Das Belkin Battery Pack (4000 mAh) lässt Technik-Gimmicks länger durchhalten, da man so ziemlich alles, was sich per USB-Anschluss aufladen lässt, wieder mit Energie betanken kann. Ganz ohne Steckdose und sogar mehrfach. Oder auch gleichzeitig.
Auspacken:
In der Verpackung befinden sich eine kurze Anleitung, das Battery Pack (angenehm klein, makellos verarbeitet und dazu noch ein pflegeleichter Handschmeichler durch die gummierte Oberfläche), zwei kurze Kabel mit Mini- bzw. Mirco-USB-Anschluss, das Netzteil (dazu später mehr) und zwei Netzadapterstecker. Spontan habe ich mich für den Eurostecker entschieden, und diesen montiert.
Aufladen des Battery Pack:
In der Anleitung wird vor der Erstinbetriebnahme zum vollständigen Aufladen geraten, was man der späteren Akkulebensdauer zuliebe auch tun sollte. Wenn alle vier LEDs des Geräts blau leuchten, ist es voll. Bei mir hat das nur knapp drei und keine acht Stunden wie in der Anleitung angedroht gedauert.
Benutzung:
Aufzuladendes Gerät an einem der USB-Anschlüsse anstöpseln, im Zweifelsfall die Ein/Aus-Taste drücken, und schon geht es los - wie lange es dauert, hängt natürlich maßgeblich vom zu ladenden Gerät und dessen Akkukapazität ab.
Auch das gleichzeitige Laden von zwei Geräten ist kein Problem; nur geht dann dem Battery Pack schneller die Puste aus - logisch eigentlich. Die vier blauen LEDs informieren während des Ladevorgangs über die verbleibende Reserve im Battery Pack.
Gehen sie aus, muss es wieder mit seinem Netzadapter an einer Steckdose aufgeladen werden.
Und sonst?
Da schon öfter bemängelt wurde, dass man das Battery Pack selbst nicht per USB aufladen kann, möchte ich ein paar technische Daten hierzu loswerden:
Das Battery Pack hat eine Kapazität von 4000 mAh und eine Nennleistungsaufnahme von 12 V. Ein USB-Port am PC liefert 5 V. Ich habe hier noch einige USB-Netzadapter von Smartphones rumliegen, aber die geben verständlicherweise auch nicht mehr her.
Also braucht das Battery Pack aufgrund der über doppelt so hohen Nennleistungsaufnahme wohl oder übel seinen eigenen Netzadapter; und so riesig, wie er hier teilweise beschrieben wird, ist er gar nicht. Klar liegt dann noch ein weiteres Netzteil herum, aber bei einem LiPo-Akku hält sich zumindest meine Experimentierfreude in Grenzen, wer nicht weiss warum, sollte mal LiPo bei You Tube eingeben.
Nebenbei bemerkt würde sich ja auch niemand einen Ersatzkanister kaufen, um anschließend zu bemängeln, dass die Zapfsäule nicht in den Kofferraum passt, oder?
Sicherlich gibt es ähnliche Geräte, die sich per USB auch aufladen lassen, doch dieses Belkin gehört nicht dazu. Bei den kleineren Brüdern des Belkin Battery Pack mit weniger Kapazität funktioniert das Laden mit USB, aber die sind auch schneller wieder leer. Und mobiler ist man ohne Netzteil ja auch nicht, denn wenn dann ein PC mitgenommen wird, weil der eine USB-Buchse zum Laden des Battery Pack hat, wurde das Ganze ad absurdum geführt ...
Ich konnte jedenfalls ein HTC Wildfire S, eine Samsung-Digitalkamera sowie einen betagten Palm Z22 nacheinander wieder mit Strom füllen, und das Battery Pack hatte noch eine blaue LED an, also noch ein Viertel Kapazität übrig.
Fazit:
Die perfekte Laufzeitverlängerung für energiehungrige Smartphones und andere elektronische Spielereien; ideal für unterwegs, das verlängerte Wochenende im Grünen, Kurzcamping oder um einfach sicherzugehen, dass man noch eine Reserve dabei hat.
KOMPATIBILITÄT bis jetzt:
Smartphones:
- LG Optimus ME
- HTC Wildfire S
- Samsung Galaxy W
Und ich wage zu behaupten, dass fast alle Android-Modelle ebenfalls kompatibel sind.
Andere Handys, bei denen das USB-Kabel vorwiegend zum Datenaustausch dient, die sich aber auch am PC auftanken lassen, haben eine gute Chance, sich auch mit dem Battery Pack aufladen zu lassen. Anfangs dachte ich, meine Sony Ericsson würden die Aufladung verweigern, allerdings lag das an den chronisch verdreckten Fastports dieser Geräte. Nach einmal Reinpusten bzw. einer Reinigung mit Wattestäbchen und Alkohol hat es spontan geklappt.
Die Freunde prähistorischer Mobiltelefone sollten allerdings lieber in einen Ersatzakku investieren; wobei das Battery Pack hier auch etwas sinnfrei ist, denn die alten Quasselgurken halten auch so eine Woche lang durch ...
Mobiltelefone:
- Sony Ericsson K750i
- Sony Ericsson K800i
Beide wurden mit dem original Sony Ericsson USB-Kabel geladen.
Das Sony Ericsson Aino lässt sich allerdings trotz Verwendung des gleichen Kabels nicht laden; es geht nur in den Datenübertragungsmodus.
- Samsung PL50 Digitalkamera
Die Benutzung der Kamera beim Laden ist allerdings nicht möglich. Sie macht dann nix außer zu laden.
Andere Kameras, bei denen eine Ladeschale für das Aufladen des Akkus mitgeliefert wird, werden am Belkin wahrscheinlich nicht geladen, da der USB-Port hier auch hauptsächlich für den Datentransfer zuständig ist (die Canon IXUS 115 HS geht z.B. nicht; sie schaltet beim Anschluss an das Battery Pack direkt in den Abspielmodus und das wars dann ...), und Kameras in die herkömmliche Batterien passen sind sowieso aus dem Rennen, denn bei denen wäre Aufladen eine ziemlich schlechte Idee.
Weiterhin problemlos aufgeladen wurden:
- Palm Z22 (aus der Pre-Smartphone-Ära, die Älteren erinnern sich vielleicht)
- Creative Zen MP3-Player (ebenfalls älteres Baujahr)
- Garmin Nüvi 200 Navi
- Becker Ready 50 Navi
- X-Mini Aktivlautsprecher