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Am Beispiel meines Bruders Gebundene Ausgabe – 15. August 2003

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1. Auflage, (15. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462033204
  • ISBN-13: 978-3462033205
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 1,6 x 19,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 405.932 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Uwe Timm gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1940 in Hamburg geboren. Nach einer Kürschnerlehre und einem Philosophiestudium in München und Paris veröffentlichte Timm 1971 seine ersten Gedichte. 1974 erschien sein Romandebüt "Heißer Sommer". Mit "Rennschwein Rudi Rüssel" machte er sich auch als Kinderbuchautor einen Namen. Geprägt von der 68er-Bewegung, nahm er sich als Autor auch immer wieder der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an. Timm ist vierfacher Vater und lebt heute in München und Berlin.

Produktbeschreibungen

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In Toni Morrisons Roman Menschenkind geistert ein Opfer der Sklaverei noch Jahre später am Ort des Geschehens herum. Auch Uwe Timms älterer Bruder spukt Jahrzehnte nach seinem Tod durch dessen Träume. Nur, dass er zu den Tätern zählt -- anfänglich.

Als Angehöriger der SS-Totenkopf-Division verliert Karl-Heinz auf dem Russland-Feldzug zuerst beide Beine, dann das Leben. Durch das trauernde Nicht-Vegessen-Wollen der Mutter und das zornige Nicht-Vergessen-Können des Vaters wird er für den 1940 geborenen Autor zur mythischen Figur, ist "abwesend und doch anwesend". Als Eltern und Schwester nicht mehr leben, kann er endlich auch darüber schreiben.

Mithilfe der Feldpostbriefe und seiner Erinnerung an die Erinnerungen der Eltern nähert er sich dem fremden Bruder. Dessen Kriegsnotizen "verraten weder den Überzeugungstäter noch aufkeimenden Widerstand", deuten nur an, wie Ganz normale Männer allmählich zu Mordmaschinen werden: "75 m raucht Iwan Zigaretten, ein gefundenes Fressen für mein MG." Timm rechnet mit dem Schlimmsten: Meint "Läusejagd" wirklich nur eine hygienische Maßnahme?!

Eigene Erinnerungen rahmen das Suchbild ein: Nazi-Größen müssen 1945 plötzlich die Straße fegen; der Vater stürzt sich, wie seine gekränkte und kranke Generation, in den "lärmenden Wiederaufbau"; die 74-jährige Mutter reist auf den Spuren des Sohnes in die Ukraine. Timm versucht zu urteilen, ohne zu verdammen, und wittert stets "die Gefahr, glättend zu erzählen".

Ebenso behutsam wie schonungslos legt er menschliche Abgründe offen, bringt deutsche Befindlichkeiten in schlichte Sätze, die nachklingen: "Die Erziehung zur Tapferkeit... führte zu einer zivilen Ängstlichkeit." Oder: "Erst wenn etwas zur Sprache kommt, kann sich auch Widerspruch bilden."

Ein Altachtundsechziger rekapituliert am Beispiel seines Bruders Geschichte im Kleinen und Großen, mehr wehmütig als wütend. Wo er das Schreiben als "Notwehr" begreift, hat es dem Älteren irgendwann die Sprache verschlagen: "Hiermit schließe ich mein Tagebuch, da ich es für unsinnig halte, über so grausame Dinge, wie sie manchmal geschehen, Buch zu führen." --Patrick Fischer

Pressestimmen

»Eine ebenso dichte wie aussagekräftige Familiengeschichte«, Jochen Hörisch, Neue Zürcher Zeitung

»Ein künftiger Klassiker seines Genres [...] Nüchterner und liebevoller, zarter und unerbittlicher ist über die deutsche Vergangenheit selten geschrieben worden.«, Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein größere Harmonie zwischen der Nähe subjektiv-identifikatorischer Aneignung und der Distanz historischer Beurteilung, mithin Poesie und Aufklärung ist kaum denkbar.«, Ursula März, Die Zeit

»Ein kluges, berührendes Buch.«, Gudrun Norbisrath, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

»Die Jungen sollten es lesen, um zu lernen, die Alten, um sich zu erinnern, und alle, weil es gute Literatur ist.«, Elke Heidenreich

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karl-Heinz Heidtmann am 22. August 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Uwe Timm ist von seinem ersten Buch an immer schon ein ganz anderer" deutscher Autor gewesen, zeichnen sich seine Bücher durch einen hohen Grad an Authentizität bzw. Realitätsbezug aus. Die Gattung Roman oder Erzählung - auch wenn diese oftmals den Buchdeckel verziert - ist deshalb letztlich nicht immer wirklich passend.

Beschrieb Timm in seinem ersten Roman die Zeit der 68er, oder erzählte er später die Geschichte des Hochrads oder der Currywurst, so war dies immer auch ein Stück non-fiktionale" Zeitgeschichte. Immer sauber recherchiert, immer interessant, immer erbaulich.

Besonders spannend wird es dann, wenn Timm seine eigene Geschichte erzählt, wie in Heißer Sommer", Rot" oder besonders hervorzuheben Der Freund und der Fremde".

