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Kundenrezensionen

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am 31. Juli 2012
"Bei Tränen Mord". Bei diesem Titel fühlt sich der geneigte Krimifreund unweigerlich zunächst einmal an einen berühmten Hitchcock-Klassiker erinnert. Und hier sind wir auch schon bei dem ersten Wunsch, den das Buch von Angelika Lauriel erfüllt. Es handelt sich um einen Krimi. Mit Spannung fiebert man zusammen mit dem Kommissar Frank Kraus der Aufklärung mehrerer Morde entgegen. Wer war es? Was war das Motiv? Gleichzeitig muss "frau" bei der Lektüre dauernd schmunzeln. Wir tauchen also ein in die wunderbare Welt der Callcenterangestellten Lucinda Schober, die sich im Leben ständig dem kleinen Engelchen auf der einen und dem kleinen Teufelchen auf der anderen Schulter ausgesetzt sieht und nach "Mr. Right" Ausschau hält. Hier wird der zweite Wunsch erfüllt, denn "Bei Tränen Mord" ist auch ein witziger und romantischer Frauenroman. Was kann da wohl noch fehlen zum perfekten Leseglück?
Richtig Lokalkolorit! Die Geschichte spielt im Saarland, genauer in der "heimlichen Hauptstadt" des Saarlandes, Saarlouis, deren Charme den Leser gefangen nimmt, wozu auch verschiedene, eingestreute, saarländische Dialektkostproben beitragen. Aber keine Sorge, auch Nicht-Saarländer werden keine Verständnisprobleme haben. Alles in allem erfüllt dieses Buch drei Wünsche auf einmal und das bedeutet Lesespaß für alle!
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am 22. März 2013
Bislang hatte ich keine Erfahrung mit Manolo-Schuhen.Ich habe im Internet nachgesehen. Da gibt es tatsächlich außergewöhnliche Modelle.
Vielleicht sollte ich mir auch ein Paar davon zulegen?
Nun, ein Polizist, der (Frauen)Füße liebt ist originell, und eine Frau, die in einem Call-Center arbeitet und ihr letztes
Geld für Schuhe ausgibt, auch. Ebenso die Mordserie an nörgelnden Call-Center-Kunden.
Die Autorin hat einen spritzigen Text geschrieben, er liest sich flüssig,
Spannung wird aufgebaut, Charaktere liebevoll gezeichnet. Alles in allem ein wundervoller Krimi mit gelegentlichen Dialekteinwürfen.
Obwohl ich recht bald erahnte, wer der Täter sein muss, habe ich den Krimi mit großem Vergnügen gelesen. Allein wegen der liebevollen Zeichnung
der Charaktere ist er empfehlenswert.
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am 27. April 2013
Eins vorweg, dies ist kein typischer Krimiplot. Aber wie sieht ein solcher Ablauf aus?
Täter ermordet Opfer. Polizei ermittelt in allen Richtungen. Durch Zufall findet die Polizei das Motiv und bringt den Täter zur Strecke, meist stammt der aus dem direkten Umfeld heraus. Man kennt ihn von Beginn an, aber man vermutet ihn eben nicht dort.

Wie schreibt Angelika Lauriel ihren Krimi?
Nun da spielt auch der Zufall eine entscheidende Rolle. Immerhin taucht die Hauptverdächtige an jedem Tatort auf, und dummerweise wurde sie auch noch von den Opfern kurz zuvor am Telefon heftig beleidigt. Bei einer Serie von sechs Fällen sicher alles andere als ein Zufall, oder? Das Motiv ist von Anfang an bekannt und Lucy hat auch noch die Möglichkeiten dazu, aber war sie es?

Das Leben für Lucy könnte so schön sein. Sie hält Abstand zu ihrer nörgelnden Familie, lacht und versteht sich mit ihrer Schwester bestens, kommt einigermaßen über die Runden und liebt ihren Job in einem Callcenter in Saarlouis.

