Nachdem die Pet Shop Boys mit "Introspective" schon die Mainstream-Kritiker ratlos zurückließen, in dem sie sie mit einem Vocal-House Album konfrontiert hatten, schockten sie die Musikpresse nun mit einem, zusammen mit Deutschlands efolgreichstem Filmkomponisten und Synthie-Guru Harold Faltermeyer produziertem Werk bis ins Mark. "Musik für den Supermarkt 2000" wurde es genannt, aber es war defacto ein Retro-Album: Analog-Synthies der siebziger und frühen achtziger Jahre und die passenden Drummachines vom Typ SP-12 und Roland TR808 pluckern hier HipHop, jawohl, HipHop-Beats. Neil Tennant rapt natürlich nicht, sondern singt nachdenkliche melancholische Texte dazu, über seine Jugend-und-Schulzeit genauso wie über das Rußland der Perestroika. Das ganze vor einer Kulisse von astreinen retro-futuristischen Elektro-Sounds. Ein Album, dass selbst von einigen Pet Shop Boys Fans bis heute nicht verstanden wird, jedem Pop-Ästheten aber dringendst zu empfehlen ist.