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Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses [Taschenbuch]

Dee Brown
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1999
In kraftvoller Prosa erzählt Dee Brown die Geschichte des amerikanischen Westens und hebt alle Wildwestromantik aus den Angeln; er läßt Indianer zu Wort kommen und setzt ihnen in seinem aufsehenerregenden Werk ein unvergleichliches Denkmal.

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Droemer Knaur (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426613034
  • ISBN-13: 978-3426613030
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 590.413 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses
OT Bury My Heart at Wounded KneeOA 1970 DE 1972 Form Sachbuch Bereich Geschichte
Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses, eine Darstellung des letzten Indianer-Krieges in Nordamerika (1860–90) aus der Sicht der Indianer, machte Dee Alexander Brown in kürzester Zeit zu einem der bekanntesten Autoren zur amerikanischen Geschichte. Der Autor stellt mit dem Buch viele Legenden und Geschichten über die Eroberung des Westens schonungslos in Frage.
Inhalt: Das Werk beschreibt die Eroberung des nordamerikanischen Westens, speziell von der Mississippi-Missouri-Linie bis an die Pazifikküste. Allerdings stehen in dieser Darstellung nicht die heldenhaften Siedler im Mittelpunkt, sondern die Indianer, Brown greift nicht nur auf offizielle Protokolle zurück, die während der zahllosen Verhandlungen zwischen der US-Regierung und Vertretern der Indianerstämme mitgeschrieben wurden, sondern auch auf Zeitungsinterviews, die bereits zu jener Zeit einige engagierte Reporter aufgezeichnet hatten. Mithilfe dieser relativ begrenzten Quellen rekonstruiert Brown in jeweils abgeschlossenen Einzelepisoden die wichtigsten Ereignisse, erzählt von berühmten Massakern an und von Indianern und beschreibt den langjährigen Guerillakrieg der Apachen und Comanchen. Er berichtet ausführlich vom Krieg der US-Armee gegen die Prärieindianer, die Cheyenne und Sioux, der 1876 in der Schlacht am Little Bighorn River im Untergang der 7. US-Cavallerie unter General Custer gipfelte. Das Buch ist eine unerbittliche Anklageschrift gegen alle »weißen« Amerikaner, den guten und naturliebenden Indianern stehen die verlogenen und umweltfeindlichen »weißen« Eindringlinge gegenüber.
Wirkung: Nach anfänglichen Protesten überwog der Schock über den von Brown schonungslos offen gelegten Genozid an den Indianern, wie er in den USA vorher noch nie in dieser Deutlichkeit beschrieben worden war. Dies löste in erster Linie unter liberalen Intellektuellen eine enorme Betroffenheit aus, die in folgenden Jahren viele Amerikaner zu einer völligen Kehrtwendung bei der Betrachtung ihrer eigenen Geschichte bewegte. In den USA wurde Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses bis heute über 5 Millionen Mal verkauft und im Jahr 2001 wählten die Leser der New York Times es zu einem der vier einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. P.B.

Buchrückseite

Das Hohelied vom sterbenden Indianer ist diese unvergleichliche Dokumentation vom letzten großen Kampf der Ureinwohner Amerikas - ein Buch, das schon bald nach seinem Erscheinen zum Welterfolg wurde. Dee Brown, einer der besten Kenner des Wilden Westens, schrieb diese Geschichte der stolzen und einst mächtigen Stämme, der Sioux, Cheyennes, Comanchen, Navajos, Apachen und vieler anderer.

