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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verstörend, 30. Dezember 2005
The Bell Jar fängt harmlos an. Es geht um eine junge Frau, eine Ich-Erzählerin - die sprichwörtliche Unschuld vom Lande -, die das erste Mal in die „weite Welt“ kommt und ein Redaktionspraktikum bei einer New Yorker Modezeitung macht. Leider ist das Leben in der großen Stadt nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt hat. Zumindest gelingt es ihr nicht, mit ihren Kolleginnen Schritt zu halten - die lieber das schöne Leben genießen, sich auf Affären einlassen, Partys feiern und viel weniger an die Arbeit denken.Aber das Buch erzählt schnell eine andere Geschichte. Auf der Oberfläche geht es weiter um die Erlebnisse der Protagonistin, die bald wieder zu ihren Eltern aufs amerikanische Land zurückkehrt. Was das Buch eigentlich erzählt, ist der Prozess, wie die Ich-Erzählerin - und damit Sylvia Plath selbst - mit dieser Oberfläche umgeht, wie sie die Realität wahrnimmt, die Personen um sie herum und wie sie immer weniger davon versteht, schließlich in schwere Depressionen versinkt. Unglaublich, in welch wunderbaren Bildern Sylvia Plath diese schwere Lebenskrise beschreibt - da steht die schöne Sprache in klarem Kontrast zu dem Erlebten, und dieser Gegensatz macht die Verzweiflung der Ich-Erzählerin umso greifbarer und nachfühlbar bedrückender für den Leser. Elke Heidenreich sagte neulich in ihrer Sendung im ZDF, bei Sylvia Plath handele es sich um Frauenliteratur, die Männer normalerweise nicht lesen. Ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt. Natürlich geht es auch um „typische“ Frauenprobleme, wird eine Frau gezeigt, die eben nicht sofort den ersten Heiratsantrag annimmt, und kritisiert die Geschichte generell die Rollenverteilung von Männern und Frauen im 50er- und 60er-Jahre-Amerika. Aber das ist sicherlich nur eine Ebene dieses vielschichtigen Romans: Eines der wenigen Bücher, die einladen, nein geradezu zwingen, mindestens ein weiteres Mal gelesen zu werden, weil sich ihre wahre Fülle erst dann wirklich erschließt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zerschmetterte Träume, 27. März 2001
Von Ein Kunde
Ein ausgezeichnetes Buch, das eigentlich schon ausreichend charakterisiert wird durch das Zitat auf dem Cover: a near perfect work of art. Es ist selten, dass eine so überschwengliche Bewertung eines Buches doch den Kern trifft. In diesem Buch wird der Fall einer Frau geschildert; und das auf eine so eindrucksvolle, ehrliche Art und Weise, dass Autoren wie Paul Auster, die sich ebenfalls an dem "Fall" der Menschen ausrichten, nur neidisch werden können. Dem Einwand, es handele sich hierbei um ein Buch nur für Frauen muss entgegengetreten werden. Es lohnt sich einfach, dieses Buch zu lesen. Nicht zu Unrecht gilt es denn auch schon als Klassiker der amerikanischen Literatur. Viele Aspekte des amerikanischen Lebens werden durchleuchtet und es wird in diesem Buch sehr viel mehr von dem American Way Of Life entzaubert als z.B. in dem Buch American Psycho von Bret Easton Ellis, obwohl auch das ein hervorragendes Buch ist. Dieses Buch kann ich deswegen ausdrücklich nur jedem empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Haunting and Unforgettable, 18. Juni 2000
The overall theme of this book was human suffering. The author explored themes related to this, such as the human mind, struggle, suicide, and young women's positions in society during the 1940s and 50s: more specifically, how this society refuses to take women's aspirations seriously. However, the general theme and certainly the best explored idea of this book would be human suffering and madness. The author explores this well, probably because this was an autobiography. Sylvia Plath obviously understands at the deepest level the theme of this novel; it being a theme in her own life. First Plath explores how suffering begins and develops in a person. In this book, it is not actually clear what brought on the main character's terrifying internal battles and descent into madness. But the development is portrayed clearly; the stages of self doubt turning constant feelings of having no worth whatsoever. The character (as Plath calls herself, Esther) accuses herself of being useless in a society that has no place for her. And so begins a spiraling, quick decline in this young woman as she descends into a life of self mutilation. Throughout this novel, Esther contemplates suicide frequently: "But when it came right down to it, the skin of my wrists looked so white and defenseless against the blade of my Gillete that I just couldn't do it." However, after following multiple attempts at suicide, Esther finally manages to overdose on enough sleeping pills as to land herself in the hospital. Shortly after she is sent to a Psychiatric Ward, where it is expected Electroshock Treatments will cure her depression. After endless, blurry days full of pain and misery, her condition improves. Esther is released from the Ward and is almost herself again. Around this time in her life, Plath completed the book The Bell Jar and produced a plethora of poetry, all astounding pieces of work. By this time she was married to a poet, Ted Hughes, and had two children. Although she was said to be hopeful and optimistic during these days of her life, on the morning of February 11, 1963, Plath ended her life without explanation. This book conveys a journey of an individual's personal experience with human suffering. The theme is well explored by the author, to the extent where the novel was criticized for being hitting the reader with such disturbing impact. I, as well, found this novel to be disturbing. Sylvia Plath dug deep into the landscape of the human mind and eloquently portrayed darkness, disillusion, and despair.
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