Vorweg: Ich tat mich allein mit dem Titel der Rezension schwer, was wohl ein Zeichen dafür ist, dass ich Schwierigkeiten habe, das neue Buch von Dora Heldt zu bewerten.
AUf den Inhalt möchte ich hier gar nicht weiter eingehen, denn der wurde zum einen schon im Klappentext beschrieben und zum anderen auch vielfach von meinen Vorrezensenten in Ansätzen wiedergegeben.
Ich ging mit recht hohen Erwartungen an das Buch heran, wohl weil mir die anderen Bücher von Frau Heldt gut gefielen (Besonders "Urlaub mit Papa". Die skuril-komischen Beschreibungen von "Papa" haben mich köstlich amüsiert.)
Nun freute ich mich also auf den Erscheinungstermin des neuen Buches. Fatal, fatal, denn je höher die Erwartungen, umso strenger ist man in seinem Urteil wohl.
Dass das Buch weniger komische Momente hat, finde ich allerdings durchaus positiv. Über die Fülle der Probleme der drei Damen im BUch mag man geteilter Meinung sein. Ist vielleicht ein bisschen gehäuft auf drei Personen...aber gut.
Ich fand ein bisschen schwer in das Buch hinein, hatte aber dann, als ich den Dreh schließlich bekam, durchaus Lesefreude. Vom Hocker gerissen hat mich das BUch indes nicht. Es hatte auch nachdenklich machende Sequenzen, die mich auch als deutlich unter 50jährige Frau ins Grübeln brachten. Das empfand ich als positiv an dem Buch. Ein bisschen störend empfand ich, dass sich 50jährige Frauen untereinander immer wieder mit ihrem Nachnamen ansprachen (Also im Sinne von: "Severin, ich hab dir doch früher schon gesagt..." oder "Goldstein, stell dich nicht so an". Das mag aber einfach ein persönliches Empfinden sein, weil ich eine solche Anrede egal in welchem Zusammenhang als ungehobelt/ unfreundlich und respektlos ansehe und sie bei gestandenen Frauen um die 50 irgendwie auch unglaubwürdig weil krampfhaft-lässig empfinde. Das kann aber jeder für sich selber beurteilen.
Alles in allem bleibt es bei meinem Fazit: Das Buch ist weder besonders gut, noch schlecht, einen unterhaltsamen Lesetag/ -nachmittag beschert es dennoch.