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Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer: Roman
 
 
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Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer: Roman [Taschenbuch]

Jess Jochimsen
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423244771
  • ISBN-13: 978-3423244770
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 385.370 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jess Jochimsen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eingestimmt werden wir mit einer appetitlich detailversessenen Meditation über Eiterpusteln, Schorf, Grind und blutig gekratzte Ekzeme. „Eigenschweißallergie“ pflegte der Doktor zu nennen, was Lukas Baumgarten die Jugendzeit vergällte, da die unschöne Flechte ausgerechnet in den Sommermonaten erblühte. Das Jucken endete, als Lukas aus der bayerischen Provinz in die Großstadt wechselte. Nach geflopptem Studium beendete Lukas als Nachhilfelehrer und Kirchendiener beim schwulen Pfarrer Stevie seinen Karrierehöhenflug. Gänzlich bergab ging es, als Paul, Lukas' demenzkranker jüngerer Cousin vom Lande, Einlass im Pfarrhaus begehrte. Da war es wieder, das Große Jucken!

„Ich will ein Nutellabrot!“ -- Während Lukas von dem 29-jährigen Riesenbaby in Windeseile genervt ist, scheint Pfarrer Stevie, der schon mal gerne Haschplätzchen anstelle geweihter Hostien reicht, regelrecht begeistert von dem schrägen Gast. Jess Jochimsen hat einen oberbayerischen „Rainman“ vorgelegt, der ganz schön bissig werden kann. Ob Schwester Lena in ihrer scheinheilen Provinzwelt, deren einzige Errungenschaft im Leben der Erwerb des Doppelnamens „Baumgarten-Küppers“ war; den sich durch den Roman ziehenden Irakkrieg und die europäischen „Pace“-Apostel, die vermittels einer 0190er-Nummer eine Minute lang bei VIVA für den Frieden schweigen dürfen -- eine ganze Zeitgeistfraktion kriegt von dem scharfzüngigen Satiriker ihr Fett weg. Seinen Helden Paul bewegt indes mehr und mehr die Frage, warum die gutbürgerliche Tante Erika ausgerechnet bei ihm ihren Sohn Paul kaltblütig entsorgt hat.

Das Geheimnis um Paul führt Lukas in die tiefsten Regionen ihrer gemeinsamen Dorf-Kindheit zurück. Es wird eine Zeitreise in eine mehr als merkwürdige Familiengeschichte. Geschickt stellt Jochimsen dabei immer wieder das große Weltgeschehen dem „Provinzmief“ seiner Akteure gegenüber -- und macht sie so zum eigentlichen Mittelpunkt der Welt. Als Pauls älterer Bruder Dietsche im Krankenhaus einen denkwürdigen Tod durch Stromschlag erleidet, scheint der Spannungsgipfel erklommen (versteht sich, dass Jochimsen sich nicht entgehen lässt, die Tragik des Geschehens durch gehörige Mengen an Lachgas zu konterkarieren, das im Krankenzimmer ausströmt und die Entdeckung des Toten zur echten Brüllnummer macht). Nicht so für den inzwischen verschwundenen Paul, für den sich die Polizei brennend interessiert. --Ravi Unger

kulturnews.de

Vergessen ist geil! Keinen Liebeskummer mehr, keinen Kindheitsschmerz, keine Jugendpeinlichkeiten. Lukas, der ein trostloses Dasein als Kirchendiener und Glöckner in München fristet, hat mit viel Mühe seine Familie und die ganze Bagage in der Provinz vergessen und poppt munter die Mütter seiner Nachhilfeschüler. Bis Paul auftaucht, sein Cousin, der an einer frühen Form der Demenz leidet - und alles sofort vergisst. Ein zynisches, witziges, trauriges Plädoyer für das Leben im hier und jetzt. Und für das Brechen aller zehn Gebote, für spontane Kanzlerbesuche und das versenken von Ausflugsschiffen... (bl)

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Janie TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Lustisch lustisch...
Ein kiffender schwuler evangelischer Pfaffer, der in seiner Kirche schlechte Rockkonzerte abhält. Lukas, der irgendwie eigentlich nur so vor sich hinlebt und unter dem Deckmantel, daß alle glauben, er sei der ebenfalls schwule Freund des Pfarrers, die frustrierten Mütter seiner Nachhilfeschüler beglückt.
In diese schöne Idylle knallt Paul. Paul, der sich nicht mehr erinnern kann, was er eigentlich von Lukas wollte, nur das es wichtig war und das Lukas ES wissen muß.
Lukas weiß ES aber nicht, also macht man sich gemeinsam auf die Suche und stochert mit viel Witz und Zynismus in der Vergangenheit.

