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Ein bisschen erinnert das an Vashti Bunyan, deren Geschichte unter Lookaftering nachzulesen ist. Auch Beloved One ist ein Hippie-Folk-Album, melancholisch, stimmungsvoll und im falschen Moment doch stimmungsdrückend. Lou Rhodes nimmt in ihren Songs Abschied von der Vergangenheit, von der sie doch nicht ganz lassen kann. Da ist vor allem Andy Barlow, ein Herzensfreund, ein ewiger Gegenpol. Es hat die beiden beim Komponieren ihren komplexen Tracks fast zerrissen und doch taucht Barlow in dem Song Why auf allerdings nur, weil er noch aus alten Lamb-Zeiten stammt.
Deren nie öffentlich herausgeschriene Auflösung scheint beim Hören von Beloved One aber nicht mehr rückgängig zu machen. Die Parallelen zwischen Lamb und Rhodes Solo-Debüt auf ihrem eigenen Label sind nur noch marginal und auch werbespottaugliches Material wie Gabriel und Heaven (für Automarken verwendet) fehlt. Rhodes, die Tochter einer Hippie-Folk-Sängerin, verzichte auf jegliche digitalen Beats, verwendet kaum Drums und lässt die Perkussionsarbeit von Händen verrichten. Dafür sorgen viele Akustik-Gitarren, Geigen, Flöten und Vibraphon für eine Transparenz, die Lamb nie erreichten (oder erreichen wollten, konnten). Und für eine Nähe zu sich selbst, die Louise Rhodes bei Lamb auf allen Ebenen immer so vermisste. Mit Beloved One scheint die Sängerin mit der bezaubernden Stimme ihrem eigentliches Ich und ihrer Bestimmung näher gekommen zu sein. --Sven Niechziol
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