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Benedikts Vermächtnis und Franziskus`Auftrag: Entweltlichung. Eine Streitschrift [Gebundene Ausgabe]

Paul Josef Cordes , Manfred Lütz
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. Mai 2013
Papst Benedikt XVI. hat mit seiner berühmten Freiburger Rede eine „Bombe“ gezündet, die nur mit Mühe entschärft werden konnte. Doch es sieht so aus, als könnte Papst Franziskus diese Bombe jetzt doch bald hochgehen lassen. Es geht um die Entweltlichung der Kirche. Was heißt das für kirchliche Privilegien? Könnte es sein, dass die Kirche selbst darauf verzichtet? Auf Geld, auf Macht, auf Einfluss? Das Thema ist höchst brisant. Denn wenn solche Vorschläge von Päpsten kommen, kann man sie nicht gut als antikirchliche Propaganda abtun. Kardinal Paul Josef Cordes macht die spirituelle Bedeutung des Begriffs Entweltlichung für jeden Einzelnen lebendig. Was Entweltlichung aber für die machtvollen katholischen Institutionen in Deutschland heißen könnte, dazu bietet Manfred Lütz eine schonungslose Analyse und macht brisante Vorschläge.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 2 (16. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451219778
  • ISBN-13: 978-3451219771
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 260.567 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul Josef Cordes, deutscher Kurienkardinal, ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum.
Manfred Lütz, Dr. med., Psychiater, katholischer Theologe, Bestsellerautor, er leitet das Alexianer-Krankenhaus in Köln.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Metzger sollte es verstehen 2. Juni 2013
Von Christoph Müller TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn wir uns über die Entweltlichung der katholischen Kirche unterhalten, dann geht es vor allem um die Glaubwürdigkeit der römischen Kirche. Mit diesem Gefühl klappt man das Buch „Benedikts Vermächtnis und Franziskus Auftrag“, das der Psychiater Manfred Lütz und der Kurienkardinal Paul Josef Cordes in diesen Tagen veröffentlicht haben. Problematisch erscheint es, dass das Buch „Benedikts Vermächtnis und Franziskus Auftrag“ dem Medienhype um den argentinischen Pontifex und der Schnellebigkeit der heutigen Medienwelt geschuldet zu sein scheint. Denn vor allem der Psychiater Manfred Lütz bleibt in einer plakativen Diskussion um die Rolle der kirchlich gebundenen Träger im deutschen Gesundheits-und Sozialwesen stecken.

Der Kurientheologe Paul Josef Cordes wartet da schon mit schwererem Gewicht auf, wenn er seine theologische Grundlegung zur Frage der Entweltlichung beschreibt. Seine Ideen hätten aber auch mehr Gründlichkeit und Überzeugungskraft verdient, als es das Buch „Benedikts Vermächtnis und Franziskus Auftrag“ vorstellt. Es überzeugt, dass zwei Zeitgenossen, die in den vergangenen Jahren aufrecht zur katholischen Kirche stehen und sich für diese Aufrichtigkeit auch eine Menge Kritik anhören müssen, auch sehr abwägende Worte zum Erscheinungsbild der katholischen Kirche in der Gegenwart finden.

„Institutionelle Macht über Menschen auszuüben, bei denen von vornherein klar ist, dass sie sich gar nicht mit der Kirche identifizieren wollen, toleriert die Gesellschaft nicht mehr“(16), heißt es schon sehr früh. Diesen Gedanken bis zum Ende durchzudeklinieren, könnte bedeuten, dass die katholische Kirche im Hier und Jetzt den eigenen Standort neu bestimmt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Das Bändchen "Entweltlichung" von Kardinal Paul Josef Cordes und von Manfred Lütz hat nur 160 Seiten, aber es hat es in sich. Es knüpft an die berühmte Freiburger Rede Papst Benedikts XVI. vom 25.9.2011 an, in der dieser gefordert hatte, dass die Kirche sich „gewissermaßen entweltlichen“ müsse, um ihre Sendung zu verwirklichen (20). Benedikt ging so weit, die Enteignungen von Kirchengütern nach der Französischen Revolution als heilsam für die Kirche zu bezeichnen. Benedikts Rede war ein flammender Appell zur Umkehr, ein Aufruf zu einer veritablen Re-Formation der katholischen Kirche in Deutschland (11). Die Rede war ein Skandal!

Es ist nicht ohne Pikanterie, aber insbesondere nicht ohne Tragik, wie Kardinal Cordes schildert, dass der Aufruf Benedikts zur Entweltlichung für das katholische Establishment etwas so fundamental Neues war, dass er von führenden Katholiken - einige werden mit Namen genannt - entweder nicht verstanden oder sehr wohl verstanden, aber als „nicht hilfreich“ abgewehrt wurde (27). Kardinal Cordes dazu: „Je weltlicher… eine Kirche geworden ist, desto heftiger reagiert man auf die Zumutung der Entweltlichung.“

Ganz anders der der neue Papst Franziskus: Er nahm das Motiv der Entweltlichung in seiner ersten Rede vor den Kardinälen am 14. März 2013 auf, indem er eine "arme Kirche für die Armen" forderte und seine Zuhörer davor warnte, „weltlich“ zu sein (10). Franziskus setzte umgehend nonverbale Zeichen in dieselbe Richtung: Er ließ die für ihn bereit gestellte Luxuslimousine stehen, verzichtete auf den päpstlichen Schulterumhang, die purpurne Mozzetta und auf das prächtige päpstliche Brustkreuz.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ,Zur Zeit wichtiger als die Bibel 21. Juni 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Vor ca. 30 Jahren habe ich während eines privaten Gespräches mit einem Direktor der Deutschen Bank, München, ihm die Frage gestellt, welche Hauptaufgabe er der Katholischen Kirche zumisst. Er antwortete "Caritas, die caritativen Aufgaben". Das habe ich korrigiert und ihm sagen müssen "Das ist wohl auch wichtig, aber nicht die Hauptaufgabe. Die Hauptaufgabe ist, den Glauben zu leben,zu vermitteln, und an Hand dessen zu "verbreiten".

Angesichts die in diesem Buch aufgeführten Zahlen (auf der Seite 13) fühle ich mich mehr als bestätigt. Denn ein Jahresetat von rund einer Milliarde Euro allein im Bistum Köln mit über 50.000 kirchlichen Angestellten, unter anderem in 54 katholischen Krankenhäusern, angesichts von nur etwa 215.00 katholischen Kirchenbesuchern, rechtfertigt erst recht meine obige Aussage.

In diesem Buch wird deutlich, was die Geistlichkeit aus dem einstigen Auftrag, den unser Kirchengründer, Jesus Christus und sein Nachfolger Petrus seiner Kirche aufgetragen hat, machen und was heute nicht mehr eingehalten wird. Das muss sich ändern. Dieses Buch ist im heutigen Sinne ein besserer Leitfaden dazu, als es die Bibel sein kann. Ohne Bibel aber wäre allerdings auch dieses Buch nicht möglich.

Christus hat in Gleichnissen zu den Menschen geredet. Zu Menschen der damaligen Zeit. Ich kann jedem Theologen nur raten, sprecht zu euren Gläubigen in Gleichnissen der heutigen Zeit, nur so erreicht ihr auch die noch der Kirche Fernstehenden. Workshops und Rezitationen kommen nur da an, wo man ein Heimspiel hat. Und das hat Christus nun wirklich nicht mit seinem Auftrag gemeint. Gleichnisse der heutigen Zeit bedeuten nun nicht, das dem Zeitgeist zugearbeitet wird.
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