Neue Zürcher Zeitung
Lehrbuchphilosophie
MH. Wer die Philosophie da aufhören sieht, wo in Handbüchern Resultate gesammelt und abgespeicherte Ergebnisse zum Lernen weitergegeben werden, wird sich mit Thomas Bartelborths «Begründungsstrategien» schwerlich anfreunden können. Denn der Autor will hier nicht nur eine «Kohärenztheorie der Begründung» als tragende Säule der Erkenntnistheorie errichten, sondern auch ganz im Sinne der Naturwissenschaften eine Art Lehrbuchwissen über die analytische Erkenntnistheorie vermitteln. Stegmüller und Balzer haben mit ihren Werken zur Wissenschaftstheorie hier bereits Standards gesetzt. Bartelborth zeigt sich in diesem Übersichtswerk als ein pünktliches Mitglied dieser (Münchner) «Schule»: sowohl inhaltlich mit der Engführung von Erkenntnistheorie und strukturalistischer Wissenschaftstheorie wie auch formal in Umfang und Gründlichkeit dieses opulenten Werkes, das die bekannten Probleme der Struktur wissenschaftlicher Theorien, der wissenschaftlichen Erklärung und der theoretischen Vereinheitlichung erneut in ausführlicher Form behandelt.
Kurzbeschreibung
In this approach the question, what makes one explanation better than an other, deserves special attention. The author gives the answer in form of a new theory of explanation. Thereby, the book also will become a central work in the discussion about explanation in the philosophy of science.
Klappentext
Besondere Bedeutung kommt in diesem Ansatz der Frage zu: "Wann ist eine Erklärung besser als eine andere?" Als Antwort wird eine neue Erklärungstheorie entwickelt, die sich in den strukturalistischen Ansatz einfügt und die bekannten Schwächen der bisherigen Erklärungskonzeptionen vermeidet. Damit gibt das Buch auch für die wissenschaftstheoretische Diskussion einen neuen Ansatz.