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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Literarische Schocktherapie, 16. Juli 2007
Wer immer noch mit sich im Unklaren ist, woher der Antiamerikanismus in der Welt rührt; wer immer noch der Meinung anhängt, die USA seien der weltpolitische Messias, der zur Erlösung der Völker dieser Erde erschienen ist; wer immer noch dem Gedanken frönt, dieser Planet benötige einen Captain America, der für Law und Order sorgt -- der vertiefe sich in dieses Buch und befreie sich von seinen Illusionen. Was Perkins dem Publikum bietet, ist ebenso Augen öffnend wie erschreckend, ebenso desillusionierend wie aufrüttelnd -- eine literarische Schocktherapie, der man nur wünschen kann, dass sie heilende kräfte in möglichst vielen Leserköpfen freisetzt.
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
NSA-Insiderbericht zur erzwungenen Verschuldung der Welt, 14. April 2007
Perkins arbeitete 12 Jahre lang (1969-1981) als Economic Hit Man (EHM) bei der NSA-nahen Firma MAIN. Die EHM beschreibt er als erste Stufe beim Aufbau des amerikanischen Imperiums über eine wirtschaftliche Kontrolle der Welt. Ihre Aufgabe war, Dritte-Welt-Länder in die Schulden zu treiben, indem auf Basis manipulierter Studien und Bestechung ungeheure Kredite für wirtschaftlich unsinnige Infrastrukturprojekte aufgenommen wurden. Dabei war von Anfang an klar, dass diese Länder ihre Schulden niemals würden zurückzahlen können. Die heutige Verschuldung und damit totale finanzielle Abhängigkeit von Folgekrediten sieht er als Ergebnis seiner und etwa 150 weiterer EHMs an. Weltbank und IMF bestimmen die Regeln, und diese Institutionen seien unter Kontrolle der USA. Eine Rückzahlung der Schulden erfolge dann wie im alten Rom über billige Rohstoffe oder andere Ressourcen wie Söldner. Auch die Koppelung (und damit Sicherung) des Dollars mit Öl sei so erfolgt.
Präsidenten, die sich gegen dieses Konzept wehrten, riskierten letztlich den Tod durch sog "Schakale", die Attentäter der Geheimdienste, als Beispiele nennt er die Präsidenten Omar Trujillo (Panama, 1981) und Jaime Roldòs (Ecuador, 1981), die beide mit dem Flugzeug abstürzten. Auch die Ermordung Indira Ghandis (Indien) führt er an. Falls auch die Schakale nicht "erfolgreich" waren, so war das letzte Mittel Krieg. Die Irak-Kriege 1991 und 2003 seien solche Kriege gewesen, aber auch die iranische Revolution 1979, die Invasion Panamas 1989, der Generalstreik Venezuelas 2002 und viele weitere Krisen. Die Kriegsauslöser sind dabei nur Vorwand ("Saddam war unser Mann, er wäre noch im Amt, wenn er unterschrieben hätte").
Nach den Attentaten von 1981 kündigte Perkins, den angeblich seit Jahren ein schlechtes Gewissen plagte. Er startete dieses Buch, das jedoch wegen lukrativer Jobangebote und auch Drohungen erst 2003 erschien. Zu spät, sagen einige Kritiker, denn heute ist die Welt überschuldet, und Perkins satt. Besser spät als nie, denke ich, denn es ist trotzdem eines der wertvollsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Es enthält die Aussagen und Argumente aus erster Hand, um die katastrophale Lage der Dritten Welt nicht als deren Schuld, sondern als das Werk eines internationalen Finanzsystems zu sehen, das vor nichts mehr zurückschreckt. Perkins ist hochintelligent und ein Insider der institutionalisierten Korruption. Heute kämpft er für Aufklärung und Warnung vor seinen eigenen Taten. Sein Buch - in Struktur und Stil brillant - ist in den USA ein Bestseller und hoffentlich bald auch in Deutschland.
NACHTRAG: Unter "Google Video John Perkins" findet sich eine Rede von ihm vor der VFP National Convention (auf Englisch), in der er in den ersten 20 Minuten die Kernthesen seines Buches zusammenfasst. Absolut lohnenswert.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Augen und das Herz öffnend - eine sehr klare Analyse der tödlichen amerikanischen Wirtschafts-Machtpolitik, 14. August 2007
Die politische Realität toppt die kühnsten Alpträume, die man von Bush & Co bisher hatte. Als Insider packt Perkins die düstersten Machenschaften aus, er verschont sich und seine eigene Rolle dabei kein bisschen, dieser Tatsachenbericht über das imperiale mörderische selbstgefällige Verhalten der ölsüchtigen US-Regierung sorgt für einen frischen wachen Blick beim Leser.
Tagesschau und andere Nachrichten dürften nach der Lektüre des ECONOMIC HIT MAN unter einem sehr geschärften Blickwinkel aufgenommen werden.
Das Buch sollte Pflichtlektüre in Schulen und an der Uni werden.
Inhaltlich äußerst spannend und damit nicht nur für politisch Interssierte sehr empfehlenswert. Und gut zu lesen ist es auch, weil Perkins eine sehr angenehme Schreibe hat.
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