Es gibt eine Menge Slasher-Filme, wie die Kult-Reihen "Halloween", "Freitag der 13." oder auch "Nightmare on Elme Street". Doch in der Zwischenzeit versuchen sich auch immer mehr Low-Budget Produktionen daran und wollen harte Schocker landen, woraus leider meist nur billige und unfreiwillig komische Nacharmer werden.
Doch was "Behind the Mask" erschafft, ist etwas völlig Neues. Es gibt keinen anderen Film, der den Slasher aus dieser neuen und völlig eigenen Perspektive erzählt.
Der junge Leslie Vernon hat Vorbilder, diese sind Serienkiller wie Michael Myers oder Freddy Krüger. Und nun plant auch er sein eigenes blutiges Massaker. Dabei begleitet wird er von einem Kamerateam, zwei Jungs und einer Frau. Sie sollen ihn von Beginn bis Ende verfolgen und alles dokumentieren.
Soweit zur Story, es verspricht schon etwas völlig Neues und Spannendes, doch was dann tatsächlich kommt, übertrifft die Erwartungen noch um Welten. Zunächst ist alles sehr unterhaltsam, übertrieben und mit großem Humor gedreht.
Man ist dabei, wenn Leslie Ausdauerübungen macht (um später fit für Verfolgungsjagden zu sein), man sieht, wie er sich seinen Tatort sucht, diesen präpariert, wie er die Zielgruppe bestimmt, seine Opfer aussucht und sich einen kompletten Plan legt. Er sucht sich seine eigene Hauptrolle, sein "Survival-Girl" aus und spinnt seine eigene düstere Legende um das Mädchen.
Das alles ist auf eine extrem spannende und zugleich auch humorvolle Art erzählt, wie es das kein zweites Mal gibt. Es könnte fast schon eine Dokumentation sein, im Mittelpunkt dabei die Autoren und Produzenten von Slasher-Filmen. Denn während Leslie seinen Plan heckt, werden alle möglichen Klischees von Killerfilmen aufgegriffen und teilweise auch ins Lächerliche gezogen. Dabei erkennt man erst, wie eigentlich alle bekannten Slasher nach dem gleichen Prinzip laufen und wie vorhersehbar sie doch eigentlich sind.
So verläuft dann der Großteil des Filmes, man sieht Leslie, wie er seinen blutigen Plan spinnt, sieht ihn vor seinen Augen ablaufen. Und so kommt es dann auch, die von ihm bestimmte Zielgruppe, die Opfer, versammeln sich in dem von ihm zuvor präparierten Tatort. Alles startet genau so, wie er es sich zuvor zurecht gelegt hat. Dabei natürlich immer noch das Kamerateam, doch diese merken schon bald, dass das was sie machen verrückt und krank ist.
Und dann geht es los, ein blutiges und brutales Spiel beginnt, doch schon bald merkt man, dass eigentlich alles anders kommt, als zuvor geplant und alles scheint sich zu wenden. Ein neues brutales Spiel um Leben und Tod beginnt.
Eine extrem geile und neuartige Story, wie es sie nicht noch einmal gibt. Großartig erzählt mit vielen Highlights, eine Mischung aus brutalem Horror und köstlichen Humor, der sich über die vielen Klischees der Killerfilme lustig macht.
Eine kleine Enttäuschung möchte ich aber zum Ende hin noch loswerden. Mit dabei ist Robert Englund, besser bekannt als Freddy Krüger. Für mich einer der genialsten und verrücktesten Schauspieler. Vor allem in "2001 Maniacs" hat er gezeigt, dass er genial in diese Trash-Horrorfilme passt und ihm die verrückten Rollen liegen. Hier spielt er einen Dr. Loomis-Verschnitt (Halloween) und somit eigentlich eine Rolle mit großem Potential. Doch leider sieht man diese Rolle nur ganz kurz und Robert spielt seinen kurzen Auftritt leider völlig ohne Ausstrahlung und Power. Schade eigentlich, vor allem, da auch groß mit ihm geworben wird. Aber dass er sich bei dieser kleinen Rolle erst gar nicht anstrengt, kann man auch nachvollziehen.
Als Fazit kann man sagen: "Behind the Mask", hat eine extrem geile und neuartige Story. Großartig erzählt mit vielen Highlights, eine Mischung aus brutalem Horror und grandiosen Humor, der sich über die vielen Klischees der Killerfilme lustig macht. Absolut empfehlenswert!!!