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Behördenflut in Deutschland - 50 Ämter und Institutionen auf dem Prüfstand [Broschiert]

Prof. Dr. Justus Haucap (Hrsg.)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Juni 2010
Dieses Buch will provozieren: Gerade in Zeiten, in denen immer mehr nach dem Staat gerufen wird, muss daran erinnert werden, dass der Staat die Wirtschaft nicht ersetzen kann und nicht ersetzen darf. Der Fall Opel hat wieder einmal gezeigt, wie hilflos die Politik agiert, wenn sie sich in die Wirtschaft einmischt. Das gilt nicht nur auf Bundesebene, sondern viel stärker noch auf Landes- und kommunaler Ebene. Am Beispiel von 50 Ämtern und Institutionen wird aufgezeigt, wie schwer es ist, einmal geschaffene Behörden wieder abzuschaffen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, bezw. zu verschlanken oder umzustrukturieren. In Deutschland ist zu recht eine Diskussion darüber entbrannt, wie der Staat seine gigantischen Schulden abbauen kann. Dabei wird viel über Steuern und wenig über staatliche halbstaatliche oder staatlich subventionierte Einrichtungen gesprochen, die das Geld des Steuerzahlers beanspruchen. Die Wissenschaft hat sich viel mit Bürokratiemechanismen beschäftigt. Eines der Ergebnisse ist, dass In Ministerien und Behörden Experten arbeiten, die über konkrete Zusammenhänge und die Kosten und Nutzen von Vorhaben besser Bescheid wissen als die jeweiligen Entscheidungsträger in der Politik. Diesen Informationsvorsprung nutzen die Experten aus und schlagen primär Vorhaben und Projekte vor, die sie besonders interessieren, ihre Machtfülle oder Bedeutung steigern und die ihnen zu Ansehen in der für sie relevanten Bezugsgruppe verhelfen. Das Interesse der Allgemeinheit wird dabei leicht zweitrangig. Genau darum geht es jedoch: Das Interesse der Allgemeinheit. Der Steuerzahler hat einen Anspruch darauf, zu erfahren, warum mit seinem Geld ein Tourismusbeauftragter des Bundes, Spielbanken, Weingüter oder Pferdegestüte unterhalten werden müssen.. Genauso bedenklich ist es, wenn sich die Krankenkassen zusammen tun und mit dem Geld der Beitragszahler eine eigenes, monopolartiges Software-Unternehmen betreiben, das die privaten Dienstleister außen vor läßt.

Produktinformation

  • Broschiert: 128 Seiten
  • Verlag: BrunoMedia Buchverlag; Auflage: 1. (1. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981273044
  • ISBN-13: 978-3981273045
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 456.436 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen Überflüssige Behörden - ein guter Denkanstoss 9. August 2010
Wenn sich eine Zeitung wie die FAZ mit einem Wirtschaftsbuch positiv auseinandersetzt, sollte man genauer hinsehen. In der FAZ vom vom 9.August 2010 schreibt der Autor Philipp Plickert über das Buch "Behördenflut": Wozu muss der Staat ein Bundesjazzorchester betreiben? Braucht es immer noch die Bundesverwaltung für Branntwein als "bezuschussten Schnapsproduzenten" (80 Millionen Euro Fehlbetrag im Jahr 2008). Wozu leistet man sich für die Bundeswehr ein Bundessprachenamt (Jahresetat 53 Millionen Euro), gibt es doch gute private Sprachschulen zuhauf? Was kann ein ominöses Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag über die Zukunft der Technik sagen, was 140 andere öffentlich finanzierte Institute nicht können?....Alles in allem bietet das Buch ... wichtige konkrete Anregungen,wo der Staat Geld sparen könnte... "