Bis zu der oft so glorifizierten Eroberung des Wilden Westens vor knapp hundert Jahren waren die Indianer die Herren dieses weiten und herrlichen Landes. Das Vordringen von Siedlern und Abenteurern in ihren Lebensraum brachte ihnen Vertreibung, Hunger, Tod und Ausrottung. Dee Brown beschreibt ihren verzweifelten Kampf gegen den militärisch weit überlegenen Weißen Mann, der, wo immer er auch in ihr Land kam, ihre Rechte mit Füßen trat, der in seinem unersättlichen Landhunger und seiner Habgier ihre Stämme in unwirtliche Gebiete zurückdrängte, mit ihnen Verträge schloß und sie wieder brach und mit unvorstellbarer Grausamkeit gegen sie vorging. So erfahren wir in diesem Buch, daß es nicht die angeblich so blutrünstigen Rothäute waren, die das Skalpieren erfanden, sondern die Weißen, denen ein toter Indianer als der beste Indianer galt. In kraftvoller Prosa hat Dee Brown hier eine auf jahrelangen Forschungsarbeiten basierende Geschichte des amerikanischen Westens geschrieben, die alle Wildwestromantik aus den Angeln hebt. Er läßt die Indianer und ihre großen legendären Häuptlinge in Selbstzeugnissen zu Wort kommen und setzt ihnen in seinem aufsehenerregenden Werk ein neues gerechteres Denkmal. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen
4.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
71 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorsicht: Wichtiges Buch, aber mit Mängeln 21. Juli 2010
Von Jolimo
Format:Taschenbuch
Dee Browns Buch ist vor über 30 Jahren erstmals erschienen, und fast ebenso lange ist es her, dass ich es zum ersten Mal gelesen habe. Ich weiß noch gut, wie beeindruckt ich war. Ganz so, wie praktisch alle Rezensenten hier.
Gerade deshalb habe ich mich seither immer wieder mit der Geschichte der indianischen Völker in Nordamerika beschäftigt (Ich brauche nicht zu sagen, dass es DIE Indianer nie gegeben hat). Und das bringt mich nun dazu, ein klein bisschen vor Dee Browns Buch zu warnen. Künftige Leser sollten den Kopf oben behalten und bedenken, dass dieses wichtige Buch auch seine Mängel hat. (Viel mehr möchte ich aber davor warnen, alle Rezensionen hier ernst zu nehmen. Viele zeigen mehr blühende Phantasie als Faktenkenntnis. Wenn etwa von 30 Millionen getöteter Indianer geschrieben wird, dann bleibt rätselhaft, woher diese Zahl stammt - jedenfalls nicht von Dee Brown. Selbst bei den beiden schlimmsten Massakern - am Sand Creek und am Wounded Knee - gibt er als höchste Schätzung 500 bzw 300 Opfer an. Und insgesamt, in über 200 Jahren Indianerkriegen, sind mit großer Sicherheit weniger Indianer in Kämpfen umgekommen, als ein einziger Tag im 2.Weltkrieg an Opfern gefordert hat. Damit will ich nichts verharmlosen, aber unsinnige Behauptungen darf man wohl richtigstellen.)
Dee Brown ist sicher im Recht, wenn er belegt, wie sehr den indianischen Stämmen Unrecht geschehen ist. Aber leider scheint er den geschichtlichen Fakten nicht ganz zu trauen. Nur so kann ich mir erklären, dass er einseitig Indianer prinzipiell als gute, die damaligen Weißen als schlechte Menschen erscheinen lässt. Ganz so, als ob das erlittene Unrecht geringer wäre, wenn man daran erinnert, dass auch Indianer gut und böse sein konnten.
Nach dem, was ich heute weiß, ist das Buch nicht frei von Verklärung der 'native Americans'. Aber so wenig, wie das frühere Bild vom blutrünstigen Roten etwa in vielen Western alter Prägung der Gesamtwirklichkeit entsprach, so wenig trifft die heute eher verbreitete romantische Vorstellung vom edlen Wilden zu.
Nochmal: Dee Brown scheint zu glauben, dass es das Indianern angetane Unrecht verkleinert, wenn er von Indianern selbst getanes Unrecht einräumt. Ich glaube das nicht. Ich darf also daran erinnern, dass auch Indianer gelogen und Verträge gebrochen haben, dass sie oft von ausgesuchter Grausamkeit waren, dass etwa Sioux und Komantschen Angst und Schrecken verbreiteten. Da ist für mich heute schon die Wortwahl bei Dee Brown verschleiernd. Wie oft lesen wir, dass Indianer 'abgeschlachtet' wurden. Kein Zweifel, allzu oft das richtige Wort. Mich stört nur, dass Weiße bei ihm im schlimmsten Fall 'getötet' wurden. Dabei war es gerade bei den 'plains Indians' üblich, Verwundete und Gefangene zu Tode zu quälen. Nein, das entschuldigt weißes Unrecht nicht, gerade deshalb sollte man es nicht verschweigen.
Und grundsätzlicher: Bei Dee Brown wird nicht recht klar, dass indianische Stämme seit jeher Kriege miteinander führten. Dass etwa die Sioux erst im 18.Jahrhundert nach Süden zum Missouri kamen und dabei über 20 Stämme dort mit Krieg überzogen, ihnen ihr Land wegnahmen und sie zum Teil praktisch ausrotteten - etwa die Crow und die Arikara, von denen einige mit den weißen Truppen gegen die Sioux kämpften. Wiederum: Keine Entschuldigung für weiße Verbrechen. Aber ich finde es unredlich, unterschwellig den Eindruck zu erzeugen, dass in Nordamerika bis zum Eintreffen der Weißen nur friedliche Indianerkulturen im Einklang mit der Natur lebten. (Was auch viele der Rezensenten hier anscheinend noch glauben.)
Und noch grundsätzlicher: Ich finde bei Dee Brown zu wenig zum Problem, wie hier völlig verschiedene Kulturen, unterschiedliche Lebens- und Denkweisen aufeinander prallten, die sich vielleicht überhaupt nicht verstehen konnten. Aber dazu kann ich mich nicht in der hier gebotenen Kürze äußern.
Also: Dee Brown lesen, aber sein Buch nicht für die Bibel halten.
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53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Denkmal 13. Juli 2006
Von Tilo VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Bei der Lektüre dieses Buches habe ich folgendes gelernt:
- Das Schicksal der letzten freien Prärieindianer war im eigentlichen Wortsinne tragisch. Ohne ihre Schuld wurden sie von den Weissen gejagt und vernichtet. Jeder Widerstand verlängerte nur den Todeskampf. Am Ende stand der Untergang
- Im Umgang mit den Indianern war alles erlaubt. Es wurde gelogen, betrogen, geraubt und gemordet. Immerhin hatten sie die falsche Hautfarbe und waren keine Christen. Ausserdem galt das Recht des Stärkeren, spätestens seit Darwin ein verbrieftes Naturrecht. Auch der liebe Gott selbst hatte vorgesehen, dass der ganze nordamerikanische Kontinent von den Weissen besiedelt werden sollte ( "Manifest Destiny" ).Vor allem aber standen die "Rothäute" bei der Landnahme und beim Goldschürfen im Weg.
- Auch die Schlacht am Little Bighorn, immerhin die grösste Niederlage der amerikanischen Armee, war eigentlich nur ein Scharmützel. Gerade mal 283 amerikanische Soldaten fanden den Tod. Viele der Indianer flüchteten gleich anschliessend ins kanadische Exil, die anderen wurden wenig später besiegt.
- Die Indianer waren am Ende so verzweifelt, dass sie sich in Trance tanzten und glaubten ihre "Geisterhemden" machten sie unverwundbar für die Kugeln der Weissen. Es kam wie es kommen musste, zum letzten grossen Massaker des Wilden Westens
Mit diesem Buch hat Dee Brown den grossen Indianerlegenden und ihren Stämmen ein würdiges Denkmal gesetzt. Er ergreift Partei für die Schwachen und Unterdrückten und relativiert die vielen unsäglichen Wildwestfilme mit ihrer völlig verlogenen Propaganda. Wer spannende und informative Lektüre liebt sollte dieses Buch unbedingt lesen
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassendes Werk des indianischen Leidensweges 8. Februar 2000
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch beschreibt sehr umfassend den Leidensweg der nordamerikanischen Indianer.Es erzählt von vielen Stämmen, von deren Häuptlingen und anderen Stammesangehörigen, wie auch von indianerfreundlichen und -unfreundlichen Weißen, die geschichtlich bekannt wurden. Die Gestaltung der einzelnen Kapitel, mit US- und teilweise weltgeschichtlichen Ereignissen zu den jeweiligen Jahren und den Zitaten berühmter Häuptlinge am Anfang, und den Fotographien bekannter Indianer, gefällt mir sehr gut.

