1998 und 1999 waren die entscheidenden Jahre, die den Underground HipHop Amerikas auch in Europa bekannt machten. Und das ermöglichte zahlreichen Gruppen ihren musikalischen Output einem größerem (interessierten) Publikum nahezubringen. Black Eyed Peas ist da nur eine von vielen Gruppen, was nicht heißen soll das sie sich anhören wie andere! Ganz im Gegenteil, angekündigt wurden sie vom amerikanischen HipHop Magazin "The Source" als neue Konkurrenten für The Roots mit einem ähnlichen Sound. Aber tatsächlich liegen zwischen den Roots und den Black Eyed Peas nicht nur geographisch Tausende Kilometer (Roots aus Philly, B.E.P. aus L.A.), nein auch musikalisch sind entscheidende Unterschiede zu bemerken. Ja, sicher, beide spielen Handgemachte Musik, sprich benutzen lieber Live- Instrumente als Computertechnik, aber während der Sound der Roots doch eher Eastcoast typisch ist, mit typischen Jazz Elementen, so ist das Trio (Will.I.Am., Taboo und Apl.De .Ap) von der Westküste weniger festgelegt und läßt vielmehr Roots durchscheinen. "Joints & Jam" ist eine klare Reminiszenz an die Old- School oder "Karma" durchaus von Samba-Klängen beeinflußt. Was dieses Album allerdings wie einen roten Faden durchzieht ist die Lust und liebe zur Musik und zum HipHop, ebenso wie die durchweg positiven "Vibes", die jetzt endgültig beweisen sollten, daß die Westcoast alles andere ist als Gangster- Plattitüden und Machogepose. Besonders schön wird das auf "Deut" oder "Positivity" zum Ausdruck gebracht, die beide durch sehr relaxte Reim-Skillz und Instrumentals auffallen. Das sich aber dennoch manchmal leichte Längen in das Album schleichen ist nicht zu leugnen. Trotzdem sollte man sich dieses Album aber zumindest anhören und vor allem bei Gelegenheit die Chance nutzen, die Jungs live auf der Bühne zu erleben... denn da sind "Längen" oder Anflüge von Langeweile völligst ausgeschlossen. "We be fallin up(up) Never fallin down(down) We keep it at a higher level elevating now (...)" (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)