidenschaftliches Pamphlet, in dem sich Plichta seine Wut auf Hochschulprofessoren von der Seele schreibt, die seine Ideen einfach nicht ernst nehmen wollen, und nicht zuletzt auch eine intellektuelle Autobiografie des fantasievollen Erfinders Plichta.

Dabei mutet der Autor seinen Lesern einiges zu: So erfahren wir, dass die Evolution laut Plichta durch Primzahlen gesteuert wurde und der Mensch von vornherein als Endprodukt dieses geheimen Schöpfungsplanes feststand. Oder, dass Plichta ein diskusförmiges Raumschiff erfunden hat und sich den Geistesblitz sogar rechtlich schützen lassen konnte, weil davor "erstaunlicherweise" dem Patentamt "keine einzige Anmeldung eines diskusförmigen Fluggerätes" vorgelegt worden war.

Trotz solcher Behelligungen bietet das Buch insgesamt eine recht abwechslungsreiche Lektüre. Plichtas Fantasien machen Lust darauf, Lehrbuchweisen zu hinterfragen und Wissenschaft einmal aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. --Günther Strauss

Kurzbeschreibung

Peter Plichta entwickelt ein revolutionäres Energiekonzept: Wer zählt die Milliarden, die vom Steuerzahler für die Entwicklung alternativer Energiekonzepte aufgebracht worden sind? Und was ist dabei herausgekommen? Es bleibt keine Zeit mehr für ergebnislose Treistoff-Forschung. Erdöl und Erdgas sind bald verbraucht. Auf Kohle darf wegen der Klimaprobleme nicht zurückgegriffen werden. Sitzen wir in der Energiefalle? Dr. Peter Plichta liefert den Ausweg! Durch Verknüpfung von chemischen und mathematischen Kenntnissen, verbunden mit dem unbändigen Willen, etwas über den Hintergrund unserer Welt herauszufinden, gelang es ihm, den Treistoff der Zukunft zu entdecken: Benzin aus Sand. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zu aller erst: ich bin kein Chemiker, lediglich ein Ingenieur der Elektronik. Trotzdem hat dieses Buch sehr großes Interesse bei mir geweckt.
Dieses Buch liest sich sehr spannend, ja fast schon wie ein Krimi. Man kann regelrecht mitfühlen, wie viele Steine Herrn Plichta in den Weg gelegt wurden/werden von Wissenschaftlern, die einfach nicht genug Mut haben, auch mal quer zu denken.
Ich muß zugeben, die Idee eines solchen Silan-Öls hat mich fasziniert. Es wäre toll, wenn solch ein Treibstoff zum Einsatz käme. Aber die Idee hat aus meiner Sicht (wie gesagt, ich bin kein Chemiker) einen Haken: die Produktion von Silan-Öl verbraucht immense Mengen an Energie UND Kohle um aus Sand Silizium herzustellen.

Sand, der Grundstoff für Silizium, besteht aus einem Gemisch von Silizium und Sauerstoff. Dieser Sauerstoff muß vom Silizium entfernt werden. Dazu benutzt man Kohle. Als Resultat erhält man Rohsilizium und eine Menge Kohlendioxid. Pro Kilo Silizium werden ca. 14KWh Energie benötigt. Und da hat man immer noch kein Silan-Öl.
Die Idee, eine Art Baum mit Solarzellen zu bauen um die zur Herstellung notwendige Energie zu erzeugen, ist sehr kurios und geht wohl am Ziel vobei. Generell bleibt die Solarenergie als Stromproduzent für Silan-Öl fraglich. Folgende Rechnung soll dies verdeutlichen:

Pro Quadratmeter Fläche kann eine heutige Solarzelle (18% Wirkungsgrad und ca. 1.5KWh Sonnenleistung pro Quadratmeter) etwa 0.27KWh Strom pro Quadratmeter produzieren. Also bräuchte man ca. 50 Quadratmeter Solarzellenfläche um 1 Kg Silizium pro Stunde zu produzieren. Man kann sich denken, wie gigantisch groß der Solarzellenpark sein muß, um die benötigten Strommengen zu erzeugen. Und wie gesagt: es wird auch Kohle benötigt.

