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Believe in the Sign: Eine Fußballjugend in Nordengland [Broschiert]

Mark Hodkinson , Klaus Gröner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 12,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

Dezember 2012
Believe in the Sign spielt in einer verlassenen Ecke nördlich von Manchester. Es sind die Erinnerungen eines Jungen, der halbwegs glücklich und normal hätte aufwachsen können, wenn er nicht einer perversen Leidenschaft erlegen wäre: der Hingabe an den örtlichen Fußballclub AFC Rochdale, der seit 35 Jahren in der vierten englischen Liga dümpelt. Schlaglichtartig wird das Aufwachsen in den 1970er- und 1980er-Jahren beleuchtet: Jugendliche stürzen auf Partys ab und suchen Orientierung in Kirchengruppen, Elton John erscheint, Fabriken schließen und seelenlose Supermärkte eröffnen, Schulabgänger hängen rum, während ihre arbeitslosen Mütter Tupperwarenpartys feiern. Und der AFC Rochdale verliert auch das nächste Spiel ohne Gegenwehr … Believe in the Sign war eines der Sportbücher des Jahres der Times und des Guardian. Mark Hodkinson lebt als Musik- und Sportjournalist sowie Buchautor in West Yorkshire. Er schrieb über zehn Jahre für die Times und den Observer. Er hat mehrere Fußballbücher und Band-Biografien (u. a. zu Marianne Faithfull, Simply Red und Queen) verfasst.

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Produktinformation

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Arete Verlag; Auflage: 1 (Dezember 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942468107
  • ISBN-13: 978-3942468107
  • Originaltitel: Believe in the Sign
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 173.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Hodkinson is the authentic voice of the real football fan" (4-4-2 Magazine) "A real pleasure to read" (When Saturday Comes)

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1 Death by Supermarket Damals scherten sich die Eltern noch nicht viel um so etwas Verrücktes wie Quality Time mit ihren Kindern. Sie lebten einfach ihr Leben (was auch immer das hieß) und man war sich selbst überlassen. Man konnte auf der Straße Fußball spielen. Oder flach auf einem Holzbalken liegen, der durch eine Unterführung auf dem Kanal trieb. Oder man konnte auf der anderen Seite des Zauns meilenweit neben der Autobahn hergehen, vorbei an Fabrikanlagen und Bauernhöfen. Oder man konnte ausprobieren, wer die Betonstufen der Treppenhäuser in den Wohnblocks von Ashfield Valley am weitesten hinunterspringen konnte und den wimmernden Sieger später heimtragen. Oder man konnte sein Rad rausholen und zum Hollingworth Lake radeln, wo die tougheren Kids mit schlotternden Knien und klappernden Zähnen in das eisige Blau hineinwateten, voller Angst vor gigantischen Kinder fressenden Hechten. Jenseits der Straßen und Häuser gab es verschiedenste Plätze zu bestaunen; interessante, grasbewachsene Plätze. Wir kamen nie dorthin, nicht richtig zumindest. Meine Eltern gingen davon aus, dass das ‚Land’ in Privatbesitz war und an jedem Pfosten ein Bauer mit dem Gewehr in der Hand lauerte. Außerdem fror Mum normalerweise. Kaum waren wir ein paar Meter gegangen, war von ihr zu vernehmen: “Es ist scheißkalt. Was machen wir hier draußen eigentlich?” Also rannten wir zurück zum Auto und machten uns stattdessen über unsere Sandwiches in den Alufolien her. Dad war nach der Arbeit immer fix und fertig, völlig verstaubt, alles tat ihm weh. Er malochte in einem ordentlichen Job, was bedeutete, dass er einen ordentlichen Tee und ein ordentliches Bad brauchte, wenn er nach Hause kam. Und dann war es schon fast neun Uhr, Zeit fürs Bett, außer es lief die Sportschau. Ich bin mir sicher, dass meine Familie abends öfter zusammen ausging, aber ich kann mich nur an zweimal erinnern. Das erste Mal war, als wir im Odeon Planet der Affen sahen. Das andere Mal war, als wir ins Spotland Stadium gingen, die Heimat des Rochdale Association Football Clubs, des ‚Dale’. Wir gingen alle dorthin – Dad, Mum, meine Schwester und ich, an einem Montag im Oktober 1974. Wir saßen auf einer schäbigen Holztribüne voller mittelalter und richtig alter Männer, die vor sich hinhusteten und -jammerten. Wenn Rochdale traf, sprangen sie von ihren Sitzen auf, klopften sich gegenseitig auf den Rücken und grinsten, als sei die Welt absolut in Ordnung. Der Regen prasselte herunter und das Spielfeld verschwand samt den Spielern im Nebel. Wir tranken süßen milchigen Kaffee, den es bei einer Hütte hinter der Tribüne zu kaufen gab. Vor ihr war ein niedriger Metallzaun, damit sich eine anständige Schlange bilden konnte, aber meine Schwester und ich schlüpften einfach unten durch, weil gerade niemand in der Nähe war. Die Verkäuferinnen lehnten am Tresen und spielten mit Plastiklöffeln auf den metallenen Heißwasserbehältern Schlagzeug. Auf dem Tresen standen Kisten mit Twix, Marsriegeln und Stimorol-Kaugummis. Der Kaugummi wurde glitschig, wenn man während des Kauens den Kaffee im Mund herumspülte. “Wie steht’s? Führen wir noch?”, fragte eine der Verkäuferinnen. “Nein, es steht unentschieden.” “Das Übliche”, seufzte sie. Zurück auf der Tribüne glotzten wir durch die Holzplanken unter unseren Füßen auf das Gelände darunter. Dort stapelten sich ziemlich hoch die weggeworfenen Plastikbecher, Zigarettenpackungen und Süßigkeitenschachteln. Ein paar Minuten vor Spielende schlurften die Damen von der Teebar mit leeren Teekannen in der Hand den Schieferweg neben dem Spielfeld entlang. Sie hielten an und unterhielten sich mit den Leuten in der Menge. Das Spiel endete unentschieden. Meine Mum und meine Schwester gingen nie wieder ins Spotland. Aber Dad und ich konnten uns einfach nicht mehr fernhalten. (...)


