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Benedikts Kreuzzug: Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft
 
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Benedikts Kreuzzug: Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Alan Posener
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (1. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550087934
  • ISBN-13: 978-3550087936
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alan Posener
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Ich halte Benedikts Denken für irregeleitet“, sagt Autor Alan Posener überzeugt. In seiner Anklage versucht der Journalist zu beweisen, dass der deutsche Papst die Revolution der Moderne ungeschehen machen wolle. Wenn also Benedikt XVI. die „Diktatur des Relativismus“ anprangert, wertet das Posener als Angriff auf den aufgeklärten Pluralismus. Zugeständnisse an die Pius-Bruderschaft gehören demnach zum Versuch, Fenster zu schließen, die das Zweite Vatikanische Konzil in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgestoßen hatte.

Hart ins Gericht geht Posener mit dem Geschichtsverständnis des Papstes, wenn dieser glaubt, die Indianer hätten – ohne es zu wissen – schon immer Jesus Christus gesucht oder die Deutschen seien von den Nazis verführt worden. Zudem brandmarkt der Kirchenkritiker die katholische Sexualmoral, die Verhütung ablehnt, selbst Vergewaltigungsopfern keine Abtreibung zugestehen will und die Homosexuellen und emanzipierten Frauen feindseelig gegenüber stehe.

Christentum wie Islam wirft Posener eine „Kultur der Repression“ vor. Wenn sich Religion selbst als absolut wahr setze, dann sei das „in letzter Konsequenz die Logik des Dschihad“. Der auf die Spitze getriebene Vorwurf lautet, der Pontifex stehe dem Islamismus in grundsätzlichen Glaubensfragen näher als dem westlichen Pluralismus. Und dass dem einst als reaktionär bezeichneten Kardinal Ratzinger nach seiner Wahl zum Papst auf einmal begeistert zugejubelt wird – darüber mag Posener nur den Kopf schütteln.

Wenn man so will, legt sich der deutsch-britische Autor in seiner Streitschrift mit einem Sechstel der Menschheit an. Seine Papst-Anklage kommt stets kritisch, oft angriffslustig, ab und zu polemisch und bisweilen verbissen daher. Letzteres tritt oft zu Tage, wenn sich Kritiker des Katholizismus an der ungeheuer vielschichtigen Institution und ihrer Führung abarbeiten.

Von katholischer Seite wäre es zu einfach, dieses Buch als feindseelig abzutun. Denn bei aller Härte der Vorwürfe argumentiert der Autor nachvollziehbar, liefert fleißig Belege – und hat es deshalb verdient, ernst genommen zu werden. Ein offener Dialog von Kirchenseite würde zudem beweisen, dass die katholische Kirche durchaus bereit ist, den kontroversen demokratischen Wettstreit der Meinungen anzunehmen als auch für gut zu heißen.
– Herwig Slezak

Pressestimmen

»Der oberste Hirte sei rachsüchtig und hasserfüllt, glaubt Alan Posener, der dieses kritische und gute Buch verfasst hat.« Kölner Stadt-Anzeiger, 27.08.09, Rolf Helfert »Alan Posener hat mit Benedikts Kreuzzug ein sehr gescheites und wichtiges Buch vorgelegt. Vielleicht die scharfsinnigste Analyse, die bislang über den derzeitigen Papst erschienen ist.« Deutschlandfunk, Nikolaus German, 23.11.09 »Langweilig ist Poseners Buch nie. Freundliche Abhandlungen gibt es schließlich schon genug.« Leipziger Volkszeitung, 06.11.09 »Entstanden ist ein keine wissenschaftliche Abhandlung, kein Buch für Liebhaber der Theologie, sondern eine Streitschrift. Eine schonungslose bisweilen zynische Abrechnung.« Der Tagespiegel, Claudia Keller, 16.11.09 »Seine Analyse überzeugt weitgehend.« Publik-Forum, Hartmut Meesmann, 06.11.09 »Das Lesen dieses Buchs ist ein intellektuelles Vergnügen. Es geht nicht um die Denunziation eines Andersdenkenden, sondern um die ernsthafte Auseinandersetzung mit dessen Thesen. In der Diskussion vermittelt Posener zudem ein breites Panorama europäischer Geistesgeschichte. Die überaus kurzweilig zu lesende Streitschrift ist nicht nur lehrreich. Sie ist auch eine gute Warnung.« Der Freitag , 30.10.09, Sabine Pamperrien »Das neue Buch von Posener wird, so ist zu hoffen, gründliche Diskussionen anstoßen, etwa über die Frage: Wie heilig ist denn der›Heilige Vater‹ angesichts der hier vorgelegten Hinweise zu seinem vordemokratischen, wenn nicht antidemokratischen Denken?« NDR info, Blickpunkt: Diesseits, 13.09.09, Christian Modehn »Nach diesem Buch ist Papst Benedikt ein Fall für den Verfassungsschutz, mindestens.« Jungle World, 01.10.09, Ivo Bozic »Der Vatikan würde das Buch am liebsten auf den Index der verbotenene Bücher setzen. Zu ketzerisch, zu kritisch sind die Vorwürfe, die Alan Posener, 60, in seinem neuen Buch Benedikts Kreuzzug erhebt.« eurocity, Oktober/November 2009, Georg Karp »Starker Tobak, den Alan Posener abfeuert.« Bücher, 2009/06 »Man wünschte, die Repräsentanten dieser Kirche würden sich den Argumenten des Papstkritikers stellen.« Stuttgarter Nachrichten, 13.10.09

