Ich muss gestehen, dass ich das Buch schon vor 5 Jahren zum ersten Mal gelesen habe, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. Damals fand ich es sehr witzig und habe es auch einer Freundin geborgt, die auch schwanger war.
Inzwischen habe ich schon 2 Kinder und bin gerade mit dem 3. schwanger. Als ich das Buch jetzt wieder gelesen habe, war ich ziemlich entsetzt. Einerseits über die oberflächlichen und auch fragwürdigen "Ratschläge", die in diesem Buch gegen werden, als auch über mich selbst. Ich kann beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen, wie mir dieses Buch früher gefallen konnte.
Die Autorin gibt zu und empfiehlt sogar, den genauen Geburtstermin doch einfach mit dem Arzt im vorhinein festzulegen. Die beste Geburtseinleitung sei einfach eine Oxytozin-Infusion, dann kann die Geburt schon los gehen. Aber selbstverständlich nicht ohne PDA. Jede Frau, die heutzutage noch Schmerzen bei der Geburt ertragen will, ist vorsintflutlich und selber schuld.
Dieses Buch ist definitiv nicht für all jene geschrieben, die eine natürliche Geburt anstreben. Zielgruppe ist hier wohl eher das US-amerikanische Publikum, das die Verantwortung an der Geburt des eigenen Kindes an den diensthabenden Arzt abgibt und lieber entbunden wird.
Aber was kann man schon von einem Buch über Schwangerschaft und Geburt erwarten, wenn die Autorin über sich selbst sagt, dass sie erst den Zustand des Mutterseins genießen konnte und nicht das schwanger sein? Witzig wird man das Buch nur dann finden, wenn man noch keine Ahnung vom Thema Schwangerschaft und Geburt hat. Denn dann hinterfragt man den Inhalt nicht und glaubt den Ratschlägen einer 4-fachen Mutter.