Wieder ein geniales Album,
Auch die 6. CD von Otis Taylor überzeugt. Anders als bei seinen letzten Alben „Truth ist not fiction" und „Double V" greift Otis Taylor dieses Mal auf eine größere Band zurück (Schlagzeug, Hammond B3, Trompete). Das hat den ohnehin eindringlichen und groovigen sound nicht geschadet. Im Gegenteil die Musik, die gekonnt Einflüsse aus Afrika mit Klängen aus dem Delta und den Appalachen miteinander verbindet, wirkt komplexer und noch hypnotischer. Eine sture Wiederholung des Immergleichen braucht man bei Otis Taylor nicht zu fürchten. Auf den drei letzten Alben setzt Taylor immer wieder neue Akzente.
Wieder erweist sich Otis Taylor als kritischer und scharfsinniger songwriter, der gesellschaftliche Missstände anprangert und vor dem Vergessenwerden bewahrt.
Also alles in allen wieder eine sehr interessante CD, die auch klanglich überzeugt
Ein Tipp noch am Schluss: Wem dieses Album gefallen hat, der sollte sich sich unbedingt noch die drei ersten Alben von Taylor anhören. Vor allem White african und Resepect for the death sind echte Meisterwerke.