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Beichtgang: Fiktive Autobiografie eines katholischen Hauptlehrersohns [Taschenbuch]

Christian Bedor
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

25. November 2002
Thomas Lehr wächst Ende der 50er Jahre als jüngstes von vier Geschwistern in der Schule eines kleinen dt. Dorfes auf. Er wird von seinen Eltern u. der Kirche auch mit körperlicher Strafe streng katholisch erzogen. Anfangs lebt er in der Welt der Zehn Gebote, glaubt an aufrichtige Liebe, Ehrlichkeit u. Gehorsam. Für seinen Vater, der Schulleiter ist, muss Thomas als Zehnjähriger Bier und Schnaps kaufen, was ihm große Schuldgefühle bereitet. Ferner erfährt er vom langjährigen Verhältnis des Vaters mit seiner Klassenlehrerin. Die Familienkrankheit Alkoholismus schreitet soweit fort, dass sein Vater nicht mehr arbeiten kann u. sterben will. Abzusehen ist, dass sich Thomas zu einem Erwachsenen Kind entwickeln wird, denn Schuld, Angst, Scham und Ohnmacht sind seine Lebensbegleiter. Die fiktive Autobiografie ist sehr zu empfehlen für Jugendliche u. Erwachsene kath. Glaubens sowie Menschen, die in alkoholkranken Familien leben.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (25. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831143978
  • ISBN-13: 978-3831143979
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 20,3 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.510.034 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

Thomas Lehr wächst Ende der 50er Jahre als jüngstes von vier Geschwistern in der Schule eines kleinen deutschen Dorfes auf. Er wird von seinen Eltern und der Kirche auch mit körperlicher Strafe streng katholisch erzogen. Anfangs lebt er in der Welt der Zehn Gebote, glaubt an aufrichtige Liebe, Ehrlichkeit und Gehorsam. Für seinen Vater, der Schulleiter ist, muss Thomas als Zehnjähriger Bier und Schnaps kaufen, was ihm große Schuldgefühle bereitet. Ferner erfährt er vom langjährigen Verhältnis des Vaters mit seiner Klassenlehrerin. Die Familienkrankheit Alkoholismus schreitet soweit fort, dass sein Vater nicht mehr arbeiten kann und sterben will. Abzusehen ist, das sich Thomas zu einem Erwachsenen Kind entwickeln wird, denn Schuld, Angst, Scham und Ohnmacht sind seine Lebensbegleiter. Diese fiktive Autobiografie ist empfehlenswert für Jugendliche und Erwachsene katholischen Glaubens sowie Menschen, die in alkoholkranken Familien leben.

Über den Autor

Christian Bedor ist Autor, Foto-Text-Künstler u. Müllzeit-Los-Croupier. Er wurde 1957 geboren, studierte Neuere Dt. Literaturwissenschaft, Film- und Medienwissenschaften. Mitte der 90er Jahre gründete er die Foto-Text-Statt u. wurde bekannt durch seine Postkarten aus den Bereichen Witz, Satire u. Ästhetik sowie sein Walk-Act-Event mit Müll-Zeit-Losen und Postkarten. Seine Foto-Text-Karten sind seit 1996 im Handel. Mit seinem Event hatte er in den Folgejahren unzählige Auftritte, u. a.: Mainzer-Mini-Pressen-Messe, Pater Noster (Frankfurt), Frankfurter Buchmesse, Ev. Kirchentag 2001, Documenta 11 - 2002. Darüber hinaus wurde er von mehreren Firmen gebucht, die sein Event als erfolgreiche, künstlerische Marketingunterstützung nutzen. Hinzu kommen Walk-Act-Events als Tombola-Support. Verschiedene Zeitungen – z. B. Frankfurter Rundschau – berichteten bereits über Christian Bedor.

