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Am Beispiel des Hummers [Taschenbuch]

David Foster Wallace , Marcus Ingendaay
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

18. November 2010
»Es bleibt die Tatsache, dass sich der Hummer verzweifelt wehrt ...« Jedes Jahr findet im amerikanischen Bundesstaat Maine das Maine Lobster Festival statt, bei dem innerhalb von vier Tagen mehr als 9.000 kg frischer Hummer verspeist werden, gekocht im größten Topf der Welt. David Foster Wallace besuchte 2003 dieses Festival, um im Auftrag der Feinschmeckerzeitschrift Gourmet eine Reportage zu schreiben. Wie schon bei »Schrecklich amüsant«, der Beschreibung einer Kreuzfahrt, sind seine Beobachtungen so überraschend wie scharfsinnig. Die Wahl der Maine Seegöttin, ein Kochwettbewerb, ein Captain Blackbeard, der die Gäste am Strand erschreckt, eine große Parade und viele kleine Attraktionen für die Kinder – das ist das Rahmenprogramm, das um das große Fresszelt in Rockland, einem kleinen Ort in Maine, Anfang August geboten wird. Das Wichtigste aber: Hier gibt es Hummer satt, der im größten Hummerkochtopf der Welt vor den Augen der hungrigen Besucher seinem Siedepunkt entgegenkocht. David Foster Wallace geht dem Unbehagen beim Anblick der kochenden und vielleicht leidenden Hummer nach und stellt die Frage, ob der Hummer, der ganz offensichtlich versucht, dem heißen Wasser zu entkommen, nicht doch Schmerz empfindet, allen Beteuerungen der Festivalorganisatoren zum Trotz.

Wird oft zusammen gekauft

Am Beispiel des Hummers + Das hier ist Wasser / This is Water: Anstiftung zum Denken Zweisprachige Ausgabe (Engl. / Dt.) + Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Preis für alle drei: EUR 19,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 64 Seiten
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch (18. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041266
  • ISBN-13: 978-3462041262
  • Originaltitel: Consider the Lobster
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.982 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Gerade einmal 46 Jahre alt, nahm sich David Foster Wallace im September 2008 das Leben. Sein Werk gehört zum Vielseitigsten und Interessantesten der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er verfasste hochkomplexe Romane wie "Infinite Jest" ebenso wie Satiren, Reportagen oder Sachbücher. Für die New York Times erschloss er in einem legendären Essay "Roger Federer as Religious Experience", und in "Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich" erweist er sich als feiner Beobachter des Geschehens auf einem Luxus-Kreuzfahrtdampfer. Erste Geschichten und einen Roman schrieb er während seines Studiums von Literatur und Philosophie. Seit 2002 lehrte am Pomona College im kalifornischen Claremont Englisch und "Creative Wiriting". Geboren wurde David Foster Wallace 1962 in Ithaca im Staate New York.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Das alles trägt Wallace mit wenig Ironie, viel Mitgefühl und sehr unerwarteten und durchdachten Worten vor.«, Katharina Döbler, Die Zeit

»Die Bücher, Erzählungen, Reportagen und Essays waren immer von einem militanten Witz durchzogen, der seine Kraft auch aus der Nähe zum Objekt bezog.«, Tobias Rapp, taz

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Foster Wallace, 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Unendlicher Spaß, Kleines Mädchen mit komischen Haaren, Kurze Interviews mit fiesen Männern, Der Besen im System. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Widersprüche, wohin man auch schaut. 30. März 2009
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Ist es eigentlich in Ordnung, aus reiner Freude am Genuss ein fühlendes Wesen in einen Topf mit kochendem Wasser zu werfen?"

Wallace machte sich in diesem glänzend geschriebenen Essay für ein Lifestyle-Magazin philosophische Gedanken darüber, ob die Sauerei, die mit Hummeressen verbunden ist (nie gibt es genügend Servietten!) sich lohnt und überdies moralisch vertretbar ist. Er dachte über die mutmaßliche Schmerzempfindlichkeit dieser Kreatur nach, verwickelte sich dabei in Widersprüche, hatte keine Lösungsansätze und stellte resignierend fest, dass uns "die Schmerzen anderer Lebewesen grundsätzlich ... verschlossen bleiben." Dabei entlarvte er einmal mehr, dass unsere Moral oft nicht über Verbales hinausgeht. Diese Welt ist zu kompliziert, klare Antworten will kaum einer geben und die, die es tun, wie beispielsweise die Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA, waren ihm wegen ihrer so einfachen wie radikaler Schwarz-Weiß-Malerei unsympathisch. Gleichfalls unsympathisch erschienen ihm aber auch die saturierten, überreizten und ständig den Kick nachjagenden "Feinschmecker".

