Kurzbeschreibung
Hans Belting vereint in seinem neuen Buch drei monographische Essays unter einer gemeinsamen Fragestellung: der Frage nach einer Perspektive nach dem Ende der Perspektive in der modernen Kunst. Hans Belting eröffnet nicht nur neue Perspektiven zu den Werken von Marcel Duchamp, Hiroshi Sugimoto und Jeff Wall, das Buch handelt vom Begriff der Perspektive in den Arbeiten der drei Künstler.
Die Tür, die Marcel Duchamp in Philadelphia einbauen ließ, ist eine Metapher für eine brillante Strategie, den abgenutzten Blick in der Perspektive auf sich selbst zurück zuführen.
Der Japaner Hiroshi Sugimoto und der Kanadier Jeff Wall, zwei Protagonisten der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst, haben beide durch diese Tür geschaut, als sie ihr Werk begannen, und sich immer wieder auf Duchamp bezogen. Aber auch bei Duchamp, dem Großmeister der modernen Konzeptkunst, eröffnen Beltings Analysen und seine überraschenden Funde einen neuen Blick auf ein lebenslanges Experiment, bei dem die Kunst, im Namen der Perspektive, frei mit dem Betrachter ausgehandelt wird. Auf der Reise nach Buenos Aires gibt die Seekrankheit Duchamps den Impuls für eine höchst originelle Reflexion über Horizont, Perspektive und Schwerkraft.
Das Buch besticht durch Hans Beltings höchst kenntnisreiche und verständliche Argumentationslinie, die 65 Abbildungen führen den Leser durch die Bildkunst der Perspektive.
Über den Autor
Hans Belting, geb. 1939 in Andernach, leitet seit 1993 das Fach Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und lehrt außerdem als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied des Ordens Pour le merite und mehrerer wissenschaftlicher Akademien im In- und Ausland.