Doch dann passieren Unfälle und ausgerechnet sie war jedes Mal in der Nähe, hat kein Alibi, aber ein Motiv: Rache. Als Callcenter-Angestellte erhält sie oft die »Horrorliste« der übelsten Kunden und muss diese abtelefonieren, um Sexspielzeuge, Babyspielsachen und Zeitungen anzubieten. (Schon diese Reihenfolge ist genial. Man muss sie wirklich beachten!) Wer von uns ist nicht auch über diese Anrufe genervt, wenn es heißt: »Schön, dass ich Sie persönlich erreiche ...«
Manche Zeitgenossen ticken dann aus und sprühen ihre Wut über die Anrufer. So ergeht es auch Lucy mit der Horrorliste. Auch wenn wir glauben, dass die Mitarbeiter geschult seien mit solchen Hasstiraden, es sind Menschen mit einer Seele, und die kann man verletzten. Jedenfalls verunglückt einer nach dem anderen, meist tödlich. Und Lucy ist mittendrin. Ist sie wirklich unschuldig?
Dann verliebt sie sich auch noch in den ermittelnden Kommissar, der genug eigene private Probleme hat (Gruß an den Dieter, Klasse, ich kenne auch so einen!). Zu allem Unglück bricht auch noch der Absatz an ihren neuen, sehr teueren Manolos ab. Und alles innerhalb einer Woche. Da soll man mal nicht verrückt werden.
Lucy weiß nicht, ob sie nicht doch die Mörderin ist, ob sie nicht schizophren ist und Angelika Lauriel lässt mich und den Leser zappeln. War es Lucy? Oder sonst jemand? Aber wer? Schwester? Bruder? Ist alles nur ein dummer Zufall? An sechs verschiedenen Orten? Je mehr der Kommissar versucht, sie rauszuhalten, desto tiefer verstrickt sie sich in Widersprüche.
Lucy verzweifelt und der Leser mit ihr. Alles passt, ihre Emotionen, ihre Wutanfälle und in gewisser Weise auch ihre Naivität.
Dass ich gleich am Anfang auf die Richtige (oder den Richtigen, ich lasse das offen) getippt habe, war für mich völlig okay. Da ich meist falsch liege, dachte ich: »DIE/DER ist es bestimmt nicht.«
Tolle Unterhaltung, spannend mit einem Schuss Erotik, überraschend am Ende (oder dann doch nicht, je nach dem, wie man es sieht).
Und nach ca. 80 Seiten ein Pageturner. So mag ich es, so muss es sein.
Fünf von fünf
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am 3. August 2012
Lucinda Schober arbeitet in einem Callcenter und ist damit eigentlich ganz glücklich. Verstehen kann das aus ihrer Vorzeige-Familie niemand (ausgenommen Rebellenschwester Kat). Was Lucinda zu schaffen macht, ist nicht der eigentliche Job, es ist vielmehr der Chef, der ihr ständig die Listen mit den Horrorkunden auf's Auge drückt. Denen etwas zu verkaufen ist nicht nur schier unmöglich, nein, sie neigen auch zu aggressivem Verhalten - und verunglücken danach tödlich. Selbstverständlich gerät Lucinda unter Mordverdacht - wie sonst lässt es sich erklären, dass einer nach dem anderen stirbt, der Lucy am Telefon beleidigt und sie zum Weinen gebracht hat?!

Wie der Zufall es so will, ist der ermittelnde Beamte ein Traumtyp - zumindest für Lucy. Sie verliebt sich Hals über Kopf. Und auch er will von ihrem Tatverdacht nichts wissen...

