Benny ist ein Einzelkind und lebt mit seinen Eltern in einer Mietwohnung. Er hat eine Videokamera und ist von diesem Hobby besessen. Er filmt alles und jedes. Auf dem Hof seiner Großeltern filmt er die Schlachtung eines Schweins und entwendet den dafür benutzten Schussapparat.
Vor dem Videogeschäft lernt Benny ein fremdes Mädchen kennen. Es ist Wochenende und seine Eltern sind verreist. Er nimmt sie mit nach Hause, zeigt ihr seine Videosammlung und die beiden albern herum. Auch den Schussapparat holt er hervor und es kommt zu einer sehr schweren Verletzung bei dem Mädchen. Geschockt und unfähig die richtige Entscheidung zu treffen, lädt Benny nach und beendet das Begonnene nach mehreren Schüssen. Durch das Video wird Benny zu zwei Personen, zum Täter und zum Dokumentarfilmer eines ganz besonders schlimmen Ereignisses.
Wie ein Kind das ein Glas Milch verschüttet hat, versucht Benny danach sein Zimmer zu reinigen. Mit ihm geschieht etwas, er verändert sich. Er lügt und schlägt einen Freund. Er lässt sich den Kopf kahl scheren.
Die Eltern bemerken rasch die Tat und eine neue Entscheidungsebene tut sich auf. Sicher, das die Tat unbemerkt blieb, versuchen sie weiteren Schaden von ihrem Sohn und ihrer Familie abzuwenden. Mutter und Sohn fahren in Urlaub und der Vater kümmert sich um die Leiche. Als die Familie wieder zusammen ist stellt der Vater Benny die entscheidende Frage. Benny stellt sich etwas später der Polizei.
Der Film macht betroffen. Durch die knappen Dialoge, liegt der Fokus auf den Handlungen und den Personen. Die Videos schaffen gewollte unangenehme Wiederholung der wichtigsten Ereignisse. Doch die Wertung, Unfall, Leichtfertigkeit, Fahrlässigkeit, Vorsatz muss der Zuschauer selbst treffen. Ein Film, der wegen seiner Authentizität unter die Haut geht.