Während die meisten anderen Bücher eine negative Grundeinstimmung über Thailand vermitteln, indem sie auf die Armut, die Prostitution, Geldgier, Abgebrühtheit und Hinterhältigkeit der thailändischen Mädchen hinweisen, schafft es Gad Labudda zu relativieren. Er hat Thailand zu seiner Wahlheimat gemacht und zeigt auch positive Facetten des Landes, indem er sich nicht nur in Bangkok, Pattaya oder Patong Beach, also den typischen (Sex-)Tourismushochburgen aufhält. Trotzdem weist er auf Gefahren und Fußfallen hin, in die man als Europäer, besonders mit deutscher Denkart, leicht geraten kann und über die in anderen Büchern auch stets geschrieben wird. Nach diesem Buch ist man jedoch in der Lage zu verstehen, WARUM es so ist bzw. Thailänder(innen) so sein müssen, so denken und handeln, wie sie es tun; sprich: Verständnis zu entwickeln.
Labudda zeigt Für und Wider auf, die sich die Waage halten. Ich habe erstmals nach Beendigung eines Buches nicht gedacht 'Tolles Land! Da muss ich unbedingt mal hin.'' oder ''Meine Güte ist das schrecklich. Bloß nie nach Thailand!'', sondern das Gefühl, dass ich gefordert bin, mir meine Meinung selbst zu bilden.