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Begegnung in der High Sierra
 
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Begegnung in der High Sierra [Broschiert]

Myra Cakan
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was tut ein junger Glücksspieler, wenn ihn das Glück verlässt?
Luke Harrison kehrt den Schlägertrupps der Erde den Rücken und sucht sein Heil auf dem roten Planeten. Doch Mars ist eine einzige Enttäuschung und vorerst Endstation für den Abenteurer mit den leeren Taschen. Die Lage scheint sich zu bessern, als Lady Rhiannon von Dardariee ihn anheuert, um dem mächten Handelsherrn Gharf gestohlene Schwingkristalle abzujagen. Noch ahnt Luke nicht, dass er bei dieser Mission um sein Leben spielt.
Myra Cakan, geboren an Halloween, studierte Schauspiel und Musik. Sie schreibt Fiction, Hörspiele und Drehbücher.

Der Autor über sein Buch

Spaß im Space
Als ich mit siebzehn Jahren anfing Sciencefiction zu lesen - ich weiß, viele hören in diesem Alter damit auf, schade! -, habe ich die Space Operas von Jack Vance verschlungen. Autoren wie Eric Frank Russell zählten auch zu meinen Favoriten (natürlich tun sie es noch). Und so habe ich, lange vor Cyberpunk und vor „When The Music’s Over“, das geschrieben, von dem ich nicht genug kriegen konnte: Space Operas.

Dass exotische Welten, schnittige Raumschiffe, fiese Aliens und smarte Helden aus der SF nicht wegzudenken sind, hat auch der Argument Verlag erkannt (Danke!). Und ich hoffe, dass die Leser mit den Geschichten um „Luke Harrison - Weltraumabenteurer“ genauso viel Spaß haben, wie ich ihn beim Schreiben hatte - und ich hatte wirklich eine Menge Spaß!

Umschlagtext

Was tut ein junger Glücksspieler, wenn ihn das Glück verlässt? Luke Harrison kehrt den Schlägertrupps der Erde den Rücken und sucht sein Heil auf dem roten Planeten. Doch Mars ist eine einzige Enttäuschung und vorerst Endstation für den Abenteurer mit den leeren Taschen. Die Lage scheint sich zu bessern, als Lady Rhiannon von Dardariee ihn anheuert, um dem mächten Handelsherrn Gharf gestohlene Schwingkristalle abzujagen. Noch ahnt Luke nicht, dass er bei dieser Mission um sein Leben spielt.

Autorenportrait

Myra Cakan, geboren an Halloween, studierte Schauspiel und Musik. Sie schreibt Fiction, Hörspiele und Drehbücher.

Auszug aus Luke Harrison. Begegnung in der High Sierra. von Myra Cakan. Copyright © 2000. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Hier stand ich nun, im Spaceport-Terminal von Mars, hungrig, frierend, ziemlich desillusioniert und völlig abgebrannt. Fröstelnd schlug ich den Kragen meiner Jacke hoch und setzte meine Wanderung durch die weitläufige Halle fort. Deprimierende Aussichten für einen Jungen, der ausgezogen war, die Galaxis zu erobern, der die Erde verlassen hatte, weil dort nichts mehr los war, und feststellen musste, auf Mars war noch nie was los gewesen. Ein kalter Planet mitten im Sonnensystem und doch nur ein abgelegener Grenzposten, wo immer Nebensaison war, zu jeder Jahreszeit. Da fiel mein Blick auf einen Trupp abgerissen aussehender Raumtramps. Zielstrebig marschierten sie zur Frachtsektion des Raumhafens, wo es nun wirklich nichts Interessantes gab. Doch meine Neugier war geweckt, und nicht ohne Hintergedanken schloss ich mich ihnen an, sie sahen dämlich genug aus, um sich zu einem Spielchen überreden zu lassen. Und wenn ich die Oldtimer erst mal am Haken hatte, würde ich sie mit der »Verdeckte-Dame-Masche« gründlich abkochen. Dass sie wahrscheinlich genauso abgebrannt waren wie ich, verdrängte ich in diesem Augenblick. Warum auch nicht, seit Monaten log ich mir nun schon in die Tasche, war sozusagen Weltmeister im Selbstbetrug geworden. Fehlte nur noch, dass ich mich beim Pokern selbst übers Ohr haute. Zügig bogen die vier um eine weitere zugige Ecke. Sie führten mich staubige Rampen hinunter und durch unbenutzte Lagerräume. Falls mich die Tramps gesehen hatten, ließen sie es sich jedenfalls nicht anmerken. Immer noch zielstrebig gingen sie weiter und schwenkten in den nächsten Gang. Wer den Raumhafen von Marsport geplant hatte, musste wohl eine andere Realität vor Augen gehabt haben, in der Mars der Knotenpunkt der Galaxis war und nicht nur eine Art Umsteigebahnhof für Kolonisten auf der Suche nach ihren irdischen Wurzeln. Plötzlich endete der Gang vor einer Druckschleuse. Eisiger Wind fegte durch die von Korrosion zersetzten Schotts. Ich überlegte, ob ich umkehren sollten. Dort draußen war nichts, nur die Startgruben und einige Hangars der Raumgarde. Da sah ich das Schild. Es leuchtete über dem Eingang einer lang gestreckten Baracke, in deren Windschatten einige Bodengleiter geparkt waren. »Warme Suppe und saubere Betten kostenlos!« Ich traute meinen Augen nicht. Wie hypnotisiert folgte ich dem verlockenden Angebot, bereit, meine Talente für eine warme Mahlzeit zu verkaufen. Doch man sollte nie bei einem Spiel einsteigen, wenn man die Regeln nicht kennt, das sollte ich schnell genug erfahren. Ich betrat einen hellen, behaglich warmen Raum. An der Längsseite waren Feldbetten aufgebaut, die verdammt einladend aussahen. Nicht ganz so einladend roch es aus den dampfenden Suppentöpfen, vor denen sich auch die vier Typen aus dem Terminal angestellt hatten. Mein knurrender Magen verbot mir jede Kritik, und ich reihte mich hinter den Wartenden ein. Dass der Kerl mit der Schöpfkelle die anthrazitfarbene Uniform der Raumgarde trug, hätte mir eine Warnung sein müssen, doch ich war in jenen Tagen ein rechter Hinterweltler, galaktisch gesehen. Dabei hätte ich mir denken können, dass nichts auf der Welt umsonst war, auf keiner Welt. Aber andererseits, woher hätte ich wissen sollen, dass ein Napf Suppe über mein weiteres Schicksal entscheiden würde?
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