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4.0 von 5 Sternen Das laute Schweigen des Thomas L. 10. Mai 2004
Format:Taschenbuch
Distanzierte Sensibilität würde ich die Haltung nennen, in der Christian Bedor sich seinem Protagonisten Thomas Lehr nähert.
Eine deutlich männliche Art der Annäherung, die Emotionen eliminiert und stattdessen Äußeres, Umstände und Notwendigkeiten fokussiert.
Die emotionale Verletzung des kleinen Thomas, dessen Leben von der Geburt bis zum etwa 14jährigen Messdiener wiedergegeben wird, geht umso lauter aus den geschilderten Lebensumständen hervor, je unbedingter sie verschwiegen wird. Ein Kunststück, das Bedor hier fertigbringt. Er schafft es, die Sprachlosigkeit selbst sprechen zu lassen, in Episoden wie bei dem Sturz mit einem Tretroller oder einem Speiseeisgeschenk. Diese Eigenart seines Erzählstils hat mich am meisten beeindruckt und macht meiner Meinung nach den besonderen Wert von „Beichtgang" aus. Wie viele Gedanken, Befürchtungen, Berechnungsversuche, sachliche Erwägungen und Zukunftsprognosen sich während einer kurzen Fahrradfahrt im Bewusstsein eines einsamen vernachlässigten kleinen Jungen abspielen können!
Thomas ist Lehrersohn, unverkennbar, auf Pflichterfüllung und Standesbewusstsein so sehr getrimmt, dass schon das eigene Wollen und Wünschen im Ansatz verkümmert. Katholische Pfarrer und seine Lehrer(-Eltern) prägen seine Welt. Verbote und Gebote, die er ängstlich zu erfüllen sucht.
Sehr nahe kommt der Autor seinem Protagonisten, dringt in dessen abgeschottete Geisteswelt fast völlig ein, ohne kaum je ein Gefühl zu offenbaren, abgesehen von der lebensbestimmenden Angst vor Strafe, Blamage und davor, das Falsche zu tun. Thomas fühlt sich kaum je verletzt, dafür beschämt und unzulänglich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beichtgänge der Gesellschaft....? 18. August 2004
Format:Taschenbuch
Thomas Lehr wächst Ende der 50er Jahre als jüngstes von vier Geschwistern in der Schule eines kleinen deutschen Dorfs auf. Er wird von seinen Eltern und der Kirche auch mit körperlicher Strafe streng katholisch erzogen. Anfangs lebt er in der Welt der 10 Gebote, glaubt an aufrichtige Liebe, Ehrlichkeit und Gehorsam. Für seinen Vater, der Schulleiter ist, mußt Thomas als Zehnjähriger Bier und Schnaps kaufen, was ihm große Schuldgefühle bereitet. Ferner erfährt er vom langjährigen Verhältnis des Vaters mit seiner Klassenlehrerin. Die Familienkrankheit Alkoholismus schreitet soweit fort, daß sein Vater nicht mehr arbeiten kann und sterben will. Thomas entwickelt sich recht bald zu einem „erwachsenen Kind", das Schuld, Angst, Scham und Ohnmacht als Lebensbegleiter mit sich führt.

Christian Bedor beschreibt in diesem Buch anschaulich und selten erfrischend am fiktiven Beispiel des Thomas, wie sehr der Alkohol Menschen verändert. Ungewohnt unkatholisch nutzt der Autor alle stilistischen Möglichkeiten, den „Beichtgang" nicht zu einem zeigefingerdeutenden Lehrbuch für die reiferen Jahrgänge zu entwickeln. Stattdessen reiht er klitzekleine Beispiele jugendlicher Entwicklung aneinander, wie sie wohl jeder von uns kennen mag, und verschafft sich damit einen augenzwinkernden Wiedererkennungswert gerade in unsere Welt.

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5.0 von 5 Sternen Gefangen im Gedankennetz 6. Januar 2011
Format:Taschenbuch
Thomas Lehr - Lehr-er-Sohn, gefangen im Gedankennetz, das sein Umfeld leise um ihn spinnt, seit dem Moment, als er die Welt erblickt, was dem Vater im ersten Moment gar nicht auffällt ... Was für ein Start in was für ein Leben.

Dieser Junge bemüht sich nach Kräften, es »recht« zu machen. - Manchmal traut er sich einen Millimeter über die unsichtbaren Grenzen und wird - gemäß dem Gesetz der selbsterfüllenden Prophezeiung - ertappt, gedemütigt, erschreckt, bedroht, bestraft.

Den Eltern scheint er in soweit »egal« zu sein, dass sie ihn offenbar immer nur dann ernst und wahrnehmen, wenn wiedermal etwas in die Hose gegangen ist. Dann wird aber auch nicht viel Aufhebens gemacht, sondern »versorgt« und aus. Ansonsten kümmert sich jeder um sich selbst: Der Vater macht sein Leben mit Alkohol und einer »kleinen Freundin« rund, die Mutter sieht darüber hinweg und »frömmelt« stattdessen mit »Onkel Eberhard«.

Ich finde die Geschichte sehr »geladen«, der Druck baut sich immer weiter auf. Erlösung gibt es keine, wie es aussieht.
Aber, das Leben steckt noch in Thomas, selbst wenn alle versuchen es ihm auszutreiben. Er ist neugierig, steckt voller Fragen, ist fasziniert von Kleinigkeiten, Mechanik und Handwerkskunst. Diese kleinen Funken lassen durch die Geschichte trotz aller Beklemmung und Enge Hoffnung schimmern, dass einer von ihnen doch zu einem Feuer wird und »klein Thomas« so »leuchten« kann, wie er es eigentlich würde, ohne das lähmende Gedankennetz.

Für mich ist »Beichtgang« eine Mahnung.
Sollten wir so mit Kindern umgehen - in der Schule, in religiösen Gemeinschaften?
Was ist mit unseren »inneren Kindern«? Gehen wir nicht auch so mit uns selbst um?
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