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Herbert Huber TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sehr hellsichtig und erhellend seziert Alan Posener die Weltsicht und andere Positionen Joseph Ratzingers aka Benedikt XVI. anhand seiner Reden, Schriften und Taten. "Benedikts Kreuzzug" ist durch die Sorgfalt der Argumentation, die Sachlichkeit und nahezu lückenlose Zitatnachweise mehr als eine Streitschrift, wie der Autor zurückhaltend sein Buch einstuft.
Dabei geht es hauptsächlich um die Haltung des Papstes Benedikt XVI. Alle Fragen zum Papsttum allgemein, wie diktatorische Hierarchie, Unfehlbarkeit, Prunk und Reichtum der römisch-katholischen Kirche werden nicht primär behandelt.
Die Themen ergeben sich aus dem Inhalt der Kapitel in Stichworten:
Die benedettinische Wende - "Diktatur des Relativismus" - Umdeutung der Vernunft - Umschuldung / Holocaust - Pius-Brüder / Juden - AIDS / Homosexualität / Pädophilie - Moderne Naturwissenschaften - Islam - Offene Gesellschaft
"Benedikts Kreuzzug" zeigt die Entwicklungslinien im Denken Joseph Ratzingers auf und leuchtet hinter dessen Floskeln und oberflächlich betrachtet oft stimmige Bilder. Durch subtile Wortwahl und schluddrige Argumente des Theologen Ratzingers wird die wahre Botschaft oft zwischen den Zeilen transportiert. Viele merken es nicht. Durch Poseners Analyse wird es sehr viel leichter das zu Durchschauen. Man kann dem Autor nur recht geben: Joseph Ratzinger will die Aufklärung rückgängig machen oder zumindest desavouieren und die Ergebnisse der modernen Wissenschaften relativieren. Ratzinger geißelt zwar den Relativismus wann immer es geht, doch er nutzt ihn geschickt, wenn es darum geht die Verbrechen der Christenheit ins vermeintlich rechte Bild zu setzen oder den alleinigen Wahrheitsanspruch des Vatikans zu betonen.
Für alle, die mehr über die geistige Position des Oberhaupts der Katholiken wollen, ist "Benedikts Kreuzzug" eine ausgezeichnete Lektüre.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
58 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Wahrheit tut oft weh... 19. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mehr oder weniger per Zufall dieses Buch gekauft - zumal mich das Thema Religion aktuell brennend interessiert. Was Benedikt angeht, so war mir schon in Helmut Schmidts letztem Buch "Außer Dienst" aufgefallen, dass der Altlanzler Benedikt "wortwörtlich" als gefährlichen Mann bezeichnete. Mir war der neue deutsche Papst bis dato nur "unheimlich" in mehrerlei Beziehung. Posener schreibt unter anderem für die Welt, was nicht unbedingt die Meinige ist. Sein Buch jedoch ist analytisch und ein großartiges Stück kritischer Journalsimus - in Zeiten, in denen investigatives Handwerk gerne außen vor gelassen oder juristisch bedrängt wird. Der Autor hat vor allem in einem Punkt recht: Aufklärung und Moderne sind sicherlich nicht der Ausgangspunkt für den Zerfall der Moral und durch Menschen verursachte Katastrophen. Die römisch-katholische Kirche jedoch hat über die Jahrhunderte ihren großen Teil dazu beigetragen und ihre Chance - endlich das Gute zu tun - zwischen 1933 und 1945 verspielt. Ausgerechnet für diese Kirche steht Ratzinger bzw. Benedikt - der aktuell die Rolle rückwärts übt und mit Sicherheit kein Demokrat ist. Wer Poseners spannender Auflistung von Fakten nicht glauben möchte, der kann gerne zu Benedikts Originalen greifen - er wird offenen Verstandes nichts anderes darin finden.