Herrlich, habe mich kringelig gelacht und hatte es so rasch zu ende gehört, daß es wirklich traurig war.
Schade, daß die Lesung so enorm gekürzt wurde...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur für (junge) Erwachsene 15. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Diese Buch war ein Spontankauf, weil ich mir schon nach dem Lesen des Klappentextes im Buchladen das laute Loslachen verkneifen musste. Jess Jochimsen kannte ich vorher nicht, werde mir nun aber auf jeden Fall auch seine restlichen Geschichten zu Gemüte führen. Herrlich zynisch und mit erfrischend trockenem Wortwitz katapultiert sich dieses Buch spontan auf einen der oberen Ränge meiner Hitliste. Und hierzu reicht es nicht, einfach nur witzig zu sein. Jochimsen schaffte es auch, mich nachdenklich zu machen...über das Studium, das Leben danach, die Familien"Bande".
Wer den Humor von Sven Regener oder Jonathan Safran Foer mochte und grob meiner Generation angehört - also Mitte Zwanzig bis Mitte Dreißig - dem sei dieses Buch aufs wärmste ans Herz gelegt!
P.s.: Für Neon-Leser sowieso Pflichtlektüre ;)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bellboy 29. Juli 2007
Von Sandra Kuhn TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Jess Jochimsen legt mit diesem Roman eine nachdenklich machende Geschichte um Glöckner Lukas und Bellboy Paul vor. Lukas ist vor Jahren sang und klanglos aus dem Provinznest seiner Jugend entflohen und fristet nun ein eher trostloses Dasein nach dem Studiumsabbruch als Nachhilfslehrer und Kirchendiener. Paul hingegen zählt zu Lukas' Vergangenheit, die er jahrelang aus seinen Erinnerungen verbannt hatte. Doch Paul tritt mit einer solchen Wucht und Intensität in sein Leben, das selbst Lukas beginnt allmählich den Sinn des Lebens zu hinterfragen.
Schon bald nach der Beschlagnahme seines Alltages durch Paul muss Lukas feststellen, dass sein kleiner Cousin an Demenz leidet. Dass Lukas dies nicht wahrhaben, dass er Ursachen und Lösungen finden und Paul schließlich den schönsten Sommer seines Lebens bieten will, gehört dabei zum Wachwerden des bis dahin eher dahinvegetierenden Münchners. Er ist gezwungen sich mit seiner Kindheit auseinanderzusetzen, vielleicht auch, sie ein Stück zu verarbeiten.

Der Autor hat es geschafft Passagen einzuflechten, die mir durchaus das ein oder andere Lächeln entlockten, so z.b. die nahezu "tanzende" Beschreibung des vibrierenden Handys auf dem Tisch:
"Das Handy ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, wandte sich bald hier-, bald dorthin, gönnte sich alle paar Sekunden eine Pause und hüpfte dann wieder weiter. Improvisierte bedrohlich nah am Abgrund und tänzelte dann gekonnt zurück zur sicheren Mitte des Tischs ..."
Derartig gelungene Abschnitte hat das Buch einige zu bieten.
Der Zynismus, mit dem der Autor versucht mit Pauls Krankheit, mit Lukas' Kindheitserinnerungen sowie dem Tod umzugehen, finde ich stattdessen etwas fehl am Platz. Gewiss wird dadurch dem schwierigen Thema ein wenig Trostlosigkeit und Traurigkeit entzogen, jedoch wurde das erträgliche Maß für meinen Geschmack übertroffen.

Etwas Licht in diese Geschichte bringt Lukas' bester Freund und Mitbewohner Stevie. Er ist von Beruf Pfarrer, liebt Männer, backt auch mal Haschkekse und lebt so gar nicht orthodox, wie man es eigentlich von einem Prediger erwarten würde. Jochimsens Beschreibungen Stevies sind einfach köstlich und muntern selbst dieses schwierige Thema auf, konnten jedoch nicht immer verhindern, dass ich mich von Kapitel zu Kapitel, manchmal sogar von Seite zu Seite durch diese Geschichte quälte.

Fazit: Eine Geschichte, die sicherlich viel zu bieten hat, jedoch nicht jedem (z.b. mir) zugänglich ist.
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Was habe ich geschmunzelt
Das Buch, es lässt sich wirklich kurz beschreiben: Es ist angenehm geschrieben, hat viel Humor (teilweise auch sehr flach) und die Charaktere haben es mir total angetan... Lesen Sie weiter...
Vor 28 Tagen von Roland veröffentlicht
Bellboy' ist ein witziges und flott geschriebenes Buch
Der Autor und Kabarettist Jess Jochimsen (Jg. 1970) veröffentlichte im Deutschen Taschenbuch Verlag bisher meist kurze Prosatexte und Satiren (u.a. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Manfred Orlick veröffentlicht
grandiose Einfälle mit Tiefgang
Lukas wird von seiner Vergangenheit eingeholt, nicht nur durch ein Ekzem, auch die Familie, die er bisher erfolgreich aus seinem Leben verbannt hat, macht sich lautstark... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von K.M. veröffentlicht
Taschenbuch Bellboy
Ich habe mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Ich habe es zwar gelesen, aber es ist nicht mein Geschmack.
Veröffentlicht am 18. September 2009 von Inge Hendel
Einfach ein tolles Buch
Das hier ist meine erste Rezension die ich schreibe. Von daher nicht allzu kritisch mit mir umgehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von M. Neubert
Komisch? Das kann doch nicht euer Ernst sein?
Auf jeder Seite eine zehennagelkrümmende Dummheit, die dann auf jeder dritten Seite mit manchmal guten Halbsprüchen verbrämt wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2009 von JMF
Man muss sich nur drauf einlassen
Ich kaufte "Bellboy" in der Erwartung an einen lustigen Roman. Mir hatte "Das Dosenmilch-Trauma" sehr gut gefallen, bin aber kein großer Fan von Kurzgeschichten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2008 von Santas Little Helper
Beeindruckend
Wenn man die beiden ersten Bücher von Jess gelesen hat, könnte man mitunter etwas enttäuscht werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. November 2007 von Rockn Roll
Lesen!
Ein amüsant nachdenkliches Buch. Durch die erfrischende, lockere Schreibweise erlebt man ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen Lachen und Weinen war alles dabei. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. November 2007 von bindabei
Ein wahrer Hörgenuss!!!
Der Autor selbst hält eine Live-Lesung der gekürzten Fassung seines Buches über den Glöckner Lukas, seinen geistig zurückgebliebenen kleinen Cousin Ben,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. September 2007 von gizm03
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