Herausgeber Prof. Justus Haucap ist Chef der Monopolkommission und damit liberaler Marktwirtschaftler. Der Wettbewerbshüter hat mit diesem Buch den Finger auf die Wunder gelegt: Dem Bürger wird abverlangt, den Gürtel enger zu schnallen, weil der Staat Banken retten muss. Die versprochenen Steuersenkungen sind ausgeblieben. Da wäre es doch mal angebracht, endlich beim Staat selber zu sparen. Oder warum muss der Staat 4 Millionen jährlich als Zuschuss an die Bayreuther Wagner-Festspiele geben, deren betuchte Besucher sich ohne weiteres teure Tickets leisten können?
Das Buch sollte sich jeder Steuerzahler ansehen und seinen Kommunalpolitikern auf den Tisch legen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das richtige Buch zur richtigen Zeit 29. Juni 2010
Von Tom
Mit diesem Buch hat Professor Haucap gutes Timing bewiesen. In Zeiten klammer Staatskassen und gigantischer Zinslasten gibt es zwei Möglichkeiten: Mehr einnehmen oder mehr sparen. Auch wenn sich darüber streiten lässt was sinnvoller ist, macht das Buch klar, dass der Bund gerade auf der Ausgabenseite noch einigen Nachholbedarf hat.
Hier wird nicht nur auf kluge Weise in 50 Beispielen vorgeführt für was heutzutage so alles Geld ausgeben wird, sondern es werden auch konstruktive Lösungsvorschläge gemacht.

Denn nicht alle Behörden sind tatsächlich so überflüssig wie ihr Name glauben macht. So gehen beim Bergamt der Küstenstadt Stralsund zwar die Alarmglocken an, in Wirklichkeit hat die Behörde jedoch durchaus ihren Sinn und müsste einfach effizienter gemanaged werden, beziehungsweise in einer größeren Landesbehörde aufgehen.

Eine andere Möglichkeit, Licht in den deutschen Behördendschungel zu bringen ist die der Privatisierung. Denn, das private Lösungen staatlichen vorzuziehen sind, wenn es um die Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Unternehmen geht, liegt auf der Hand.

Allerdings setzt das Buch auch klare Zeichen, wenn es darum geht Behörden abzuschaffen. Auch ich denke, dass man kommunale Fahrradbeauftragte nicht wirklich braucht, aber wenigstens lässt sich hier noch dagegenhalten, dass sie zumindest theoretisch Menschen von den Autobahnen auf die Fahrradwege locken sollen. Aber bei der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein bin ich wirklich fast vom Glauben abgefallen. So einen Unsinn mit deutschen Steuergeldern zu finanzieren grenzt wirklich ans Perverse und gibt mir ein Gefühl der Machtlosigkeit.

Genauso machtlos wie Laokoon und seine Söhne sich gefühlt haben müssen, deren Todeskampf mit einer Seeschlange als Statue auf dem Buchdeckel zu sehen ist. Wie auch immer man Laokoon in diesem Bild interpretiert, ob als Staat der durch zu hohe Kosten seiner Handlungsfähigkeit beraubt wird, oder als Steuerzahler dem durch das Bundesjazzorchester das Geld aus der Tasche gezogen wird, in jedem Fall steht fest, dass das Buch zur richtigen Zeit erscheint. Denn so lange noch so offensichtliches Sparpotential besteht, muss die Konjunktur auch nicht mit Zusatzsteuern abgewürgt werden.
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1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Behördenflut in Deutschland 12. September 2010
Die Autor bewegt sich vorwiegend auf Nebenkriegsschauplätzen anstatt die gewichtigen Probleme und die damit verbundenen gewaltigen Geldverschwendungen bzw. Einsparmöglichkeiten aufzuzeigen. Es steht zu befürchten, daß dieses Buch ebenso wenig Nachdenklichkeit in Behördenkreisen erzeugen wird wie das jährliche Anprangern von Mißständen durch den Bundesrechnungshof. Außerdem ist es illusorisch, von Beamten eine Verkleinerung oder Abschaffung bestimmter Behörden zu verlangen. Solche Maßnahmen können nur von oben verordnet werden, vorausgesetzt, daß dort der nötige Sachverstand und Wille verankert sind.
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