Die Geschichte ist wirklich mal skurril! Die Autorin hat hier eine Story erfunden, die so absurd ist, dass sie einerseits lustig, andererseits aber auch spannend im Hinblick auf die Auflösung und die Entwicklung der Verliebten ist. Die Idee ist insgesamt grandios und die Umsetzung gelungen.
Ist Lucy in die "Unfälle" verwickelt? Ist sie vielleicht sogar psychisch gestört? Oder ist hier tatsächlich höhere Gewalt im Spiel und die merkwürdigen Unglücksfälle sind allesamt nur Unfälle gewesen?
Angelika Lauriel präsentiert dem Leser eine Handvoll Verdächtige, die eigentlich kein Motiv haben. Oder doch?
Zwar habe ich für die schuhverrückte Lucy teilweise kein Verständnis aufbringen können, aber letztlich fand ich sie doch sympathisch. Es ist einfach witzig und beängstigend zugleich, in was für Situationen sie gerät.
Der Kommissar und sein Privatleben sind ebenfalls einfach nur ulkig.
Auch wenn das Ende für mich keinesfalls überraschend kam, hat mir das Lesen großen Spaß gemacht. Wenn man das Ganze nicht so ernst nimmt, wird man seine Freude an dem Buch haben, bei dem übrigens auch Cover und Titel hervorragend gewählt sind.
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am 26. Juli 2012
Lucy, die sympathische Heldin dieses Krimis, arbeitet in einem Callcenter - was ihrer elitären Familie so gar nicht in den Kram passt. Doch sie liebt ihre Arbeit - wenn da nicht die "Horrorliste" wäre. Die mit den Kunden, denen keine Beschimpfung zu wüst ist und die Lucy mit ihren Unverschämtheiten zuweilen zum Weinen bringen.
Aber: Immer, wenn Lucy weinen muss, passiert eine Katastrophe! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Horrorkunde nach dem anderen scheidet auf skurrile Weise dahin und Lucy wird zur Hauptverdächtigen. Was natürlich blöd ist. Andererseits aber bedeutet jedes Verhör auch, dass sie diesen unverschämt gutaussehenden, netten Kommissar wiedertrifft, in den sie sich auf den ersten Blick verknallt hat ...
"Bei Tränen Mord" ist wunderbar unterhaltsam, spritzig, lebendig geschrieben und einfach die perfekte Lektüre für einen gemütlichen Abend auf dem Balkon, einen verregneten Sonntag auf der Couch, einen heißen Strandtag oder eine lange Zugfahrt. Ich jedenfalls konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass sich Spannung, Humor, Unterhaltung und Gefühl kombinieren lassen. Wenn man sein Schreibhandwerk so gut beherrscht, wie Angelika Lauriel es tut!
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am 29. Juli 2012
Ein Krimi mit viel Liebe. Genau das Richtige für eine Weichei-Krimileserin wie mich. Die Toten sind unsympathisch genug, dass ich mich nicht lange mit Mitleid aufhalten musste. Stattdessen konnte ich mich unbeschwert über die zum Teil skurrilen Entwicklungen und Gedankengänge der Protagonistin Lucy amüsieren. Die Geschichte spielt im Saarland, es gibt leichte regionale Einfärbungen, aber immer nur so viel, dass ich als Nicht-Saarländerin keine Probleme damit hatte. Mich hat "Bei Tränen Mord" gut unterhalten und mir einige Stunden Lesespaß beschert.
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Lucy Schober arbeitet als Angestellte in einem Callcenter in Saarlouis. Als Tochter eines erfolgreichen Arztes und einer Apothekerin steht sie mit ihrer Berufswahl immer in der Kritik. Vor allem, nachdem zwei ihrer Geschwister den Anwaltsberuf ergriffen haben. Lediglich mit ihrer Schwester Kat, auch Rebellenkat genannt, hat sie ein inniges Verhältnis.

Lucy macht ihr Job Freude, auch wenn nicht jeder Anruf ein Erfolg ist. Am schlimmsten sind leider die Anrufe, bei denen sie beschimpft und beleidigt wird. Zwar ist Lucy nicht nah am Wasser gebaut, dennoch bricht sie bei manchen Kunden in Tränen aus.

Das war auch bisher kein großes Problem, doch plötzlich verunglücken die Personen, die Lucy zum Weinen gebracht haben.
Kriminalkommissar Frank Krause glaubt zunächst an Unfälle, aber alle Opfer hatten Kontakt zu Lucy. Ist Lucy etwa eine Mörderin? Kriminalkommissar Frank Krause möchte das Gegenteil beweisen, denn irgendwie gefällt ihm Lucy.

Aber auch Lucy beginnt langsam an sich zu zweifeln. Ist sie psychisch gestört? Wie kann sie die Morde verhindern? Und wer steckt dahinter?

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil über Lucy Schober. Lucy wird dem Leser schnell sympathisch. Als Tochter aus gutem Haus hat sie gegen die Ansichten ihrer Eltern rebelliert und landete so nach einem abgebrochenen Studium schließlich in einem Callcenter in Saarlouis. Ihren tagtäglichen Kampf mit sogenannten Horrorkunden am Telefon, kompensiert Lucy mit ihrer Vorliebe für tolle Schuhe.

Die Protagonisten sind facettenreich, authentisch und dadurch sehr gut voneinander zu unterscheiden. Die Geschichte ist eine Verknüpfung von mehreren Elementen. So wechseln sich die Krimielemente mit den Chicklit und Erotikteilen ab. Beim Lesen konnte ich die Unterschiede deutlich wahrnehmen und es war für mich eine ganz neue Erfahrung, dass man diese feinen Nuancen so gut voneinander trennen konnte. Dem Lesefluss bildete das keinen Abbruch, sondern steigerte ihn eher, da man nicht nur von einem Krimi gefangen genommen wurde, sondern auch zur Entspannung ein wenig Chicklit oder Erotik dazwischen hatte.

