Kurzbeschreibung
Ludwig Hänsel zählte zu den wenigen Freunden Ludwig Wittgensteins, denen dieser bis zu seinem Tode verbunden blieb. Seit der Zeit ihrer gemeinsamen Kriegsgefangenschaft bei Monte Cassino 1918 pflegten die beiden Männer einen intensiven Austausch über Philosophie, Literatur und Religion, den Hänsel in seinen Tagebüchern detailliert zusammengefasst hat. Hänsels Notizen geben einen intimen Einblick in die Gedankenwelt Ludwig Wittgensteins, der sich zu dieser Zeit an einem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens befand, und in sein philosophisches Hauptwerk, den Tractatus Logico-Philosophicus. Gleichzeitig wird jedoch auch deutlich, welchen Einfluss Ludwig Hänsel auf Leben und Denken Wittgensteins ausübte.
Über den Autor
Ilse Somavilla, geboren in Fulpmes/Tirol, lebt in Innsbruck. Studium der Philosophie, Psychologie und Anglistik. Freie Mitarbeiterin des Forschungsinstituts Brenner-Archiv. Bei Haymon zuletzt: Ludwig Wittgenstein: Denkbewegungen. Tagebücher 1930–1932, 1936–1937 (1997), Ludwig Wittgenstein: Licht und Schatten. Ein nächtliches (Traum-)Erlebnis und ein Brief-Fragment (2004), Wittgenstein–Engelmann. Briefe, Begegnungen, Erinnerungen (2006).