Diese Zweifel und Kontroversen sind nun Lichtjahre von David Foster Wallace entfernt. Er, der sich das eigene Leben nicht leichtgemacht hat, schied letztes Jahr durch Freitod aus dieser Welt. Ob er es tat, weil er schwere Depressionen hatte, weil er zu dünnhäutig fürs Leben war oder aus verborgenen Gründen, wer weiß das schon. Nicht nur die Schmerzen anderer Lebewesen bleiben uns letztendlich fremd. Sicher ist, dass mit ihm ein außergewöhnlicher Schriftsteller ging. Ich hätte noch viel mehr aus seiner Feder lesen wollen.

Helga Kurz
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hummer 14. April 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Leider ist dieses Buch kein "richtiges" Buch. Hier wird mit dem gestreckten Layout die Kürze des Textes kaschiert. Die Geschichte selbst steht in Folge von "Schrecklich amüsant...". Ein echter David Foster Wallace. Auf wundebare Weise fordert er uns durch die Darstellung der unterschiedlichen Interessenlagen (Hummer und Mensch) zum Nachdenken auf. Es steht nun zu erwarten, daß die Fangemeinde mit weiteren solchen überteuerten Happen "bedient" wird. Trotzdem, ich freue mich auf jede Veröffentlichung.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen fast eine mogelpackung 12. März 2009
Von bastrock
Format:Gebundene Ausgabe
nichts dagegen, dass nun auch kleinere texte von david foster wallace in buchform zugänglich werden. aber das ist eine kleine mogelpackung, es handelt sich tatsächlich um einen beitrag in artikellänge, der mit layoutricks als buch verkauft wird. der aritkel ist gut, aber kann natürlich niemals so sehr in die tiefe gehen wie etwa wallaces reportage über seine karibikkreuzfahrt. aber 30 minunten interessanten lesestoff hat man schon damit.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kleines, tolles Buch 30. April 2010
Von gp2121
Format:Gebundene Ausgabe
Im Sommer 2003 schickte das amerikanische Magazin Gourmet den Schriftsteller David Foster Wallace zum alljährlichen Lobster Festival in Maine. Dort steht nicht nur der größte Hummerkochtopf der Welt, es gibt noch eine Reihe anderer Attraktionen. Konzerte mit bekannten Country Sängerinnen, eine Schönheitskonkurrenz inklusive der Wahl zur Midcoast Meeresgöttin, eine große Parade am Samstag und am Sonntag ein spezielles Wettrennen. Das Crate Race. Da müssen die Teilnehmer über eine tückische Brücke aus Krabbenkisten laufen und zum Vergnügen der Zuschauer gehen sie meist baden.

Man sieht, das Lobster Festival ist eine jener typischen Veranstaltungen, bei denen sich sehr viele Menschen sehr gut amüsieren; ein paar sich aber zutiefst unwohl fühlen. Und einer jener, der das, was er da sieht gar nicht leiden kann, ist David Foster Wallace. Schon in seinem Buch 'Schrecklich amüsant ' aber in Zukunft ohne mich', beschreibt er, wie ein sensibler Geist etwas an sich Tolles - eine Luxuskreuzfahrt - als etwas zutiefst Unangenehmes empfindet. Für Wallace war der Aufenthalt an Bord ein infernalisches Gepiesacktwerden von den teuflischen Erfindungen des organisierten Vergnügens. Und ähnlich ist es dem Autor auch in Maine ergangen.

