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Produktinformation
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Ich wache auf und bin Prinzessin Diana. Neben mir in den champagnerfarbenen Seidenkissen - ist es Charles, mein Ehemann und Erbe des britischen Königreichs? Ja, es ist Charles. Er war schon beim Polo-Training, war leise gegangen, um mich nicht zu wecken, und nun liegt er wieder an meiner Seite, frisch geduscht. Ich glaube, er tut nur so, als ob er schläft. Ich, Prinzessin Diana,. fahre mir durch die blonden Locken, sie sind etwas zerzaust, und vermutlich glänzt meine Nase, wie manchmal am Morgen. Um Charles diesen Anblick zu ersparen, halte ich kokett den Rüschenkragen meines Janet-Reger-Nachthemds vor die Nase und frage: »Oh Love, are you sleeping anymore?«
Nein, er hatte nur so getan, weil er dachte, daß ich noch schlafe! Ich sehe Charles, meinen Ehemann und Erben des britischen Königreichs an mit meinen blauen Augen und frage: »Oh Love, please help me - was soll ich zum Frühstück zu mir nehmen? Kaffee oder Schokolade? Und was soll ich heute anziehen, wenn ich im Museum deiner Urgroßeltern die Insekten-Ausstellung eröffne?«
Charles sieht mich an und sagt: »Oh Love, was du tragen wirst, es wird vollkommen sein, weil du vollkommen bist. Zieh doch deine neue rosa Bluse an.« Und dann sagt er: »Please Love, probier mal die neue Kaffeemischung, sie ist aus deiner Lieblingskolonie.«
Ja, Charles löst all meine Probleme! Ich drücke eine Taste der Rufanlage neben unserem Bett.
»Yes, Your Royal Highness?« antwortet die Chef-Kammerzofe.
»Ich werde heute meine neue rosa Bluse tragen.«.
»Yes, Your Royal Highness«, antwortet die Chef-Kammerzofe, »You will look beautiful!«
Als ich noch überlegte, wie mein Leben wäre, wenn zum Beispiel ich Prinzessin Diana wäre - also nicht, daß Diana meine Idealfrau wäre, die ist mir zu bürgerlich, also zu etabliert, zu konservativ, viel zu wenig intellektuell; aber..........
Eva Heller zeigt amüsant den Zeitgeist der 80er Jahre zumindest in der "sozialkritischen" Studentenszene auf. Den Konflikt, bestimmte soziale Rollen wie Ehepartner, Vater/Mutter oder Angestellter annehmen zu müssen, erleben viele junge Leute heute auch. Die alltäglichen Beziehungsprobleme kennt sowieso jeder. Dadurch ist das Buch auch heute noch wirklich witzig - besonders, wenn man einige der "nicht-bürgerlichen" Constanze Wechselburgers, Heimchen wie Birgit & Sieglinde, Laberköpfe wie Gottfried Schachtschnabel und "Kapitalisten" wie Albert oder Wolf-Dietrich im eigenen Bekanntenkreis wiedererkennt. Wer den Bestseller noch nicht gelesen hat: für den nächsten bürgerlichen Urlaub reservieren! :-)
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