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Produktinformation
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Im ersten Kapitel wird die Rationalität der Entscheidungen betrachtet: Wie hoch ist der persönliche Grenznutzen eines Gewinnes, wie ist die Risikofreude des Investors zu bewerten und schließlich: Wie bewertet man die Informationsbasis. Der Umgang mit der Vielzahl von Informationen, die auf einen Anleger einwirken, ist Basis der Analysen im folgenden Kapitel. Sehr schön anhand einer Vielzahl von Beispielen demonstriert, erfährt der Leser Aufschlußreiches über geistige Konten, selektive Wahrnehmung, Grundlagen, die zur Urteilsfindung dienen und die Fehleinschätzung von Wahrscheinlichkeiten. Die Bewertung von Gewinnen und Verlusten wird anschließend betrachtet.
Interessant ist hier die unterschiedliche Bewertung von Gewinnen und aufgelaufenen Verlusten. Der Investor legt hier nämlich unterschiedliche Maßtäbe an. Der Versuch die "Zufriedenheit" des Anlegers mit dem monetären Gewinn gleichzusetzten, ist laut Joachim Goldberg und Rüdiger von Nitsch nicht zulässig. So ist der oben erwähnte Anleger wahrscheinlich zufriedener, wenn sich sein anfängliches Verlustgeschäft nach einer gewissen (längeren) Wartezeit noch in die Gewinnzone retten kann.
Im Folgenden wird versucht, die theoretisch entwickelten Anlegertypen in der Praxis wiederzufinden. Nicht nur die Kennzeichen der "intuitiven", "emotionalen" und "rationalen" Marktteilnehmer, sondern auch die verschiedenen "Rationalitätsfallen" werden erläutert. Im Schlußkapitel setzen die Autoren die Erkenntnisse in konkrete Tips für jeden Anleger um. Wem die vorhergehenden Kapitel trotz der vielen anschaulichen Beispiele zu abstrakt waren, kommt hier nun voll auf seine Kosten.
Fazit: Jedem Anleger, der sich für die psychologischen Faktoren der Anlageentscheidungen an der Börse interessiert, ist dieses Buch ebenso zu empfehlen, ebenso wie dem Investor, der seine eigenen Urteile auf den Prüfstand stellen will. --Oliver Satzger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Beim Lesen hat man den Eindruck, daß es sich um eine Doktorarbeit oder wissenschaftliche Dissertation handelt. Die Sprache lehnt sich über weite Strecken am Wissenschaftsdeutsch an, was für Normalsterbliche ziemlich anstrengend sein kann. Dafür ist das Buch sehr systematisch aufgebaut, wobei man im Mittelteil, wo die Grundlagen für die Handlungsempfehlungen gelegt werden, geneigt ist, nur querzulesen.
Die Autoren sind für den Psycho-Trainer auf der Web-Seite von Börse-Online zuständig und man sieht, wenn man diesen Test einmal ausprobiert hat, plötzlich die Gründe, weshalb dort welche Fragen gestellt werden. Die Ergebnisse im Schlußteil sind nicht neu, der Wert kann aber darin liegen zu erklären, weshalb es so schwer ist, diese einfachen Weisheiten umzusetzen.
Dieses Büch dürfte -- von der wenig fesselnden Schreibweise abgesehen -- am interessantesten für Börsen-Einsteiger sein, die sich noch keine tief eingegrabenen Anlagegewohnheiten entwickelt haben. Anleger mit mehr Erfahrung brauchen möglicherweise eine kräftig ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstkritik da das Buch viele unbewußt eingeschliffene Handlungsmuster kritisiert und man deshalb, wenn man dem Buch recht gibt, die Grundlage seiner bisherigen Handlungsentscheidungen in Frage stellt, d.h. zugeben müßte, daß man seine Entscheidungen irrational getroffen hat.
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