Fazit: Ein sehr gut recherchiertes und aufwühlend spannendes Buch.
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41 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Der Tom
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem der Hype um Richard Dawkins und andere Religionskritiker inzwischen etwas nachgelassen hat, erscheint mit "Benedikts Kreuzzug" ein Buch, das geeignet ist, die Debatte um das Verhältnis von Freiheit und Religion nicht nur neu zu beleben, sondern auch (endlich) in eine eher sachgerechte Richtung zu lenken.
Alan Posener versucht in dem Buch, seine These zu begründen, dass die römisch-katholische Kirche unter Führung des aktuellen Papstes (den er übrigens konsequent "Ratzinger" nennt und damit vom Mantel metaphysisch begründeter Unangreifbarkeit entkleidet)dabei ist, so einige Räder der Geschichte zurückzudrehen und die infolge der Aufklärung und der Überwindung mittelalterlicher Strukturen gewonnenen Freiheiten zugunsten eines "Gottesstaates" zu beschneiden.
Posener macht nicht den Fehler, den Dawkins und andere gemacht haben, nämlich sich durch eine zu fundamentale, das heißt zu sehr an den religionstheoretischen, metaphysischen Grundlagen der Religion(en) ausrichtende Argumentationslinie angreifbar zu machen. Die Mythen und Mysterien der vom Vatikan vertretenen Religion sind nicht sein Thema, ebenso wenig die Wahrheiten oder Geschichten der Bibel oder der Überlieferung. Sein Buch geht über die inhaltliche Kurzatmigkeit fundamentaler Religionskritik (ob diese nun berechtigt ist oder nicht) hinaus. Sein Thema ist die Beleuchtung der Auswirkungen religiösen Fundamentalismus' auf die moderne, die pluralistische und offene Gesellschaft. Sein Ansatz ist kein theologischer, sondern eher ein gesellschaftswissenschaftlicher, kein transzendentaler, sondern ein weltzugewandter.
Posener gibt überzeugende Belege dafür, dass hinter der aktuellen "Politik" des Vatikan mehr steckt als die Weiterführung des religiösen Betriebs in einer sich ändernden Welt. Ratzinger war in seiner ganzen innerkirchlichen Vita und ist weiterhin, nach Posners Auffassung, mit einer Mission unterwegs: die Kirche wieder zu dem zu machen, was sie einmal war, nämlich im Mittelalter.
Das hat gar nicht nur mit dem Umgang des Papstes mit der Pius-Bruderschaft zu tun. Auch dies wertet Posener als deutliches Zeichen für die mehr oder minder versteckten taktischen Maßnahmen des Vatikan zur Rückgewinnung früherer Bedeutung (und die Definition dieses "früher" kann nach Auffassung des Autors ruhig auch mal ein paar Jahrhunderte zurückgehen...). Er gibt auch viele andere Beispiele und Belege für eine in seinen Augen unpassende Rückwärtsgewandheit derer, die in der katholischen Kirche derzeit das Sagen haben und deren Ziel es ist, die Gesellschaft und den Staat der Kirche anzupassen, so wie sie sie verstehen.
Das Buch ist ausgezeichnetes "mind food", die Argumente sind klar dargestellt und gut begründet. Es regt an zu dem, was die katholische Kirche unter Führung des ehemaligen Chefs der vormaligen "heiligen Inquisition" nach Auffassung des Autors gerade zu verhindern und auszuschalten droht: zum selbständigen Denken.
Unbedingte Leseempfehlung!
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Veröffentlicht am 30. Dezember 2009 von Klaus Grunenberg
"Benedikts Kreuzzug" von Alan Posener
Der Titel des Buches ist klug gewählt. Posener arbeitet allseits Bekanntes klug heraus. Das Buch ist gut lesbar und hat nur wenige Schwachpunkte. Lesen Sie weiter...
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Augustinus versus Aufklärung
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Veröffentlicht am 6. November 2009 von M. Steiner
Ein "ALDI-Theologe", der seine Seele an die Macht verkauft hat
Der 60-jährige "DIE WELT"-Journalist (Politik und Gesellschaft) Alan Posener, in London geboren, in Malaysia aufgewachsen, hat mit großartigen Kritiken bedachte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von Roland Ropers
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