Zeitgleich lässt die Autorin noch ein wenig regionalen Touch mit in die Geschichte einfließen. Nicht nur die Lokalitäten in und um Saarlouis, sondern auch der typische saarländische Dialekt erhalten hier ihren Auftritt. Für Nicht-Saarländer sind diese kurzen Passagen eine kleine Herausforderung, jedoch nicht gänzlich unverständlich. Für Saarländer, wie mich, ist es ein Stückchen Heimat zwischen zwei Buchdeckeln.

Der Erzählstil ist ebenfalls gemischt. Wird die Geschichte vor allem in der auktorialen Erzählweise geschrieben, so sind die Teile um Lucy zum einen in der Ich-Form und zum anderen im Präsens geschrieben. Am Anfang verwirrte mich das noch, jedoch bald schon hatte ich mich daran gewöhnt und konnte problemlos zwischen den einzelnen Erzählperspektiven hin und her wechseln.

Durch die recht kurzen Kapitel ist das Buch schnell gelesen. Der rote Faden bildet nicht nur die Frage, wer der Mörder sein könnte, sondern auch, wer das nächste Opfer ist, wie Lucy damit in Verbindung gebracht werden kann und wie der- oder diejenige umkommt.

Fazit:
Eine interessante und gelungene Mischung aus Krimi, Chicklit und Erotik. Nicht nur für Saarländer eine Empfehlung für unterhaltsame Lesestunden.
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am 13. Februar 2013
Der Titel ist höchst zutreffend: Immer dann, wenn die Call-Center-Mitarbeiterin Lucy weint, weil es ihr schlecht geht, passiert einer anderen Person ein Unglück - einige von ihnen ereilt sogar der Tod. Unfälle scheinen es zu sein, die jedenfalls irgendwie auch mit ihr zu verbinden sind: Unangenehme Kunden und Kundinnen, mit denen sie kurz vorher telefoniert hat, ihnen Abos oder alle möglichen (oder auch unmöglichen ...) Teile aus dem Bereich FMCG anzudienen - gelegentlich durchaus: anzudrehen ... (FMCG = fast moving consumer goods) Der gut aussehende Kommissar Frank (gelegentlich Froonk" ausgesprochen - der Krimi spielt Frankreich-nah im Saarland ...) kommt kaum darum herum, sie als Verdächtige zu sehen - wenn er sie auch lieber als Frau sieht. Wie es so kommen muss", die beiden kommen einander näher, was det Janze kaum de-kompliziert. Für den aufmerksamen Leser deutet sich die späte(re) Lösung schon recht früh an, nämlich: wer hinter den Geschehnissen steckt. Es kommt viel Call-Center-Atmosphäre über (hier Vertriebs-orientiert, outbound" genannt), durchaus vielschichtig, jenseits des heute vielfach üblichen ausschließlichen Negativ-Blicks auf eine Branche, die mit 400.000 Mitarbeitenden (Agents") inzwischen einen doch recht erheblichen Beitrag zum BIP (Bruttoinlandsprodukt) leistet. Kommunikation und Gesprächsführung kommen immer wieder ins Spiel, weswegen dieser Thriller durchaus Weiterbildungs-fähig sein könnte, für Weiterbildner im Bereich Verkauf oder Kommunikation allgemein. Auch deshalb, weil Emotionen geschildert und erlebbar werden - und zwar von beiden Seiten der Kommunikation, Verkäufer wie auch Käufer.
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am 15. Januar 2013
Lucy ist eine junge Frau, die das Studium abgebrochen hat und, nachdem ihre Eltern den Geldhahn zugedreht hatten, in einem CallCenter arbeitet. Und das jetzt schon seit 10 Jahren.
Es kommt zu verschiedenen Unfällen, die alleine gesehen alle harmlos sind. Aber es gibt eine Gemeinsamkeit: alle waren Kunden von Lucy und wurden beim letzten Telefonat ausfallend.
Kriminalkommissar Frank möchte sie gerne für unschuldig halten, denn diese Frau fasziniert ihn. Doch sind diese Unglücke wirklich nur Zufall?