Alles in allem muß man das Silan-Öl für die Raketenindustrie als Treibstoff auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Und für die Zukunft, unsere Ölreserven halten auch nicht ewig, könnte das Silan-Öl eine Alternative im Automobilbereich sein.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Chemiker Dr. Peter Plichta glaubt, eine Lösung für das CO2-Problem und das Erdölmangelproblem gefunden zu haben: Ein Ersatz von Kohlenwasserstoffen als Energieträger in Formen wie z. B. Benzin durch chemisch hergestellte, langkettige Siliziumwasserstoffe (Silane).

Auch wenn ich persönlich sowohl am CO2-Problem (nach Hartmut Bachmann eine Erfindung der Wall Street) als auch am Ende des Erdöls (siehe z. B. abiotische Theorie; auch am "knappen" Erdöl verdienen einige anscheinend sehr gut) so meine Zweifel habe, so finden wir hier ein faszinierendes populärwissenschaftliches Buch. Wie könnte man die gigantischen Mengen von Sonnenenergie in Wüstengebieten dieser Erde nutzen, um Treibstoff für Fahrzeuge herzustellen? Leider ist die häufig anderenorts vorgeschlagene Wasserstofftechnologie aus mehreren auch im Buch angedeuteten Gründen keine Lösung.

Sehr kenntnisreich berichtet der Autor über die elementare Bedeutung von Petro- und Stickstoffchemie für praktisch alle Dinge, die den Menschen wichtig sind, einschließlich des "Vaters aller Dinge". Er schildert seine eigenen Entdeckungen relativ langkettiger Silane und geht darauf ein, warum sich dieser Stoff exzellent als Raketentreibstoff eignen würde (ungiftig, keine schweren Drucktanks erforderlich, relativ hohe Dichte=kleinere Tankgröße, Oxidationsmittel muß nicht zusätzlich mitgeführt werden!). Diese Vorteile kämen speziell für die untere Stufe eines Raumtransporters nach dem Sänger-Konzept und eine von Plichta selbst ersonnene, scheibenförmige Flugzeugkonstruktion zum Tragen.

Schließlich kommt der Plichta zum Kern seines Anliegens, der Möglichkeit eines Silizium-Stickstoff-Kreislaufs zur Energieversorgung analog zum Kohlenstoffkreislauf in der Natur. Bei der Verbrennung von Silan kann nach Entdeckungen von Dr. Plichta offenbar nicht nur der Sauerstoffanteil, sondern auch der Stickstoffanteil der Luft verbrannt werden. Dabei können feste Verbrennungsprodukte mechanisch aus den Abgasen gefiltert und noch sinnvoll z. B. zu Stickstoffdünger verarbeitet werden. Hier empfielt der Autor die Herstellung von Silan aus Wüsten-Solarstrom, wobei der Rohstoff Silizium für Solaranlagen und Silan dort praktischerweise in fast unbegrenzten Mengen vor Ort ist. Allerdings ist Silan nicht aus direkter Ersatz für Erdöl oder Benzin geeignet, sondern braucht etwas andere Anlagen für Transport, Lagerung und speziell Verbrauch, sprich, andere Motoren. Hier hat sich der Autor sowohl über ein spezielles Düsentriebwerk als auch über einen verbesserten Wankelmotor, bei dem das Verbrennungsprodukt von Silan gleich als Schmierstoff dient, Gedanken gemacht. Trotzdem erscheint mir das Konzept schwer durchsetzbar, da es von der Herstellung über Transport und Lagerung bis hin zum Verbrauch neue Wege erfordert. Trotzdem begeistert mich die Konsequenz, mit der solch ein Konzept von Plichta über Jahrzehnte entwickelt und durchgeplant wurde.

