Gefreut hatte ich mich auf die Schilderung der Erlebnisse eines RADFAHRES bei einer WELTUMRUNDUNG. Die körperlichen Strapazen, die Probleme mit der Technik, Ernährung, Kleindung, Unterkunft usw.
In dem Buch beschreibt Carsten Janz aber primär seine ganz persönlichen Erlebnisse in der Zeit, in der er mit dem Rad unterwegs ist (Konfrontation mit anderen Kulturen, Liebschaften, Sehnsüchte...).
Das hat schon einen ganz anderen Fokus. Hier fehlt mir doch sehr stark die Orientierung auf das Radfahren und die dadurch resultierenden Probleme bzw. Erlebnisse. Vereinzelt werden solche Sachverhalte mal beschrieben (Kampf Rad gegen Road Train auf der Panamericana), doch eben leider nur vereinzelt. Seine persönlichen Erlebnisse als Lehrer in Japan zum Beispiel, beschreibt Carsten Janz hingegen auf über 20 Seiten.
Enttäuschend ist teilweise auch, in welchem Umfang seine Erlebnisse in den einzelnen Ländern beschrieben werden. So erstreckt sich die Schilderung seiner Erlebnisse z.B. in Australien (wo er wohl bereits als Backpacker einmal war) auf über 25 Seiten, wohingegen Neuseeland nur mit Ankunft und Abflug erwähnt wird. Kein Wort über dieses unglaubliche Land. Hier legt Carsten Janz seine ganz persönlichen Schwerpunkte zugrunde. Die Länder die ihm etwas bedeuten werden beschrieben, andere nur vollständigkeitshalber erwähnt.
Der Schreibstil in dem Carsten Janz seine Erlebnisse formuliert ist meines Erachtens etwas zu Melodramatisch. Teilweise liest es sich daher wie ein Roman mit dramaturgischen Höhepunkten und eben nicht wie ein Reisebericht.
Mein Fazit: Das Buch hat ehr einen autobiografische Ausprägung und interessant für jeden, der an der Person "Carsten Janz" interessiert ist.