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Bekenntnisse (Confessiones)
 
 

Bekenntnisse (Confessiones) [Kindle Edition]

Aurelius Augustinus , Augustinus von Thagaste , Augustinus von Hippo , Georg Rapp
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Bekenntnisse
OT Confessiones EZ entstanden um 400 EA vor 1470 DE 1672 Form Autobiografie Epoche christlich-römische Spätantike
Die Bekenntnisse von Aurelius Augustinus schildern den Kampf zwischen den körperlichen und geistigen Dimensionen des Menschen, die Auseinandersetzung einer faszinierenden Person mit sich selbst und seiner Biografie, die dem Leser zugleich Wegweiser zu Gott sein soll. Es ist die Geschichte einer Bekehrung, fesselnd in ihrer Suche nach Ruhe und absoluter Wahrheit, erschreckend in der konsequenten Ablehnung des körperlichen Menschen.
Entstehung: Die Bekenntnisse zeugen von einer Epoche, die man als »Zeitalter der Angst« bezeichnet hat. Die römische Welt versank: Bereits in zwei Teile gespalten, wurde Rom von wandernden Völkern angegriffen, im Jahr 410 von den Goten erobert. Um 400 zogen die Wandalen durch römische Provinzen und eroberten 438 Karthago. Der christliche Glaube war Staatsreligion geworden und hatte den Kaiserkult abgelöst. Die Strukturen des römischen Reiches waren einem tief greifenden Wandel unterzogen; historisch kann vom Ende der Antike gesprochen werden. Mit Augustinus beginnt die Geistesgeschichte des christlichen Mittelalters, die in den Bekenntnissen ihren exemplarischen Ausgangspunkt erhält.
Inhalt: Augustinus beginnt mit harscher Kritik an den Bildungsinhalten, die er in der Schule erlernte, die ihn aber nur von Gott entfernten. Ebenso scharf geht er mit sinnlichen und körperlichen Vergnügungen ins Gericht. Ausführlich beschreibt er seine fehlgeleitete Leidenschaft, die er auf körperliche Genüsse und materiellen Reichtum zurückführte, anstatt sie als eine Sehnsucht nach Gott zu verstehen. Mit Verachtung schildert er seine Jugendzeit voller Irrtümer, Vergehen und Sünden, berichtet von seinem geistigen »Irrweg« zur heidnischen Philosophie und zum Manichäismus.
Über die Lehren Platons kommt Augustinus zu Paulus und zur Einsicht Gottes. »Nimm und lies« fordert ihn im 8. Buch eine Stimme auf. Er greift zum Römerbrief und wird von der zweifelsfreien Einsicht übermannt. In einem Akt der Erleuchtung begreift er Gott als das Zentrum seiner Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte.
Zunächst nur eingestreut finden sich knappe Bestimmungen fundamentaler philosophischer Begriffe wie des Schönen. Nach der Schilderung seiner Bekehrung bestimmen diese theologisch-philosophischen Spekulationen und Reflexionen die weiteren Bücher. Augustinus entwirft darin eine Theorie des Geistes, der Sinne und des Gedächtnisses sowie eine Auslegung der Genesis. Berühmt ist die Abhandlung über die Zeit im 11. Buch.
Aufbau: Die Bekenntnisse sind eine Mischung aus verzweifelter Anrufung Gottes, philosophisch-theologischer Spekulation und Autobiografie. Die 13 Bücher richten sich an Gott, schildern den stilisierten Werdegang des Verfassers so, dass der Leser sich darin wiederfinden kann.
Wirkung: Die Schriften des Augustinus haben das christliche Abendland zutiefst geprägt; durch seine Verbindung von philosophischer Reflexion und christlichem Glauben kann er als Vater der Theologie gelten. Mit den Bekenntnissen schuf er das Genre der Autobiografie; er prägte eine Literaturform, die den eigenen Werdegang reflektiert, das Individuelle mit dem Allgemeinen verbindet und damit dem Leser Anleitung zur Selbstreflexion gibt. Bereits zu Lebzeiten, im Mittelalter, in der Renaissance und bis in die Moderne hinein war und ist Augstinus der wohl meistgelesene christliche Philosoph. U. S.

