Schöngeredet wurde die Liebe schon oft genug. Doch damit ist jetzt Schluss. In ihrem zweiten Roman räumt Mirjam Dreer mit allem auf, was an Rosa-Plüsch-Zuckerwatte erinnert. Egal, ob man mit jemandem schläft, der es sowieso niemals ernst mit einem meinen wird, ob Herzen - im wahrsten Sinne des Wortes - brechen oder ob man erst erkennt, wie wichtig jemand ist, wenn er nicht mehr da ist, hier darf nach Herzenslust gelitten werden. Denn manchmal ist love eben doch nicht alles what we need, sondern alles, what we begraben können. Wenn's sein muss auch unter Gänseblümchen.
Zum Cover:
Tolle Idee, Buchtitel und Cover passen zusammen wie die Faust aufs Auge und würden in der Buchhandlung ganz bestimmt meine Aufmerksamkeit erregen können! Klasse Idee, rundum gut gelungen! Auch das Format, wenn auch ziemlich übersichtlich gehalten, ist handlich und passt in jede Tasche! Auf jeden Fall ein weiterer Pluspunkt!
Meine Meinung:
Trotz Einstiegsschwierigkeiten bei der ersten Geschichte hat die Autorin Mirjam Dreer einen leicht verständlichen Schreibstil, ihre einzelnen Geschichten lassen sich flott lesen. Doch diese Geschichten sind - Ausnahmen bestätigen die Regel - doch recht gewöhnungsbedürftig! Zum einen stört mich ganz extrem, dass diese Geschichten immer aus Sicht der Frauen geschrieben sind und daher entsprechend auch immer die Männer schlecht wegkommen! Zum anderen hat mir nicht gefallen, dass einige dieser ausgewählten Beiträge nicht wirklich aussagekräftig sind. Bei manchen Storys konnte ich keine Pointe bzw. keinen Sinn entdecken, sie plätschern einfach nur mehr oder weniger seicht und belanglos vor sich hin.
Die einzige Gesichte, die mir richtig gut gefallen hat, war die letzte (Track 15). Hier ging mir sogar ehrlich gesagt ziemlich nahe, dass Jane leider erst viel zu spät erkannt hat, was Floyd ihr wirklich bedeutet. Doch dieser kann ihr nicht verzeihen und so schließt er kurzerhand mit dem Thema Jane ab. Hier liegt die Aussage ganz klar auf der Hand, dass man erst nachdenken und dann handeln soll.
Alle anderen Tracks haben mir nicht sonderlich gut gefallen und von daher vergebe ich diesem Buch leider auch nur drei Sterne.
Fazit:
Ein kurzweiliges Buch gegen Langeweile oder einsame Couchabende, was man zwar lesen kann, aber nicht unbedingt muss! Schade, ich hatte hier mehr erwartet!