Dieser Roman hat alles, was der deutschen ChickLit bislang schmerzlich fehlte: Tiefe, Brillanz, Kenntnis von Genre und Szenerie, gnadenlose Härte, und vor allem: Witz. Nicht im Sinne von Schenkelklopf-Klamauk oder "Huch, was mir neulich wieder Peinliches passiert ist"-Alberei. Sondern: der brutale Humor, der nur aus Erfahrungen entstehen kann, die alles andere als lustig sind. Die Klarheit des Denkens und zum GLÜCK komplett fehlende Larmoyanz der Autorin stellen sie in eine Riege mit Candace Bushnell, der US-amerikanischen Großkünstlerin des Genres. Ich schliesse mich dem Wunsch einer anderen Online-Rezension an und fordere nachdrücklich den zweiten Roman von Frau Lübke ein.