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Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull: Der Memoiren erster Teil [Gebundene Ausgabe]

Thomas Mann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Thomas Mann war ein genialer Vorleser." (Die Welt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
OA 1954 (Teildrucke 1911 und 1922)Form Roman Epoche Moderne
Die durch den Titel angedeutete Tradition der autobiografischen Lebensbeichte etwa der Bekenntnisse (um 400 n. Chr.) des Aurelius R Augustinus oder R Goethes Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (1811–14/1833), mithin die spätere ernste und kritische Betrachtung des eigenen Lebens, wird augenzwinkernd parodiert. Felix Krull ist hauptsächlich ein Schelmenroman, der in der episodenhaften Darstellung eines abenteuerlichen Lebens besteht, wobei ihm in diesem Fall auch märchenhafte Züge zu eigen sind.
Entstehung: Die Entstehung des Romans fällt in zwei getrennte Perioden. Ein erster Teil, der knapp die Hälfte des Textes umfasste, wurde in den Jahren 1910–13 geschrieben. Thomas Mann ließ den Stoff, den er zu Gunsten der Novelle Tod in Venedig unterbrach, anschließend lange unbehandelt. Erst 1951 nahm er die Arbeit wieder auf, aber unter Zusatz meist allgemeinerer, philosophischerer Betrachtungen. Auch in der Charakteristik des »Helden« macht sich ein allmählicher Wandel bemerkbar: Krull verändert sich vom betrügerischen Hochstapler zum fast exemplarischen, mit mythischen Zügen versehenen, in positiver Haltung zur Welt stehenden Künstlermenschen. Der Untertitel Der Memoiren erster Teil deutet bereits auf eine Fortsetzung des abrupt endenden Romans hin, was der Tod des Autors jedoch verhinderte.
Inhalt: Die Lebensgeschichte des Felix Krull beginnt mit der Beschreibung der sorgenfreien Kindheit im Rheinland, die von vorgetäuschten Krankheiten, kleineren Diebstählen, frühen erotischen Erfahrungen und der Liebe zum Theater sowie der Schauspielerei geprägt ist. Nach dem Bankrott der elterlichen Sektfirma und dem Selbstmord des Vaters verbringt der Held eine mußevolle Zeit in Frankfurt, durchlebt eine Liebesschule mit einer Prostituierten, wird dank seiner schauspielerischen Fähigkeiten (vorgespielte Epilepsie) vom Militärdienst befreit, reist auf Empfehlung eines Hausfreunds nach Frankreich, wobei er im Zug eine mitreisende Fabrikantengattin bestiehlt (»es war mehr ein Geschehen, denn ein Handeln«). Ihr dient er in Paris in einem Hotel, in dem er vom Liftboy zum Oberkellner avanciert, als »Liebesdieb«.
Dank seiner Wortgewandtheit und seines angenehmen Äußeren genießt Krull die Rolle des begehrten Günstling der Frauen. Sein Aufstieg setzt sich fort mit der anstelle eines reiseunwilligen jungen Marquis angetretenen Weltreise, auf der er den Paläontologen Professor Kuckuck kennen lernt, der Krull mit einer Alleinheitsphilosophie vertraut macht und ihn in seine Familie einführt.
Aufbau: Der Roman umfasst drei Bücher mit insgesamt 27 Kapiteln, die episodenhaft das abenteuerliche Leben des jungen Krull wiedergeben. Neben der Einordnung als Schelmenroman liest sich Felix Krull auch als Parodie des klassischen Bildungsromans, insofern das Ende nicht in der Läuterung eines träumerischen Ich durch die Welt besteht. Zugleich findet sich in der Beschreibung des narzisstischen, dandyhaften, ebenso sprachgewandten wie sinnlichen, gleichzeitig hermaphroditischen, zugleich menschenkundigen Charakterbildes des Krull eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Künstlerthema wieder. Der Roman ist zugleich auch die ironische Betrachtung einer bürgerlichen Scheinwelt, deren Prinzip es ist, getäuscht werden zu wollen. Krulls gesellschaftlicher Aufstieg ist insofern auch eine Decouvrierung. Die »Grundidee« von einst, so Mann, »die travestierende Übertragung des Künstlertums ins Betrügerisch-Kriminelle«, wandelt sich zu einem »vieles aufnehmenden humoristisch-parodistischen Bildungsroman«.
Wirkung: Der Roman fand seit seinem Erscheinen bis in die heutigen Tage immer die Gunst des Publikums. Grund dafür sind zum einen die märchenhaften, das Skurrile und Komödienhafte streifenden geschilderten Erlebnisse, zum anderen der spezifische Humor des Romans, der aus dem Spannungsverhältnis der abenteuerlichen Inhalte und der trocken und ehrwürdig anmutenden Erzählweise resultiert. F. M. S.

