Es ist schon erstaunlich, zu was eine Handvoll Leute im Zeitalter von Castingshows und Retorten noch imstande ist! Da denkt man gerade noch, die Musikindustrie ist dem Dämomen des schlechten Geschmacks zum Dinner erschienen, da flattert einem plötzlich ein kleiner unscheinbarer Schmetterling auf die Hand, der einem wieder das Gefühl der Hoffnung gibt, dass es doch noch einige wenige gibt, die die beiden Begriffe, Musik und Kunst in Relation zueinander setzten können. Dieser kleine unscheinbare Schmetterling hat jedoch eine weite, lange und beschwerliche Reise hinter sich, kommt er doch aus dem fernen, vom Rest der Welt abgeschotteten Australien. Dennoch hat er den weiten Weg in unsere ach so heruntergekommene Musikzivilisation geschafft und versucht sich nun vorzustellen; gestatten: The Butterfly Effect!
Die Jungs um diesen ominösen Namen haben es geschafft, ein Album daher zu zaubern, in dem sowohl verschiedenste Klänge als auch ein perfektes Zusammenspiel von Ruhe und Kraft miteinander harmonieren. Sie reihen sich nahtlos in die Riege à la 'A Perfect Circle', 'Tool' oder 'Deftones' ein, wobei sie dennoch ihre ganz persönliche Note hinterlassen! Sie wirken aggressiver als 'A Perfect Circle', straighter als 'Tool' und melodischer als 'Deftones'.
Durch das gesamte Werk zieht sich ein roter Faden, der - zumindest in der orginalen Australien-Albumversion - durch die Gleichheit von Intro und Outro 'a perfect circle' bildet! Alles was zwischen diesem perfekten Kreis liegt macht süchtig und Appetit auf mehr Schmetterlinge.
Man fragt sich aber zwangsläufig, ob der Schmetterling noch genügend Kraft und Ausdauer hat, der großen Bandbreite an schlecher Musik den Kampf anzusagen; hat es doch ganze 13 Jahre gedauert, ehe sich eine kleine Raupe in einen wunderschönen Schmetterling verwandelte! Man darf also gespannt sein, wie es um die 'Aussies' weiter bestimmt ist...