Vieles kann er nicht leiden; eigentlich kann er gar nichts leiden. Er beschwert sich über die zwanzig Dollar extra die beim Konzert für einen Klappstuhl verlangt werden. Über die geringe Anzahl von Dixie Klos und darüber, dass das Finale zur Wahl zur Meeresgöttin nichts anderes als eine zähe Prozedur voller Danksagungslitaneien an lokale Sponsoren ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Reportage 28. Dezember 2012
Von Ruprecht Frieling TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hummer wollte ich immer schon einmal essen, aber es ist nie dazu gekommen. Mal schien er mir unerschwinglich teuer, mal hielt ich es für dekadent und deshalb ablehnenswert. Dann wieder wusste ich nicht, wie die Scheren fachgerecht geknackt werden müssen, um ohne öffentliche Blamage an das eiweißreiche Fleisch zu kommen. Jetzt habe ich David Foster Wallaces kurze Reportage über das Maine Lobster Festival gelesen und dadurch miterlebt, wie 25.000 Pfund fangfrischer Hummer in die Mägen von mehr als 100.000 Besuchern wandern. Ja, und irgendwie ist mir dadurch der Appetit auf die mit Furcht erregenden Zangen bewaffneten Krebstiere gründlich vergangen.

Dabei kommt der Text, ursprünglich für ein Gourmet-Journal geschrieben, wie ein Appetithäppchen daher: Wallace, Großmeister der Reportage, besucht das traditionelle Hummerfestival und beschreibt, was dort geboten wird. Tonnenweise Hummer wird direkt vom Kutter in den größten Hummerkessel der Welt geworfen und in kochendem Wasser gesotten, um dann im großen Fest- und Fresszelt von entfesselten Schlemmern verzehrt zu werden. Kochwettbewerb, Rummelplatz, Schönheitswettbewerb und Souvenirparaden bilden das Rahmenprogramm, mit dem der US-Bundesstaat Maine als weltgrößter Hummerlandeplatz punktet.

Der Leser erfährt, dass Hummer noch im 19. Jahrhundert als Dreckfraß galt, der zur Gefangenensättigung genutzt wurde. Denn der Hummer als alles vertilgender Müllschlucker des Meeres genoss den Status der Ratte, und derartiges Zeug war für den verurteilten Abschaum der Gesellschaft gerade gut genug.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen hochamüsant
intelligent und abgründig. ein schreckensbild der heutigen gesellschaft und dabei doch so unaufgeregt und authentisch. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von www veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen ganz nett
Die kleine Geschichte von David Foster Wallace gehört ins Feuilleton,wozu Sie auch geschrieben Wurde.Ganz nett aber ein Buch daraus machen?.
Vor 18 Monaten von gerold Haas veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein wenig am Thema vorbei.
Wäre ich wirklich ein Leser der Zeitschrift "Gourmet" gewesen, wäre ich mir wohl verarscht vorgekommen, da es sich bei hierbei um ein eher exklusives Fachblatt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juni 2012 von cklewer
2.0 von 5 Sternen Das Unbehagen an der Hummerorgie
Worum geht es in diesem schmalen Bändchen, das in ca. 60 Minuten durchgelesen werden kann und zwischen journalistischer Reportage und Essay anzusiedeln ist? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2011 von rouget
4.0 von 5 Sternen David Foster Wallace - Am Beispiel des Hummers
Die Ingendaay Übersetzung dieses Foster-Wallace-Werkes über das alljährlich statfindende "Maine Lobster Festival" beginnt als Kulinarischer Bericht und mündet... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2011 von Fibbe
5.0 von 5 Sternen Ein Beispiel, welches Bände spricht
Die Zeitschrift Gourmet entsendet den Schriftsteller David Foster Wallace im August 2003 zum Maine Lobster Festival, dem größten Hummerfest mit dem größten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2010 von Vegetarierbund
2.0 von 5 Sternen In der Tat eine Mogelpackung
Wie einige Rezensenten vor mir bereits bemerkt haben handelt es sich bei diesem Buch in der Tat nur um einen Artikel, wohlgemerkt einen 20 seitigen Artikel, der zudem (in leicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2010 von Johannes Fehrle
5.0 von 5 Sternen Großartig!
Eines der wichtigsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Souverän geschrieben und bei allen duchaus humorvollen sprachlichen Kunstgriffen sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2009 von Dr. Stefan Eisenhofer
5.0 von 5 Sternen Ein Essay über die Grausamkeiten der Gourmets
Ich will gar nichts zu dem doch sehr großzügigen Satz des Büchleins verlieren, da es dann doch so ist, dass es wahrscheinlich nur wenigen Autoren heutzutage... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. September 2009 von Laurel
5.0 von 5 Sternen Das Lobster Festival in Maine
AM BEISPIEL DES HUMMERS von David Foster Wallace ist eine Satire auf die 50.000 Hummer, welche auf dem Lobster Festival über die Theke gehen und doch gerne am Leben geblieben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2009 von Thorsten Wiedau
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