Werbetext

Zum 50. Jubiläum: Thomas Manns Hochstapler-Roman als Geschenkausgabe mit dem Originalumschlag. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Mann, 1875 – 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dies war das Heim, worin ich an einem lauen Regentage des Wonnemondes - einem Sonntage übrigens - geboren wurde, und von nun an gedenke ich nicht mehr vorzugreifen, sondern die Zeitfolge sorgfältig zur Richtschnur zu nehmen. Meine Geburt ging, wenn ich recht unterrichtet bin, nur sehr langsam und nicht ohne künstliche Nachhilfe unseres damaligen Hausarztes, Doktor Mecum, vonstatten, und zwar hauptsächlich deshalb, weil ich mich - wenn ich jenes frühe und fremde Wesen als "ich" bezeichnen darf - außerordentlich untätig und teilnahmslos dabei verhielt, die Bemühungen meiner Mutter fast gar nicht unterstützte und nicht den mindesten Eifer zeigte, auf eine Welt zu gelangen, die ich später so inständig lieben sollte. Dennoch war ich ein gesundes, wohlgestaltes Kind, das an dem Busen einer ausgezeichneten Amme aufs hoffnungsvollste gedieh. Ich kann aber nach wiederholtem eindringlichem Nachdenken nicht umhin, mein träges und widerwilliges Verhalten bei meiner Geburt, diese offenbare Unlust, das Dunkel des Mutterschoßes mit dem hellen Tage zu vertauschen, in Zusammenhang zu bringen mit der außerordentlichen Neigung und Begabung zum Schlafe, die mir von klein auf eigentümlich war. Man sagte mir, daß ich ein ruhiges Kind gewesen sei, kein Schreihals und Störenfried, sondern dem Schlummer und Halbschlummer in einem den Wärterinnen bequemen Grade zugetan; und obgleich mich später so sehr nach der Welt und den Menschen verlangte, daß ich mich unter verschiedenen Namen unter sie mischte und vieles tat, um sie für mich zu gewinnen, so blieb ich doch in der Nacht und im Schlaf stets innig zu Hause, entschlummerte auch ohne körperliche Ermüdung leicht und gern, verlor mich weit in ein traumloses Vergessen und erwachte nach langer, zehn-, zwölf-, ja vierzehnstündiger Versunkenheit erquickt und befriedigter als durch die Erfolge und Genugtuungen des Tages. Man könnte in dieser ungewöhnlichen Schlaflust einen Widerspruch zu dem großen Lebens- und Liebesdrange erblicken, der mich beseelte und von dem an gehörigem Orte noch zu sprechen sein wird. Allein ich ließ schon einfließen, daß ich diesem Punkte wiederholt ein angestrengtes Nachdenken gewidmet habe, und mehrmals habe ich deutlich zu verstehen geglaubt, daß es sich hier nicht um einen Gegensatz, sondern vielmehr um eine verborgene Zusammengehörigkeit und Übereinstimmung handelt. Jetzt nämlich, wo ich, obgleich erst vierzigjährig, gealtert und müde bin, wo kein begieriges Gefühl mich mehr zu den Menschen drängt und ich gänzlich auf mich selbst zurückgezogen dahinlebe: jetzt erst ist auch meine Schlafkraft erlahmt, jetzt erst bin ich dem Schlafe gewissermaßen entfremdet, ist mein Schlummer kurz, untief und flüchtig geworden, während ich vormals im Zuchthause,wo viel Gelegenheit dazu war, womöglich noch besser schlief als in den weichlichen Betten der Palasthotels. - Aber ich verfalle in meinen alten Fehler des Voraneilens.
Oft hörte ich aus dem Munde der Meinen, daß ich ein Sonntagskind sei, und obgleich ich fern von allem Aberglauben erzogen worden bin, habe ich doch dieser Tatsache, in Verbindung mit meinem Vornamen Felix (so wurde ich nach meinem Paten Schimmelpreester genannt) sowie mit meiner körperlichen Feinheit und Wohlgefälligkeit, immer eine geheimnisvolle Bedeutung beigemessen. Ja, der Glaube an mein Glück und daß ich ein Vorzugskind des Himmels sei, ist in meinem Innersten stets lebendig gewesen, und ich kann sagen, daß er im ganzen nicht Lügen gestraft worden ist. Stellt sich doch das eben als die bezeichnende Eigentümlichkeit meines Lebens dar, daß alles, was an Leiden und Qual darin vorgekommen, als etwas Fremdes und von der Vorsehung ursprünglich nicht Gewolltes erscheint, durch das meine wahre und eigentliche Bestimmung immerfort gleichsam sonnig hindurchschimmert. - Nach dieser Abschweifung ins Allgemeine fahre ich fort, das Gemälde meiner Jugend in großen Zügen zu entwerfen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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