Hier haben wir ein Buch, das nicht nur zeigt, wie man Gemüse verwenden kann. Es ist auch kein Kochbuch im eigentlichen Sinne. Es ist auch nur zum Teil ein kulturhistorisches Werk. Es deutet an, dass Pflanzen, nicht nur die als Gemüse genutzten, mehr sind als nur irgendwelche Gewächse. Jede Pflanze hat ihren eigenen Charakter, nicht nur einen Äußerlichen wie Aussehen, Geschmack und Duft, sondern auch einen wesenhaften Charakter, der in dem Buch als planetarische Eigenschaft kurz angerissen wird und andererseits mit dem Begriff "Pflanzendeva" beschrieben wird. Der Autor beschreibt die Pflanzen aus einem ungewohnten Blickwinkel, einer (wie ich finde)gelungenen Mischung aus Anekdoten, kulturhistorischen Exkursen, magischen Anwendungen, astrologischen Eigenschaften und Heilwirkungen, ohne jedoch irgendetwas zu sehr zu loben, zu übertreiben oder anzupreisen.
Das Buch regt an, die Pflanzen, die uns umgeben mit anderen Augen zu sehen und ernster zu nehmen. Außerdem stimmt es nachdenklich, was unsere Ernährung angeht. Wie unbewußt stopfen wir doch so manches in uns hinein. Dieses Buch macht Lust auf einen bewußteren Umgang mit Nahrungspflanzen und aufs Experimentieren in der Küche und im Garten.