Das Buch ist angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist locker und ich habe mich gut darin zurechtgefunden. Ich konnte mir sowohl die einzelnen Charaktere als auch die Situationen und Orte sehr gut vorstellen. Die Figuren wurden sehr gut beschrieben und ich hatte von Anfang an viel Sympathie mit Lucy und Frank. Für Verwicklungen sorgte zum einen, daß Lucy die Opfer kannte und deshalb als Tatverdächtige galt und zum anderen, daß Frank noch verheiratet war. Trotzdem konnten sich die beiden ihrer Anziehung nicht entziehen.

Während Lucy an sich zweifelte und nach Hinweisen suchte, ob sie vielleicht unter einer Persönlichkeitsstörung leidet, hatte ich für mich den Täter schon längst entlarvt. Muß ich extra erwähnen, daß ich mich mit meiner Verdächtigung auf dem Holzweg befand?
Das Ende war ganz nach meinem Geschmack. Selten, daß ich ein Buch so verschlinge - habe es innerhalb eines Tages gelesen...
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am 6. Dezember 2012
Eigentlich ist Lucinda Schober, die Protagonistin in Angelika Lauriels Roman "Bei Tränen Mord", keine Heulsuse. Eigentlich! Aber jedes Mal, wenn sie in ihrem Job im Callcenter "Mediaboutique" in Saarlouis von einem ihrer Kunden beleidigt wird, geschieht eine Katastrophe. Ihr Chef, Herr Dürrbier, hat es besonders auf sie abgesehen, denn immer wieder muss sie die sogenannten "Horrorlisten" abtelefonieren. Das sind Listen mit besonders unangenehmen und schlimmen Kunden, bei denen Beleidigungen und Beschimpfungen quasi vorprogrammiert sind. So kommt es bei Lucinda unweigerlich zu Tränenausbrüchen. Komisch ist dabei nur, dass genau den Kunden, die Lucinda am Telefon beleidigt und beschimpft haben, danach plötzlich etwas Schlimmes passiert. Die Leute haben Unfälle oder kommen sogar auf unerklärliche Weise zu Tode. Und jedes Mal ist Lucinda in ihrer unmittelbarer Nähe.
Das ist auch für den Polizeikommissar Frank Kraus ein Rätsel, der die ungewöhnliche Unfall- und Todesserie bearbeitet. Sein Problem ist zudem, dass Lucinda ihn fasziniert, obwohl sie doch eigentlich eine Verdächtige ist. Die beiden ziehen sich unweigerlich an und kommen sich immer näher. Gleichzeitig reißen die mysteriösen Unglücke nicht ab, mit denen Lucinda scheinbar in Verbindung steht. Frank geht schließlich doch eine Beziehung mit Lucinda ein und steht gleichzeitig vor einem Rätsel.

Mein Fazit:

Eine außergewöhnliche Krimigeschichte um die Mitarbeiterin eines Callcenters in Saarlouis. Mir gefielen die lokalen Bezüge zum Saarland und auch der saarländische Dialekt, den die Autorin gekonnt eingestreut hat und der dem Roman ein gewisses Lokalkolorit verleiht. Besonders gut gefielen mir die unterschiedlichen Figuren, die alle ihre ganz persönlichen Eigenheiten mitbringen und so alles andere als stereotyp wirken. Alle haben mit ihren speziellen Problemen zu kämpfen und zusätzlich noch mit der merkwürdigen Unfallserie, die immer einen Zusammenhang mit Lucinda Schober zu haben scheint.
Ich bin kein ausgesprochener Krimifan und folge auch nicht dem Trend der "Regionalkrimis", der in den letzten Jahren aufgekommen ist. Aber "Bei Tränen Mord" hat mir alles in allem gut gefallen. Ich finde, die Geschichte ist eine gelungene und außergewöhnliche Mischung verschiedener Genres, zum einen ein Frauenbuch, das typische Frauenthemen aufgreift, zum anderen ein Lokalkrimi, dem eine besondere Idee zugrunde liegt. Auch sprachlich fand ich das Buch durchaus überzeugend.

Der einzige Kritikpunkt, der mir einfällt, ist, dass ich relativ früh eine Ahnung bekam, wer der Täter ist. Und diese Ahnung hat sich am Ende dann auch bestätigt. Das fand ich ein wenig schade, denn da wäre ich ganz am Ende der Geschichte gerne noch mal überrascht worden. Allerdings schmälert dies allein nicht den positiven Gesamteindruck des Buches. Ich habe "Bei Tränen Mord" gerne gelesen.
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