Kurzbeschreibung
2007 schlug ein junger Fünfer aus dem westen Deutschlands in der Gothic Landschaft ein wie eine Bombe. JESUS ON EXTASY platzierten sich in der Szene auf Anhieb als DIE junge Hoffnung der Szene und es blieb nach all dem positiven Feedback auf das Debüt nur eine Frage: wird die Band um den Dandy DORIAN DEVERAUX das Niveau halten können. BELOVED ENEMY, der neue Longplayer des Quintetts, gibt eine klare Antwort: Ja! Das Album stellt eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Ansätze dar, enthält gleichzeitig aber auch eine Menge neuer Ideen. BELOVED ENEMY ist eine Wiedergeburt im veränderten Klanggewand. Die Bandbreite hat sich zwischen satten Rockgitarren, lärmenden Wutausbrüchen, nervösen Sequenzerläufen und melancholischen Pianotupfern nochmals deutlich erweitert, wobei diese Elemente nie isoliert auftreten, sondern zusammenfinden, sich verbinden oder kontrastieren und so einen vielfältigen Klangkosmos bilden, der sich noch weniger um Konventionen schert, als dies auf HOLY BEAUTY der Fall war. Nicht die stilistische Einordnung zählt, sondern der Song per se.
Vorwürfe, die Band sei gecastet, Überreaktionen von Zeitgenossen, die den kritisch gedachten Namen JESUS ON EXTASY als platte blasphemische Provokation missverstanden, Titelgeschichten in Musikmagazinen und die Extreme des Touralltags trugen dazu bei, dass die verspielten Liebesgeschichten und Selbstbespiegelungen des Debüts auf BELOVED ENEMY einer Auseinandersetzung mit den Abgründen des Daseins gewichen sind. Und all das mit einem klaren Zuwachs an Größe, dickerem Sound, reiferen Kompositionen und letztendlich mit einem deutlich gestiegenen Hitfaktor. JESUS ON EXTASY brechen durch, keine Frage!
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