Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gott muss verrückte Menschen mögen, sonst hätte er nicht so viele von ihnen gemacht., 10. Oktober 2006
Benny lebt mit seiner Schwester Joon zusammen. Er leitet eine Autowerkstatt und kümmert sich zu Hause ebenfalls um das Wichtige. Joon ist geistig instabil. Sie malt und ist durchaus in der Lage komplexe Zusammenhänge zu erfassen. Aber von Zeit zu Zeit rastet sie aus. Die allgemeinen Gesellschaftsregeln sind ihr dann fremd. So sorgt sie für ein Verkehrschaos und es ist ihr gleichgültig wenn zu hause etwas in Brandt gerät. Mit dem lokalen Aufsichtspersonal ist sie durch und Benny muss sie notgedrungen unbeaufsichtigt lassen. Einziges Highlight für den Zwangssingle Benny sind die Pokerabende mit seinen Werkstattkollegen. Die Einsätze sind originell, müssen aber eingehalten werden wie Ehrenschulden. Als Joon einmal daran teilnimmt verliert sie und Benny bekommt dem Neffen Sam eines Arbeitskollegen abgetreten. Sam ist ebenfalls nicht von dieser Welt. Irdischer Wohlstand beschränkt sich für ihn auf ein weiches Bett für das er sich dann auch noch bedankt. Er kommt gut mit Joon zurecht, ohne eine wirkliche Aufsicht zu sein. Als Joon und Sam sich näherkommen gehen bei Benny die Alarmglocken an und er schmeißt Sam kurzerhand raus. Joon ist verzweifelt, Sam schleicht ums Haus. Als beide mit dem Bus türmen wollen, bekommt Joon wieder einen ihrer Stressmomente. Sie wird in eine geschlossene Krankenhausabteilung eingewiesen. Sam und Benny schließen sich zusammen sie zu versuchen zu erreichen, dass sie wieder entlassen wird. Humor und Einfühlungsvermögen gehen hier Hand in Hand und schaffen eine angenehme wenn auch zeitweise schwierige Atmosphäre. Angenehme Filmunterhaltung mit einem hervorragendem Jonny Depp in der Rolle des Sam.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein kleines Meisterwerk, 10. August 2004
Haben Sie schon einmal einen Film gesehen, nachdem Sie die ganze Welt hätten umarmen können?? Dies ist ein solcher Film. Eine berührende Handlung, für die man jedoch keine Taschentücher braucht. Liebevolle Charaktere, die man sofort ins Herz schließt, gespielt von absolut überzeugenden Schauspielern. Besonders Johnny Depp hat sich selbst übertroffen. Diese romantische Komödie ist wie ein kleines Schmuckstück, das man sich für ganz besondere Anlässe aufhebt, ein Film, den man gerne mit ganz besonders lieben Menschen teilen möchte, und den man sich anschaut, um glücklich zu sein. Die Austattung der DVD selbst ist eher typisch für ältere Filme (immerhin ist er, wenn ich mich nicht irre aus 1993), also zwar mehrere Tonspuren und ein paar Outtakes, aber diesen Film kauft man sich nicht wegen der Extras auf DVD, sondern, weil er so hoffentlich ewig hält. Eine Videokassette würde das nicht aushalten, über Jahre hinweg jeden zweiten Tag angesehen zu werden....und das ist der FIlm allemal wert.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Viel Humor und ein schwieriges Thema, 30. Oktober 2006
Benny und Joon ist ein sensibler Film darüber, wie schwierig es ist, selbst für den Menschen, den wir lieben, das Beste zu wollen und zu tun. Und er behandelt das (Tabu-)Thema einer Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen, die außerhalb unserer Norm sind. Nachdem sie ihre Eltern durch einen schrecklichen Unfall verloren haben, hat der große Bruder, Benny, für seine kleine Schwester, Joon, die Verantwortung übernommen. Dies ist keine leichte Last, denn Joon ist psychisch krank und wird Zeit ihres Lebens kein unabhängiges Leben führen können. Die Ärztin setzt daher Benny immer mehr zu, Joon in eine entsprechende Pflegeeinrichtung einweisen zu lassen, da sie der Ansicht ist, dass das gegenseitige Abhängigkeitsverhalten der Geschwister in Zukunft zu immer größeren Schwierigkeiten führen wird und irgendwann in einer Katastrophe endet. Benny ist jedoch der Ansicht, dass er seine sensible, intelligente Schwester damit unglücklich machen würde und sie ihm diesen Verrat nie verzeihen würde. Allerdings sieht er ein, dass Joon eine bessere Betreuung benötigt, zu der er zeitlich einfach nicht in der Lage ist. Hier erweist es sich als unvermuteter Glücksfall, dass Benny gezwungen ist, einen Verwandten eines Mitspielers in seiner Pokerrunde aufzunehmen. Sam hat eine etwas verschrobene Art und Benny vermutet, dass sein neuer wortkarger Freund kein geistiges Genie ist, aber dafür lässt er sich bereitwillig im Haushalt einspannen. So kommt es, dass Joon endlich nicht mehr allein im Haus ist und tatsächlich scheint sie sich bald auch an Sam zu gewöhnen. So hat Benny endlich wieder mehr Freiraum und sogar etwas Pri-vatleben. Mit der Zeit lernen sich Sam und Joon immer besser kennen und entdecken einander. Benny, der Sam nur als gutmütigen Clown wahrnimmt, merkt davon nichts. Nicht einmal als Sam sich vorsichtig erkundigt, wie krank Joon denn eigentlich wirklich sei, ahnt er etwas von der Liebesbeziehung zwischen den beiden. So tickt er völlig aus, als die beiden ihn mit ihrer Liebe konfrontieren: Er wirft Sam aus dem Haus und droht Joon mit der Einweisung ins Heim. Dieses traumatische Ereignis löst bei Joon einen neuen Krankheitsschub aus. Benny wird bewusst, wie falsch sein Verhalten war. Aber wie kann er seine Fehler wieder gutmachen? Gibt es noch eine Chance für Benny und Joon? Die Schauspieler sind insgesamt überzeugend besetzt. Am herausragendsten ist allerdings Johnny Depp, der die Person des Träumers, Sam, mit Leben füllt und durch seine Phantasie und seine ausdruckstarke Mimik Herzen gewinnt.
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