Das vorliegende Buch, das ganz bezeichnenderweise ganz ohne Gattungsbegriff auskommt, ist Uwe Timms intimstes Buch. Das Aufarbeiten der Lebensgeschichte seines im Russlandsfeldzug umgekommenen deutlich älteren Bruders Karl-Heinz hat Timm lange vor sich her geschoben. Es hat ihn spürbar viel Überwindung und Kraft gekostet.

Dabei ist dieses Buch nur zum Teil seinem Bruder gewidmet. Mindestens ebenso einfühlsam nähert sich Timm seinen anderen verstorbenen Familienmitgliedern an: Dem Vater, der Mutter, der Schwester. Nicht nur wer sich in der systemischen Theorie auskennt weiß, dass die eigene Lebensgeschichte untrennbar von den anderen Familienmitgliedern ist. Wer etwas über sich erfahren will, kann dieses also nur im Spiegel und in der Begegnung mit den anderen.

Martin Walser hat in einem gemeinsam mit Günter Grass kürzlich erschienenem Interview gesagt, er, ein Schriftsteller, schreibe immer über das, was ihm fehlt.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zeilensprung am 9. Oktober 2005
Format: Taschenbuch
Uwe Timm hat gerade sein Erinnerungsbuch an Benno Ohnesorg veröffentlicht, dass mich sehr beeindruckt und begeistert hat. Nun habe ich sein Erinnerungsbuch an den Bruder gelesen,
mit dem Uwe Timm bereits vor längerer Zeit eine große Leserschaft erreicht hat. Wer noch keines seiner Bücher gelesen hat, sollte vielleicht mit "Am Beispiel meines Bruders" beginnen, denn auch hier erzählt Uwe Timm sehr persönlich aber immer diskret von seiner Familie und seinen Prägungen!
Wer war der "große" Bruder, der 1943 in Russland fiel, nachdem er im Lazarett unmenschliche Qualen erlitten hatte? Wie hat diese Abwesenheit ihn und seine Familie geprägt? Das sind die zentralen Fragen um die sich dieses schmale, gleichsam gewichtige Buch dreht.
Uwe Timm erzählt von seinen Eltern, dem Pioniergeist der Nachkriegszeit von dem auch die Timms beseelt sind, die sich eine vielversprechende, aber doch zum Scheitern verurteilte Existenz als Kürschner aufbauen. Uwe versucht, in die Fußstapfen des toten Bruders zu treten, lernt - ungern - ebenfalls das Kürschnerhandwerk.
In vielen - manchmal durch Kleinigkeiten ausgelösten - Erinnerungsfragmenten lässt Uwe Timm den Leser an seiner eigenen Geschichte teilhaben, die einzigartig und dennoch repräsentativ ist für diese Generation.
Ein schönes, niemals anklagendes Buch, dass allen Beteiligten versucht gerecht zu werden ohne jemals in eine unkritische Verteidigungshaltung zu rutschen! Ein grandios erzähltes und versöhnliches Buch!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 14. Oktober 2003
Format: Gebundene Ausgabe
In seinem neuen Buch befasst sich Uwe Timm ( Jahrgang 1940 ) mit seiner Herkunftsfamilie. Eindringlich hinterfragt er das Denken und Handeln seines um viele Jahre älteren Bruders, der Mitglied der SS-Totenkopfdivision war und reflektiert am Beispiel seines Vaters " die kranke Generation , die ihr Trauma " ( nicht länger als Herrenmenschen gesehen zu werden) " im Wiederaufbau verdrängten."
Ausschlaggebend für das Buch waren, laut Timm , die Tagebuchaufzeichnungen und Feldbriefe seines Bruders, die dieser aus der Ukraine schrieb und in denen er " geschliffen " und enthumanisiert durch seine " SS-Elite"-Ausbildung, monoton den Kriegsalltag schildert, ohne sich dabei in Details zu verstricken. Sein konkretes Tun bleibt nebulös!
Uwe Timm, der sich intensiv mit den Machenschaften der Soldaten in Russland und der Ukraine befasst hat, weiß um den Massenmord in Babij Jar, einer Schlucht in der Nähe von Kiew. Dort wurden 33 771 Juden seitens eines Sonderkommandos eines deutschen Polizei-Regimentes exekutiert. Zu welchen Handlungen war sein Bruder fähig?
Timms Bruder starb, aufgrund seiner schweren Kriegsverletzungen , im Jahre 1943 und wurde irgendwo in der Nähe von Minsk beerdigt. Sein Tagebuch endet mit dem Hinweis, dass er es " für unsinnig halte, über so grausame Dinge, wie sie manchmal geschehen, Buch zu führen."
Die Elterngenerationen verdrängte nach dem Ende der Nazi-Zeit die Gräueltaten, welche seitens der Deutschen, während des 2.Weltkrieges, begangen worden waren und schwieg. Der Autor analysiert Verstocktheit und Trotz, aufgrund politischer und mentalitätsmäßiger Entmachtung.
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