...ist der zweiteiler "Benno macht Geschichten" aus dem Jahr 1982 ohne jeden Zweifel.
TV-Premiere für den ersten Teil war am 09.04.1982 und für den zweiten Teil am 11.04.1982, jeweils um 20:00 Uhr im 1. Programm des Deutschen Fernsehfunks (DFF) bzw. DDR-Fernsehens.
Die Produktionen "Papas neue Freundin" (1960) und "Vielgeliebtes Sternchen" (1961) in denen Helga Raumer, Peter Herden, Angelica Domröse und Claus Jurichs die Hauptrollen spielten, stehen am beginn einer langen Reihe heiterer Fernsehfilme, die aus der Feder von Autor Hermann Rodigast stammen.
Später folgten Mehrteiler wie "Aber Vati!" (1974/79) oder Filme wie "Schwester Agnes" (1975) und "So ein Bienchen" (1977).
Meistens standen Kinder mit ihren Streichen, die sie den Erwachsenen spielten, im Mittelpunkt der Filmerzählungen. So auch in "Benno macht Geschichten".
Inhalt:
Da die Eltern von Benno (Torsten Rennert) beruflich stark eingebunden sind und daher kaum Zeit für ihn haben, sehnt sich der Berliner Junge nach einer Bezugsperson, die sich seiner Probleme annimmt, ihm zuhört und natürlich Zeit für ihn hat. Während einer Zugfahrt lernt Benno den Rentner Oskar Schrader (Erwin Geschonneck) kennen, der für sein Leben gern kocht, alte Uhren sammelt, Zauberkunststücke beherrscht und mitten im Grünen wohnt.
In den Sommerferien darf Benno schließlich mit Genehmigung seiner Eltern (Renate Blume-Reed und Carl-Hermann Risse) zu ihm. Zwischen den beiden entwickelt sich eine echte Freundschaft.
Der Nachbarschaft spielt Benno zusammen mit seinem neuen Kumpel Mutz (Thomas Hoffer) gern Streiche. Wie etwa der verschrobenen Tierliebhaberin Irma Kalweit (Agnes Kraus) oder dem rüpeligen Draufgänger Ralf Klotz (Henry Hübchen).
In weiteren Rollen sind so renomierte Schauspieler wie Walfriede Schmitt und Wolfgang Greese zu erleben. In einer kleineren Rolle als Freundin von Schürzenjäger Ralf Klotz ist übrigens die junge Janina Hartwig zu sehen.
Heute kennt man sie vorwiegend in ihrer Rolle als Schwester Hanna in der erfolgreichen TV-Serie "Um Himmels Willen", in der sie seit 2006 an der Seite von Fritz Wepper als Bürgermeister Wöller, aus der fiktiven Kleinstadt-Gemeide Kaltenthal zu erleben ist.
Bildbewertung:
Das Bild kommt digital restauriert im Format 4:3 daher. Die beiden Silberscheiben vom Typ DVD 5 zeigen die beiden Teile des Fernsehfilms mit einer Gesamtlaufzeit von 140 Minuten in ausgezeichneter Qualität.
Die Farben kommen kräftig, Bildschärfe, Helligkeit und Kontrast kommen gut ausbalanciert zur Ansicht.
Kleinere Bildfehler sind dem Alter des zur Verfügung stehenden Ausgangsmaterials geschuldet. Allerdings sind diese kaum warzunehmen. Wenn überhaupt fallen sie erst auf den zweiten Blick auf.
Das vierseitige Booklet bietet lediglich eine kurze Inhaltsangabe zum Film, einen Auszug aus einem Gespräch mit Szenarist und Autor Hermann Rodigast, sowie ein paar wenige Hinweise zu aktuellen DVD-Neuerscheinungen in der Reihe "DDR TV-Archiv". Die DVDs selbst bieten ausser den beiden 90 minütigen Hauptfilmen kein weiteres Bonusmaterial an.
Tonbewertung:
Der Ton im Format Dolby Digital Mono 2.0 ist sauber und klar zu verstehen.
Auch hier ist es erfolgreich gelungen, das Beste aus dem immerhin schon 27 Jahre alten Ausgangsmaterial herauszuholen.
Gesamturteil:
Wer seine Freude an "Aber Vati!" hatte, der wird diesem zweiteiler ebenfalls etwas abgewinnen können. Denn hier wird pure Familienunterhaltung geboten, bei der man herzlich Lachen kann.
Fazit:
Ich wünsche jedem interessierten Zuschauer viel Spaß und Gute Unterhaltung mit einem weiteren Klassiker ostdeutscher Fernsehunterhaltung aus dem "DDR-TV-Archiv".