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5.0 von 5 Sternen Don't give up - you never walk alone 12. Dezember 2012
Von Godot
Eigentlich ist Mark zum Scheitern verurteilt. Er wächst in den 1970ern und 80ern in Rochdale auf. Fabriken schließen, Arbeitslose streiten im Pub und seelenlose Supermarktketten machen sich breit.
Was soll aus dem Jungen werden? Zumal er zu allem Überfluss auch noch sein Herz an den Rochdale A.F.C. verloren hat. Der Dale kämpft doch dauernd gegen seinen eigenen Untergang statt gegen den Gegner.

Aber aus Mark ist etwas geworden – ein toller Autor, der ein äußerst amüsantes und kurzweiliges Buch über seine Jugend geschrieben hat, das tiefe Einblicke in eine Zeit des Umbruchs – aber leider nicht Aufbruchs – in einer der tristeren Ecken Englands gibt.
Ich habe es verschlungen! Ein Buch voll Leidenschaft für den einen Fußballclub. Hodkinson stellt die Geschichte seines Heranwachsens der Geschichte des legendären Dale (der trotz allem immer seine Ligalizenz behielt) gegenüber, wie die zwei Ufer eines Bachs … und dann springt er beim Erzählen munter von der einen zur anderen Seite und zurück … und immer so fort, hin und her. Stark übersetzt und echt lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen Ära Thatcher 11. Dezember 2012
Von Oskar
Als fußballbegeisterter Mensch habe ich an Nick Hornby gedacht und zu diesem Buch gegriffen. Und siehe da: Hornby ist gut, Hodkinson gefiel mir besser. Jugend, Fußball, Arbeitermilieu, Ära Thatcher - so könnte man das Thema stichpunktartig umreißen - ebenso, wie man es fast gleichlautend für den Film "Billy Elliot I will dance" (der ebenfalls eine Jugendgeschichte in den 80er Jahren im Norden Englands beschreibt) mit Jugend, Ballett, Arbeitermilieu, Ära Thatcher tun kann.
Wer Fußball mag, wird dieses Buch lieben. Wer sich für Geschichte interessiert ebenfalls. Und alle, die einmal jung waren und sich noch daran erinnern sowieso. Am besten, Sie lesen es selbst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht zu viel versprochen 20. Dezember 2012
Der Verlag wirbt damit, dass Hodkinson besser sei als Hornby. Das klingt erst einmal ziemlich vermessen. Nach der Lektüre muss ich allerdings zugestehen, dass da etwas dran ist. Hodkinson ist näher bei seinem Thema und seine Hingabe an den wahrlich erbärmlichen AFC Rochdale ist echter und existenzieller als die leicht intellektuelle Fanliebe Hornbys zu Arsenal. Überrsachend ist, wie ähnlich offenbar die Jugend und das Aufwachsen in den 1970er- und 1980er-Jahren in England und Deutschland gewesen sind. Lost in generation, oder so. Dieses Lebensgefühl bringen Hodkinson und sein Übersetzer perfekt rüber. Manchmal wünscht man sich bei der Lektüre noch mehr Fußballhistorie aus der vierten englischen Liga. Noch mehr Matsch und Nebel. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Auch so mag man das Buch nicht aus der Hand legen. Ein echtes Highlight für die Winterpause, die die glücklichen Engländer bekanntlich nicht ertragen müssen ...
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