Außerdem ist das Buch sehr neutral, und ohne Glorifizierungen geschrieben worden. Das Buch hat mich sehr nachdenklich und traurig gemacht, da jeder Bericht der einzelnen Indianerstämme einem die traurige und hoffnungslose und sehr oft zum Aussterben verurteilte Lage schildert die die Indianer seit frühester Geschichte durchlitten haben.

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5.0 von 5 Sternen Begrabt mein Herz
Ein wunderschönes Buch. Mein Mann hat es fast nicht aus der Hand gelegt. Er war ganz begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dieter Loos veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant und traurig
Schon eine traurige Geschichte, wie ein Volk, dass nicht von Gier und Umweltzerstörung getrieben wurde, ausgerottet wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von E. Klinkhammer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte der Indianer im 19. Jahrhundert
Bin noch nicht ganz fertig damit, kann jedoch sagen, dass mich diese Geschichte aus der Sicht eines amerikanischen Ureinwohners fesselt und schockiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2009 von Hartmut Dahmer
5.0 von 5 Sternen Ein muß für jeden der sich für die Geschichte der...
Ich hatte dieses Buch schon mal vor jahren, habe es aber verborgt und nie wieder zurück bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2009 von J. M. Müllner
5.0 von 5 Sternen eine Schande.
Umfangreich wird beschrieben wie weiße Siedler aus der ganzen Welt herbei strömend u. getrieben von Gier nach Land und Gold, dass Land der Indianer raubten, sie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. November 2009 von Sparkasse Gunzenhausen
5.0 von 5 Sternen Schlimmer als man denkt
Wäre es den Indianer möglich heutzutage vor einem fairen Gericht Klage gegen den amerikanischen Staat zu führen könnten wirkliche Unsummen an Schadenersatz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Michael Haferkorn
5.0 von 5 Sternen Was bleibt zurück?
Was bleibt zurück nach der Lektüre dieses Buches? Bei mir ohnmächtige Wut und Betroffenheit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2008 von andfri80
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert
dieses buch erzählt geschichte, wie man sie nicht kennen möchte. doch ist es realität. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. September 2007 von slick
5.0 von 5 Sternen genial aufrichtig
erstmal vorweg:
wenn icH die rezession meines vorgängers lese fällt mich nichts mehr ein!!!!!!!!!!!!!!!!!! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juli 2007 von Bickelmann
5.0 von 5 Sternen Angriff der Santee-Sioux auf Neu-Ulm
Als ich das Buch gebraucht gekauft hatte, dachte ich es wäre entweder ein Roman oder eine Erinnerung/Erzählung/Tatsachenbericht eines Indianers. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2007 von Thomas Mayer
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