Wenn man den Behringer MA400 auspackt fällt sogleich das verhältnismäßig große Gewicht auf. Es handelt sich um eine kleine Kiste aus Metall mit 2 Drehregelrn und vielen Anschlüssen. Als Kopfhörer dient wahlweise eine 3,5mm oder eine 6,35mm Klinkenbuchse. Hier ist auch eine Umschaltung zwischen Mon oder Stereo möglich. Ein Mirkrophon wird über einen XLR-Stecker angeschloßen. Diese Stecker werden in der Tontechnik zwar meistens verwendet, aber ich hätte mich trotzdem über einen Klinkenanschluss gefreut, da ich den Verstärker für meinen Computer gebrauchen will, so kommt man um einen Adapter nicht herum. Der Verstärker bietet auch die Möglichkeit das Mikrophonsignal über einen Ausgang auf ein Mischpult o.ä. zu legen. Dies ist ebenfalls über eine XLR-Anschluss realisiert. Der letzte Anschluss ist der Signal-eingang von einem Mischpult oder einer anderen Quelle über eine 6,35mm Klinkenbuchse.
Sollte ein Mischpult angeschloßen sein, wird in der Beschreibung empfohlen die Signalmaßen über den Button "GND LIF" zusammenzuschalten um so Ausgleichsstörsignale zu verhindern. Dies habe ich nicht getestet. Die beiden Drehregler auf der Oberseite sind wie der ganze Verstärker gut verarbeitet und wackeln nicht. Diese Drehregler erlauben die Lautstärken von Mikrophon und externer Audioquelle getrennt zu steuern. Beide Signale können gleichzeitig auf die Kopfhörer gelegt werden, sodass sich ein Sänger zur Kontrolle selber hören kann.
Es gibt von mir einen Stern Abzug, da der Verstärker keinen Ausschalter besitzt, sobald der Verstärker über den beiligenden Trafo mit Strom versorgt wird läuft er. Dieser Umstand ist in meinen Augen das Hauptmanko und mir ist unbegreiflich warum viele Geräte sich nicht mehr ausschalten lassen ohne den Stecker ziehen zu müßen oder die Stromzufuhr anders zu unterbrechen.
Nun zur Sounqualität des Verstärkers:
Ich teste mit einem Beyerdynamic DT 770 Pro in der 250 Ohm Variante und ausschließlich mit flac Dateien von meinem Computer bzw. deren Cds.
Nach dem Anschluss des Verstärkers dachte ich beim Abspielen der Stücke: "Hmmm, eigentlich nicht anders als vorher". Aber als ich dann nach einer halben Stunde die gleichen Stücke ohne den Verstäker noch einmal hörte klangen diese im Vergleich flach. Der Verstäker steigert nicht umbedingt die Laustärke, aber es ist zu erkennen, dass die Stücke mehr Volumen bekommen. Ich vergleiche die Wirkung gerne mit dem Unterschied zwischen einer flac-Datei und einer 320ger mp3. Der Klang wirkt voller und runder.
Fazit:
Wer einen günstigen Verstäker sucht um einen einzelnen Kopfhörer zu verstärken bekommt hier eine gute Verarbeitungsqualität gepaart mit einer spürbaren Verbesserung des Soundempfindens, dieses setzt aber vorraus, dass auch die Umgebungsvariabelen stimmen. Es sollte ein Kopfhörer vorhanden sein, der nicht für 5 Euro vom nächsten Discounter kommt und die Audioquelle sollten auch eine gewisse Qualität nicht unterschreiten.
Ansonsten viel Spaß mit eurem neuen Verstäker.