Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bitte keine Lösungsansätze erwarten, 14. September 2008
Stephan Harbort meistert die Gratwanderung zwischen Sensationsgier (Neugierde) an den grausamen Taten der Mörder und wehleidigem Mitleid den meist weiblichen Opfern gegenüber hervorragend. Er führte viele Interviews mit Frauen, die beinahe umgebracht wurden, aber auch mit den Tätern und befragte diese über ihre Gefühle und die Reaktionen auf die unvorstellbaren Taten. Schockierend, wie sich gewisse Mörder äusserten und wie lange die Opfer noch an den erlittenen Qualen psychisch zu leiden haben. Ein eindrückliches Werk, das am Schluss mit Statistiken über fast 700 Taten aus den Jahren 1945-2007 in Deutschland aufwartet. Was man aber vom Buch nicht erwarten darf sind Lösungsansätze, wie man solche Taten in Zukunft vermeiden könnte oder wie man verhindern kann, selber Opfer eines Serienmörders zu werden.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema "Serienmord" beschäftigen will, 2. September 2008
Stephan Harbort gilt als führender Serienmordexperte und schlägt mit dem vorliegenden Buch ein neues Kapitel im Bereich der Serienmordforschung auf.
674 Einzeltaten wurden von ihm ausgewertet, mit mehr als 50 Tätern hat er gesprochen und viele überlebende Opfer befragt. Eine kaum vorstellbare Einzelleistung!
In seinem Buch schildert er nun detailliert, was in den Tätern vor sich ging, wie das "innere Drehbuch" aussah und was letztlich zu der Entscheidung führte, das Opfer zu töten oder doch davon kommen zu lassen. Gleichzeitig kommen aber auch die Opfer zu Wort; sie schildern eindringlich, wie sich ihr Leben innerhalb Sekunde für immer änderte und wie es ihnen gelang, ihr Leben zu retten. Geschildert werden aber auch die Fälle, in denen das Opfer die falsche Strategie im Umgang mit dem Täter wählte und nicht überlebte.
Stephan Harbort zeigt in seinem Buch weiter auf, dass sich Täter und Opfer gegenseitig beeinflussen und erläutert hierbei, wie das Opfer diese Interaktion auch gezielt für sich nutzen kann. Aber - zu diesem Schluss kommt auch Stephan Harbort - ein allgemeingültiges Konzept gibt es nicht.
Ich halte das neue Buch von Stephan Harbort für ein "Muss" für jeden, der sich für das Phänomen "Serienmord" interessiert und sich hierüber seriös informieren will.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das mal die Opferseite beleuchtet, 14. August 2008
Er hat es wieder getan!
Stephan Harbort wird mittlerweile zum Serientäter, was das Schreiben von Büchern angeht. Doch noch immer haben seine Bücher etwas Faszinierendes, Eindringliches, dem man sich kaum entziehen kann, das man nicht verpassen möchte.
Ich hatte die Gelegenheit, das aktuelle Buch während der Entstehungsphase zu lesen und einmal mehr schaffte es Harbort, mich in den grausamen Sog hineinzuziehen. Der Text fesselte bis zum Schluss und büßte auch nach mehrmaligem Lesen nichts von seiner Spannung ein, denn bei Harbort geht es nicht um Fiktion, um Geschichten und Plots - er berichtet von der grausamen Wirklichkeit und versucht zu ergründen, ob es einen roten Faden gibt, etwas, womit man erklären kann, was eigentlich fassungslos macht und sich jedem Verständnis entzieht.
Dieses Buch ist wirklich nichts für zarte Gemüter und dunkle Gewitternächte. Noch deutlicher als in seinen bisherigen Büchern kommt in diesem Werk ans Tageslicht, um was es geht: Gewalt, Angst, Tod.
Dabei bin ich kein Freund von reißerischen Thrillern. Entsprechende Filme im Fernsehen klicke ich schnell weg, wenn sie überwiegend auf lautstarken Effekten basieren.
Was dieses Buch zu etwas besonderem macht, das man nicht verpassen sollte: Endlich einmal kommt die andere Seite zu Wort. Berichte über die Täter gibt es zahlreich, über die Mörder erfahren wir sehr viel. Auch Stephan Harbort hat schon einige sehr lesenswerte Bücher zum Thema veröffentlicht. Aber was ist eigentlich mit den Opfern?
Zahlreiche Fragen drängen sich da auf:
Wer wird zum Opfer?
Kann man (meist wohl eher frau) sich schützen?
Kann man noch etwas tun, sich retten, wenn man sich bereits in der Gewalt eines Killers befindet?
Was haben die Frauen getan, denen es geglückt ist, zu überleben?
Was haben die Frauen getan, die es nicht schafften?
Ein Patentrezept hat auch Harbort nicht an der Hand. Es gibt keine Gebrauchsanleitung für Serienkiller - genausowenig wie für jeden anderen Menschen. Jeder Täter und jedes Opfer ist unterschiedlich und die Interaktion zwischen den beiden Individuen bringt noch einmal eine Fülle an Möglichkeiten hervor. In jedem Einzelfall kann man nur ausloten, was am erfolgversprechendsten scheint. Mit ebensovielen Möglichkeiten richtig zu liegen wie sich zu täuschen.
Dies ist ein Buch, das einem die Angst nicht nehmen kann, aber dennoch deutlich macht: Etwas bleibt immer noch zu tun, es zumindest zu versuchen, wo keine andere Wahl zu bleiben scheint...
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