Pressestimmen

"Man muss nicht fromm und schon gar nicht katholisch sein, um dieses Buch zu mögen." -- Die Welt "Lebenserzählungen und Lebensweisheiten, verbunden mit einer neuen theologischen Sicht auf die wesentlichen Dinge der menschlichen Existenz - das wird immer gern gelesen. Mit Augustinus befindet man sich dabei auf allerhöchstem Niveau. Eine Möglichkeit, durch die Lektüre zu sich selbst zu finden." -- Münchner Merkur "Illustrationen und knappe Erläuterungen, ergänzen die liebevolle Ausstattung, die Buchliebhaber ansprechen, Sammelleidenschaft wecken und zu Buchgeschenken anregen möchte. ... Im Bücherregal auf jeden Fall machen sich die bunten Streifen ungemein gut. Geradezu trendy." -- Märkische Allgemeine "Die neue Bibliothek ist sicher ein guter Beginn für eine Klassikersammlung, an der man noch nach Jahren seine Freude hat und auf die man immer wieder gerne zurückgreift." -- Buchmedia Magazin "Sorgsam editierten, illustrierten und teilweise neu übersetzen Ausgaben der Weltliteratur, die 'Bekenntnisse' des Augustinus etwa, Oscar Wildes 'Märchen' oder Miltons 'Verlorenem Paradies', hat Forssman zusammen mit seiner Frau, der Textildesignerin Cornelia Feyll, ein neues, ebenso zeitgemässes wie edles Gewand geschneidert. Nicht holzfreies Papier, ein Lesebändchen oder das farbige Vorsatzpapier machen dabei den Unterschied, sondern ein horizontales Streifenmuster, das sich in verschiedenen Variationen wie ein abgedunkelter Regenbogen über die Umschläge der einzelnen Bände zieht. Die Reihe ist kaum erschienen und bereits mit einem hohen Wiederkennungswert belegt. Und im Zusammenspiel mit der lesefreundlichen Innengestaltung sprechen Kirchenväter, Philosophen der Antike und Klassiker aus drei Jahrtausenden ohne Umschweife wieder die Leser von heute an und verführen sie dazu, sich darin zu vertiefen." -- BücherPICK - Beilage der NZZ "Außen kompakt und handlich, innen gesicherte Texte fundiert kommentiert; so kennen alle die Klassikerbibliothek von Reclam. Jetzt erhalten die kleinen gelben Bände eine größere Begleitung, die Reclam Bibliothek. Schon die ersten Bände zeigen, dass der Anspruch darin besteht, unverwechselbar zu werden. Das signalisiert bereits der Umschlag - schlicht aber markant. Das inhaltliche Spektrum ist breit und reicht von Oscar Wilde über die 'Bekenntnisse' von Augustinus zur zweisprachigen Ausgabe der 'Aeneis' von Vergil und bis zum 'Buch des Dede Korkut', einer türkischen Heldenerzählung aus dem Mittelalter. Die Übersetzungen sind neu und kräftig überarbeitet und mit weiterführendem Anhang versehen. Ein gelungener Beginn." -- Buchkultur - Das internationale Buchmagazin

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kleine Ergänzung 3. April 2003
Format:Taschenbuch
Die vorliegende Ausgabe im dtv enthält auch die Bücher 11-13, ist also eine komplette Ausgabe.
Sie ist die deutsche Taschenbuch-Version der ursprünglich einmal zweisprachigen Ausgabe im Artemis & Winkler-Verlag, Übersetzer ist Wilhelm Thimme. Soweit ich den Markt überblicke, ist dies die einzige erhältliche zitierfähige deutsche Ausgabe (lat. die bei Teubner erschienene).
Dies alles, wie gesagt, nur als Ergänzung und Entscheidungshilfe für mögliche Käufer.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von pl TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Bei den Bekenntnissen des Aurelius Augustinus handelt es sich um eine Autobiographie des Augustinus. In 13 Büchern (besonders in den ersten 10) schildert er, von seiner Kindheit angefangen, seinen Weg zum Christsein. Die Bekenntnisse des Augustinus sind auch gleichzeitig eine Werbeschrift für das Christentum, da er sie schreibt, als er bereits Christ ist. Das Spannende ist sein Lebensweg, der sich als Suche nach dem christlichen (augustinischen) Gott gestaltet, obwohl er von Geburt an in einer christlich geprägten Familie aufwächst. Besonders seine Mutter Monica ist für ihn der Inbegriff einer Christin. Auf seinem Weg begegnet Augustinus den verschiedensten religiösen und philosophischen Strömungen seiner Zeit. Dazu gehören u. a. die Manichäer, die Skeptiker und die Platoniker. Alle diese Strömungen lassen Augustinus, der wiederum als Prototyp des Fragenden und Suchenden erscheint, unbefriedigt. Letztlich findet er den Gott nach dem er sucht, auch wenn seine Suche nicht endgültig zufriedengestellt erscheint. In seinen Bekenntnissen bleibt Augustinus stets selbstkritisch und das macht auch das Besondere an dieser Schrift aus, da hier geradezu ein "moderner" Charakter-/ Wesenszug erkennbar wird. Augustinus hinterfragt und zwar ständig, er gibt sich nicht leichtfertig zufrieden, sondern bastelt vielmehr stets an seiner Identität (Patchwork-Identität). Er ist keineswegs indifferent gegenüber bestehenden gesellschaftlichen und religiösen Mustern und Normen. Neben dem reflexiven Charakter des Augustinus, in dem man manchmal auch sich selbst wiedererkennt, bekommt man besonders viele Eindrücke über eine ganze Epoche. Besonders von den bereits erwähnten phil. Strömungen und deren Lehre und Wahrnehmung in der spätantiken Gesellschaft erhält man einige Eindrücke.