Über das Buch verteilt finden sich zahlreiche Schilderungen, wo der Autor auf Widerstände, Gegnerschaft, Unverständnis oder sogar Plagiatismus seiner Arbeiten und Ideen durch Leute, von denen er sich Zusammenarbeit erhofft hatte, gestoßen ist und das Funktionieren von Strukturen in Wissenschaft und universitärer Forschung, Wirtschaft und Politik, leider meist gegen echte Innovationen. Dabei ist er sich auch nicht zu schade, Namen zu nennen. in diesem Punkt gibt es Gemeinsamkeiten mit dem Buch Das Galilei Syndrom. Unterdrückte Entdeckungen und Erfindungen, mit dem Unterschied, daß dieser Autor von persönlichen Erfahrungen berichtet.

Sehr positiv hervorheben möchte ich einen Stil, der auch komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge unaufdringlich und gut lesbar auf den Punkt bringt, manchmal erstaunlich kompakt und gelegentlich mit einem kleinen Augenzwinkern. Er erinnert mich ein wenig an den wunderbaren Joachim Fernau. Leider enthält das Buch einige sachliche Fehler, wo der Autor seine Kernkompetenz verläßt, z. B., wo er auf S. 30 in seiner Begeisterung für Silizium Siliziumgleichrichtern eine historische Schlüsselrolle in der Technik zuschreibt, was nicht korrekt ist.

Diese Rezension bezieht sich auf die 3. Auflage von 2008, die lieferbar, aber aus mir unbekannten Gründen bei Amazon nicht erhältlich ist. Das Buch enthält keine Hinweise darauf, daß das Buch gegenüber der ersten oder zweiten Auflage überarbeitet worden wäre, was etwas schade ist, da man abgesehen von wenigen Fehlern als Leser gerne gewußt hätte, was zum Beispiel aus den 2001 gestarteten Versuchen zur Entwicklung eines Verfahrens zur Massenproduktion von Silan geworden ist.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
KOHLE benötigt 10. Juni 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wie gesagt, dass keine Treibhausgase bei der Verbrennung von Silanen bestehen, liegt auf der Hand. Leider wird aber das Problem der Enerieversorgung wie allzu oft auch hier nur auf den Energieträger geschoben. Wie aber kommt die Energie IN den Energieträger hinein? Offenbar durch Oxidation von Kohle! Nun, genau das machen wir heutzutage auch schon, nur dass wir direkt bis zum CO2 gehen und Hr Prof Plichta nur bis zum CO geht, das toxisch ist. Also schlägt er vor, daraus Methanol zu machen. Was macht man aber mit tausenden von Tonnen von Methanol (weil diese Menge wird mindestens anfallen, wenn man nur mehr Silanöle verwendet!)??? Man kann sie zur Energieversorgung verbrennen!!! Zumindest ist das das einzig sinnvolle, denn ins Meer kippen würde ich das auch giftige Methanol nicht! Und bei dessen Verbrennung entstehen ..... erraten TREIBHAUSGASE.
Also wieder nichts!
Viel eher ist tatsächlich zum Überlegen, ob die Solarenergie nicht gleich für künstliche Kohlenwasserstoffe genützt wird, als den Umweg über das Silan zu gehen, dass zugegeben einen höheren Direkbrennwert hat.
Meine Damen und Herren, führen Sie sich eines vor Augen. Mit künstlichen Benzin könnte man die vorhandene Technologie nutzen, mit Silanölen wäre eine komplett neue Maschinerie vonnöten! Dies beginnt damit, dass ein Verbrennungsprodukt eine FESTSTOFF ist, nämlich Siliziumnitrid Si3N4!!!
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Wissenschaft im heutigen Diktat und Widerstandsrecht 0 25.12.2010
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