Aus der Amazon.de-Redaktion
Als Bühnenstück wurde
Bent 1979 uraufgeführt, mit Ian McKellen in der Hauptrolle der Londoner Produktion und Richard Gere in der späteren Broadway-Version. Die Filmversion wurde vom Dramatiker Martin Sherman selbst adaptiert und verfolgt die Geschichte zweier homosexueller KZ-Insassen, die nach Dachau gebracht werden und sich dort ineinander verlieben. In ihren Bemühungen, dem Horror des Holocaust entgegenzutreten, benutzen sie ihre Beziehung als emotionale Stütze. Max (Clive Owen) würde lieber den gelben Davidsstern tragen und sich als Jude ausgeben, als mit dem rosa Dreieck stigmatisiert zu sein, das ihn als Homosexuellen ausweist. Horst (Lothaire Bluteau) macht ihm wegen seiner Homophobie schwere Vorwürfe. Später wird der Spieß jedoch umgedreht, und Max findet durch Horst die Kraft, seine sexuelle Identität sowohl lebendig zu erhalten als auch letztendlich anzunehmen.
Bent beginnt im kriegszerstörten Berlin. Regisseur Sean Mathias, der zuvor bei Indiscretions mit Juse Law Regie führte, hat einen Film geschaffen, der mit seiner schlichten, stilisierten und trostlosen, zu Schutt und schicker theatralischer Unordnung zerbombten Welt an Ian McKellens Richard III erinnert. Es gibt viele ergreifende wie auch erschütternde Szenen. Das Ergebnis ist ein tristes Werk, das als Erinnerung daran dient, dass Intoleranz dem Individualismus und der Liebe letztendlich nichts anhaben kann. Obwohl Bent für seine Darstellung des dekadenten Berliner Nachtlebens, in dem gegen entsprechende Bezahlung nichts unmöglich war, als nicht-jugendfrei eingestuft wurde, entschied MGM, die Eröffnungsszenen nicht herauszunehmen, um den Film in seiner Gesamtheit zu erhalten -- auch wenn ihm dadurch der Weg zum verdienten Erfolg erschwert wurde. --Paula Nechak
Video Jakob Kurzinhalt
Berlin 1934: In der Nacht vor dem sogenannten Röhm Putsch feiert man in Gretas Club die letzte Party. Auch der lebenslustige Max und sein Freund Rudy lieben das schwule Nachtleben. Obwohl er an seinem Liebhaber hängt, kann Max einem attraktiven SA-Mann nicht widerstehen. Es ist die berüchtigte Nacht der langen Messer und Max Eroberung wird in der Wohnung von Max und Rudy von der SS ermordet. Max und Rudy können fliehen, werden aber gestellt und nach Dachau deportiert. Im Zug ins Konzentrationslager lernt Max von dem Mitgefangenen Horst mit der neuen Ordnung zurechtzukommen. Um zu überleben, tut er, was die Gestapo verlangt, verleugnet seine Homosexualität und beteiligt sich an der Ermordung seines Liebhabers. Im Konzentrationslager schleppen Max und Horst Steine. Trotz der Qualen, trotz der strengen Bewachung und ohne sich berühren zu dürfen, finden sie einen Weg sich zu lieben. Durch seine Verbundenheit mit Horst begreift Max, dass in der Beziehung zwischen zwei Menschen weniger die körperliche Liebe als vielmehr Vertrauen und Nähe wichtig ist.