Da ich mit der Audiohardware in meinem Notebook Dell Precision M4400nicht ganz zufrieden war, habe ich dieses Audio Interface mal auf Verdacht gekauft, da es recht billig ist. Ich besitze außerdem noch einen Terratec Aureon USB Audio Stick ähnlicher Preisklasse, der einige Eigenheiten, wie z.B. hörbar geringen Rauschabstand aufweist.
Vorweg: Der Rauschabstand ist hier deutlich besser als beim Terratec-Stick. Die Latenz ist geringer als bei Terratec und der internen Soundkarte des Dell, aber zumindest unter XP nur in Maßen.
Wirklich vorteilhaft ist der Stereo-Line-In im Gegensatz zu den diversen Mikro-Eingängen andere USB-Interfaces. Hier kann man z.B. sein altes Hifi-Tapedeck anschließen und seine Cassetten deutlich besser digitalisieren als z.B. mit den derzeit üblichen USB-Cassettenplayern.
Input und Output sind grundsätzlich auf 16 Bit begrenzt, was CD Qualität entspricht; die Sampling-Frequenz endet bei max. 48kHz. Angesichts des Preises ist das Ok. Für 96kHz und 24 Bit muß man dann schon deutlich mehr hinlegen. Moderne interne Notebook-Soundchips bieten allerdings bereits 24 Bit. So gesehen ist das Interface nicht mehr ganz zeitgemäß.
Dennoch ist das Behringer UCA202 bzw. das UCA222 immer noch konkurrenzlos in Hinblick auf das untere Preissegment der USB-Audiointerfaces. Es benötigt keine Treiber und ist gut verarbeitet. Die Lösung mit dem USB-Kabel hat zudem gegenüber einem Stick klare mechanische Vorteile.
Das Interface ist übrigens sehr klein, viel kleiner als man von den Bildern her annehmen möchte. Für einen Recording Rucksack ist es daher eine verschmerzbare Belastung.