Behind the Mask von Fleetwood Mac...ein seltsames, recht durchschnittliches aber trotzdem zufriedenstellendes Album in der Geschichte der Band.
Das Jahr 1990 markierte ja bekanntlich einen Umbruch bei Fleetwood Mac, denn Lindsey Buckingham war nun endgültig weg und man heuerte vorsichtshalber gleich 2 neue Gitarristen (Billy Burnette und Rick Vito) an.
Den Songs des Albums tat das insofern gut, dass neue Songwriting-Einflüsse dazu kamen und man auch mal neue Vocals hörte. Jedoch sind die meisten von denen wirklich nur Durchschnitt im Vergleich zu z.B. "Tango in the Night" ('87), aber auch nicht wirklich schlecht. Davon wären:
Track 02 - Love Is Dangerous: Geschrieben von Stevie Nicks ist dieser Song noch der beste auf der Platte, treibender Rhythmus, eingängig, und mit guten Vocals.
Track 05 - Save Me: Der einziger Chart-Hit des Albums, wieder etwas flotter, diesmal von Christine McVie. Klingt sehr nach typischen 80's Pop, viele Synthesizer und so etwas kitschig angehaucht, aber okay.
Track 07 - When the Sun Goes Down: Ein schneller Country-Rocker, gesungen von Billy Burnette und Rick Vito. Sehr gut, passt zwar nicht so ganz in die Gesamtstimmung der Platte, unterhält aber ziemlich gut. Einer der besseren Songs.
Track 08 - Behind the Mask: Hätte exzellent werden können, wäre im sehr psychedelisch-träumerischen Refrain die nervige Textzeile "Angel in Blaaaaaack" ausgelassen worden. Die stört etwas wegen der plötzlich ändernden Tonlage. Schade drum.
Track 09 - Stand on the Rock: Nettes Gitarrenspiel und für Fleetwood Mac ordentlich rockig, aber schwacher Refrain.
Track 11 - Freedom: Erinnert an alte Zeiten mit der rauen Stimme von Stevie Nicks, guter Refrain, jedoch schwächere Strophen. Dem Song fehlt m.E. das gewisse Etwas.
Track 13 - The Second Time: Akustisches Stück, wieder von Stevie Nicks. Sehr schön ruhig, aber viel zu kurz (2:31 min) und leider schnell zu Ende.
Die restlichen Songs sind ebenfalls alle ganz okay, reiche aber nicht an das Niveau des Vorgängers heran. Die halbwegs guten Songs von dieser Platte stammen von McVie oder Nicks, Rick Vito liefert auch ganz passable Tracks.
Aber insgesamt steht "Behind the Mask" irgendwo dazwischen...zwischen durchschnittlich und gut.