Kurzbeschreibung
Es werden basierend auf experimentell-numerischem Weg praxisorientierte Bemessungsansätze erarbeitet, mit deren Hilfe die Anordnung bzw. Vermeidbarkeit von Bewegungsfugen im theoretisch unendlich ausgedehnten ebenen Bereich (im Sinne der Feldbegrenzungsfugen) und in den Eckbereichen (im Sinne von "Eck-Dehnungsfugen") von WDVS mit keramischer Deckschicht beurteilt werden können. Für eine unendlich lange WDVS mit keramischer Deckschicht werden die Verformungen und die Beanspruchungen auf eine numerisch basierende Berechnung ermittelt. Dabei wurden die alterungsbedingten Einflüsse auf die Rißbildung in den Fugen (Stoßfugen und/oder Lagerfugen) berücksichtigt. Auf diese Weise werden für die WDVS mit keramischen Deckschichten konstruktive Empfehlungen zur Anordnung bzw. Vermeidung von Bewegungsfugen (in den ebenen Bereichen als "Feldbegrenzungsfuge" und/oder an den Eckbereichen als "Eck-Dehnungsfuge") in Abhängigkeit von den spezifischen Systemeigenschaften abgeleitet.
Über den Autor
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Eckhard Reyer, Studium des Bauingenieurwesens sowie Promotion (1972) und Habilitation (1975) an der TU Berlin, Forschungsingenieur im Krupp-Forschungsinstitut Essen und Priv.-Doz./apl. Prof. an der TU Berlin (1975 bis 1982), seit 1982 Inhaber des Lehrstuhls und Instituts für Baukonstruktionen, Ingenieurholzbau und Bauphysik der Ruhr-Universität Bochum, Prüfingenieur für Baustatik (Massivbau, Holzbau) und staatl. anerk. Sachverständiger für die Prüfung der Standsicherheit sowie für Schall- und Wärmeschutz, Partner der Ingenieurgesellschaft ITGR in Bochum.