Die Lektüre lohnt sich also, Augustinus bleibt immer "Kind" seiner Zeit - wie sollte es auch anders sein - und deshalb sollte man auch vorschnell keine modernen Deutungsmuster an seine Sinnwelt herantragen. Am besten ein jeder macht sich ein eigenes Bild. 5 Sterne, absolut empfehlenswert!!!
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44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Bekenntnisse sind das bekannteste Werk des Philosophen und Theologen Augustinus. Es gibt dieses Buch in 2 Versionen: die eine enthält nur die Biographie von Augustinus und endet mit dem 10. Buch. Es wurde der "philosophischste" und komplizierteste Teil des Werkes ausgelassen, um eine allgemeine Verständlichkeit zu ermöglichen. In der Lebensgeschichte von Augustinus findet man interessante Gedanken der Moraltheologie und Philosophie. Die komplette Ausgabe beinhaltet auch die restlichen 4 "Bücher", in denen eine Deutung der Genesis geliefert wird, die wirklich tiefgrundig und faszienierend ist, mit vielen metaphysischen Überlegungen. Es findet sich dort erstaunliches vorweggenommen: das "cogito ergo sum" von Descartes, viele Gedanken von Kant, Hume, Popper und anderen Philosophen. Er behandelt Themen des subjektiven Erlebens der Welt, der Funktion des Gedächtnisses. Augustinus' Abhandlung über die Zeit ist bis heute die einflußreichste (die beste!) über dieses Thema, diskutiert auch von Physikern wie Stephen Hawking. Es bedarf einer Einstellung auf den Sprachstyl, der jedoch weit von der Komplexheit der Kantschen Sprache entfernt ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Mehr Gotteslob nirgends
Vorbemerkung: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Die Anaconda-Version, die ich gelesen habe, hat nur 94 Seiten. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von helmut seeger veröffentlicht
Ein erstaunlicher Blick auf das Leben eines geistlichen Giganten
Dieses Buch ist eine sehr bewegende und unvergessliche geistliche Autobiographie, und Augustinus erzählt uns diese Geschichte, wie kein anderer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2009 von Thomas
Eher negativ.
Ein seltsames Buch ist das schon. Ich kenne es auch aus der Schulzeit. Später wiedergelesen, fand ich es wirklich abstoßend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juni 2007 von Rezensentin/Rezensent
Der Klassiker ecclesiogener Neurosen!
Was mich schon als Gymnasiast am meisten gestört hat, ist diese ewige,zwanghafte, nie endende Lobhudelei Gottes. Salopp gesagt,ich dachte damals, der tickt nicht richtig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juni 2007 von Rezensentin/Rezensent
kranker Typ!
Der berühmte Psychoanalytiker Tilmann Moser hat Augustin treffend als kranken Neurotiker, Depressiven, Feind des irdischen und der Fleischeslust entlarvt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2007 von Rezensentin/Rezensent
Vorsicht vor falschen Rezensionen!
Vielleicht hast du es ja schon bemerkt: fast keine der Rezensionen bezieht sich auf DIESES Buch! Sie beziehen sich alle auf verschiedene Ausgaben und Werke und wurden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2007 von tinatina
Zeitgemaess
wenn plato augustinus gelesen haette, haette er anders gedacht. der text haette zu ihm

gesprochen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2007 von P G
Nur allgemeine, wenig umfassende, Erzählung!
War sehr enttäuscht als ich das Buch bekommen habe .... es handelt sich lediglich um eine kurze Umschreibung / Erzählung über wenige Punkte des Werkes von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. November 2006 von PDF
Der Klassiker der Bekehrung
Der Klassiker der Bekehrung: Augustinus Weg vom Manichäer zum Kirchenvater. Die persönliche Schilderung seines Wegs zu Gott aus der Verwirrung zwischen römischer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2004 von Dr. Max Bart
Vater des Christentums westlicher Prägung
In Augustinus haben wir wohl den "Vater aller Religionen" christlicher Prägung, um es einmal mit einem Ausdruck zu umreißen, der heutzutage vielfach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2004 von Klaus Grunenberg
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 (Was ist das?)
&quote;
Wer als mein Herr! Denn wer ist Herr außer dem Herrn, und wer ist Gott außer unserm Gott! Du Höchster, Bester Mächtiger, Allvermögender! Du Erbarmungsvoller und Allgerechter, Verborgenster und Allgegenwärtiger, voll Schönheit und voll Stärke! &quote;
Markiert von 4 Kindle-Nutzern
&quote;
und dein Rathschluß bleibt unwandelbar! Auf nimmst du, was du findest, und hast es doch nie verloren; bedarfst nichts, und freuest dich des Gewonnenen; nie habsüchtig treibst du dir Zinsen ein! &quote;
Markiert von 3 Kindle-Nutzern
&quote;
Was weiß der Mensch zu reden, wenn er redet von dir? Der Beredten Mund verstummt vor dir, aber webe denen, die von dir schweigen! &quote;
Markiert von 3 Kindle-Nutzern

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